Orsted will gegen Windpark-Stopp vor US-Küste vorgehen

2. Jänner 2026, Oslo
Das Windpark-Projekt ist fast fertig
 - --, APA/dpa

Der dänische Energiekonzern Orsted will juristisch gegen die ⁠Aussetzung seines milliardenschweren Windpark-Projekts „Revolution Wind“ in den USA vorgehen. Das Unternehmen fechte die Entscheidung der US-Regierung an und werde eine gerichtliche Verfügung gegen den Stopp des Fünf-Milliarden-Dollar-Projekts (4,26 Mrd. Euro) beantragen, teilte Orsted am Freitag mit.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte am 22. Dezember die Pachtverträge für fünf große Offshore-Windparks vor der US-Ostküste ausgesetzt und dies mit Bedenken für die nationale Sicherheit begründet.

Projekt zu knapp 90 Prozent fertig

Das Projekt sei zu etwa 87 Prozent fertiggestellt, teilte Orsted weiter mit. Zum Zeitpunkt der Aussetzung sei erwartet worden, dass der Windpark bereits im Jänner 2026 Strom erzeugen könne. „Revolution Wind hat im Vertrauen auf einen gründlichen Prüfungsprozess Milliarden von Dollar ausgegeben und zugesagt und dessen ⁠Anforderungen erfüllt.“ Die Klage reichte das Gemeinschaftsunternehmen Revolution Wind LLC ein, das Orsted zu gleichen Teilen mit Skyborn Renewables gehört.

Die Entscheidung zur Aussetzung ging auf Beschwerden des Pentagon zurück, wie das US-Innenministerium mitgeteilt hatte. Die Bewegung der riesigen Rotorblätter und die stark reflektierenden Türme der Anlagen verursachten demnach Radarstörungen, die die Identifizierung von Sicherheitsrisiken erschweren könnten. Trump hat in der Vergangenheit wiederholt erklärt, er halte Windkraftanlagen für hässlich, kostspielig und ineffizient. Die Aktien von Orsted waren am Montag ⁠nach der Ankündigung der US-Regierung um 13 Prozent eingebrochen und lagen am Freitagvormittag rund 5,5 Prozent im Plus.

APA/Reuters