
Drei Elemente, die in der in Arbeit befindlichen „Industriestrategie für Österreich“ enthalten sein müssen, hat Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) Dienstag in Linz genannt: Billiger Strom, Investitionen in Digitalisierung und Qualifizierung der Arbeitskräfte seien Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Er plädierte zudem für den „massiven Ausbau der Windkraft und Pumpspeicher“, ebenso wie sein Gastgeber, Oberösterreichs Landesrat Martin Winkler (SPÖ).
Die Industrie könne nur langfristig erfolgreich sein, „wenn wir Billigstrom haben“, so der Minister. Die Politik habe dazu die Rahmenbedingungen durch den Ausbau erneuerbarer Energie bereitzustellen. Aber vor allem Schwarz-Blau in Oberösterreich habe „seit zehn Jahren falsche Prioritäten“ und den Ausbau der Windkraft ausgebremst, kritisierte Landesrat Winkler einmal mehr. Dementsprechend hoch sei das Potenzial in Oberösterreich.
Luft nach oben bei Digitalisierung
Luft nach oben sieht Marterbauer im Bereich Digitalisierung. „Wir sind im europäischen Vergleich gut, aber können in Relation zu den skandinavischen Ländern noch viel besser werden“, sagte er mit Blick auf die öffentliche Verwaltung. So gehörten Abläufe beschleunigt und Doppelgleisigkeiten müssten vermieden werden.
Weiters brauche es qualifizierte Arbeitskräfte, sagte er weiter in der Pressekonferenz. Die Lehrlinge von heute seien die Fachkräfte von morgen. „Und wer sind heute die Lehrlinge?“, fragte er: vielfach Jugendliche mit migrantischem Hintergrund. Österreich als Einwanderungsland sei jedoch „sehr schlecht bei der Integration, da müssen wir sehr viel tun“, meinte er.
APA




