Gas, Öl und Kohle dominieren

27. Jänner 2026, Linz

44 Prozent des Verbrauchs aus erneuerbarer Energie.

44,1 Prozent des Energieverbrauchs in Oberösterreich wird derzeit aus erneuerbaren Energien gedeckt. 28,5 Prozent kommen nach wie vor aus Öl, 18 Prozent aus Gas und 9,4 Prozent aus Kohle.
Während der Stromverbrauch (91 Prozent aus Erneuerbaren) und die Raumwärme (71 Prozent) eher sauber sind, besteht in der Industrie und vor allem beim Verkehr noch Handlungsbedarf. Denn die 28,5 Prozent Energie aus Öl sind zu einem großen Teil auf Benzin und Diesel zurückzuführen, die Kohle auf die Stahlerzeugung, betonen Energielandesrat Markus Achleitner (ÖVP) und der Landesenergiebeauftragte Gerhard Dell.


Wasserstoff fehlt


Für die Dekarbonisierung der Industrie werde man Wasserstoff brauchen, so Achleitner, „und da muss man dazu sagen, dass man viel importieren wird müssen“. Die Entkoppelung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum sei gelungen, meint Achleitner und zieht dazu einen Vergleich mit 2005 heran: Seither sei die Wirtschaft um
98 Prozent gewachsen, der Endenergieverbrauch aber um vier Prozent gesunken.


Stromexporteur


Die erneuerbare Stromerzeugung sei in den vergangenen vier Jahren um 19 Prozent gestiegen, mittlerweile sei Österreich sogar Stromexporteur und habe 2024 rund 842 GWh (bilanziell) exportiert. 2025 wurden in Oberösterreich Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 220 MW errichtet sowie Solarstrom-Speicher mit einer Gesamtleistung von 220,6 MW. 2024 wurden knapp 3.400 Wärmepumpen eingebaut. Die Zahl der Ölheizungen sank von der Heizsaison 2021/22 bis 2023/34 um knapp 21.400. Allerdings gibt es in Oberösterreich nach wie vor 90.000 mit Gas und 60.000 mit Öl beheizte Hauptwohnsitze.

Kurier