Siemens Gamesa schrieb erneut rote Zahlen

8. November 2021, München

Der deutsch-spanische Windanlagenbauer Siemens Gamesa hat wegen hoher Rohstoff- und Transportkosten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 erneut einen Verlust eingefahren. Der Nettoverlust belief sich auf 627 Mio. Euro nach 918 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Sorgenkind der Siemens-Tochter Siemens Energy am Freitag nach Börsenschluss mitteilte.

Im operativen Geschäft (Ebit) fiel vor Integrations- und Restrukturierungskosten ein Verlust von 96 Millionen Euro an, die um Sondereffekte bereinigte Ebit-Marge betrug Minus 0,9 (2019/20: Minus 2,5) Prozent. Damit lag sie am unteren Ende der erst im Juli korrigierten Prognose, die eine bereinigte Umsatzrendite vor Steuern und Zinsen (Ebit) von null bis minus ein Prozent vorsah. Ursprünglich hatte das Management eine operative Rendite von drei bis fünf Prozent anvisiert.

Siemens Gamesa führte die Ergebnisentwicklung auf gestiegene Rohstoffpreise und Transportkosten, Engpässe bei bestimmten Komponenten sowie auf höhere Kosten beim Hochfahren der neuen Onshore-Windturbinen-Generation 5.X zurück. Der Umsatz kletterte von Oktober 2020 bis September 2021 um 7,5 Prozent auf rund 10,2 Mrd. Euro und lag damit ebenfalls am unteren Ende der zuletzt ausgegebenen Prognosespanne. Der Auftragsbestand stieg um 7,6 Prozent auf 32,54 Mrd. Euro.

Für das neue Geschäftsjahr 2021/22 rechnet das Management um Vorstandschef Andreas Nauen wegen des weiterhin komplizierten Marktumfeldes und der anhaltenden Lieferkettenproblematik mit einem Umsatzrückgang zwischen zwei und sieben Prozent. Die Ebit-Marge solle zwischen ein und vier Prozent liegen.

APA/Reuters

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