RWE will Entscheidung des Bundes zu Atomkraftwerken abwarten

11. August 2022, Düsseldorf/Essen

Der deutsche Energiekonzern RWE hält sich zu einer möglichen Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke bedeckt. „Wir warten die politische Entscheidung ab“, sagte RWE-Chef Markus Krebber am Donnerstag.

Konkurrent E.ON hatte sich am Vortag zu Gesprächen über längere Laufzeiten bereit erklärt: „Sollte die Bundesregierung im Rahmen des laufenden Stresstests zu einer Neubewertung der Lage kommen, sind wir zu Gesprächen bereit“, hatte E.ON-Finanzchef Marc Spieker am Mittwoch gesagt. Bisher ist vorgesehen, dass in Deutschland die drei letzten Meiler Ende des Jahres stillgelegt werden. Sie werden von E.ON, RWE und EnBW betrieben. EnBW-Chef Frank Mastiaux hatte gesagt, im Falle einer deutlichen Verlängerung würden neue Brennstäbe gebraucht.

In den vergangenen Wochen sind die Rufe nach einer Laufzeitverlängerung immer lauter geworden. Befürworter verweisen auf die gekürzten russischen Gaslieferungen und fordern, mit den Kernkraftwerken den Einsatz von Gaskraftwerken zu reduzieren.

APA/ag

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