
Für die sanktionierte serbische Gazprom-Tochter NIS zeichnet sich eine Lösung ab. Wie Serbiens Energieministerin Dubravka Djedovic-Handanovic am Montag mitteilte, hätten sich Russlands Gazprom und der teilstaatliche ungarische Ölkonzern MOL über den Kauf geeinigt. Die USA hatten im November Sanktionen gegen den NIS-Mehrheitseigentümer Gazprom verhängt, wodurch die einzige serbische Raffinerie in Pancevo bei Belgrad den Betrieb einstellen musste.
Durch eine vorläufige Betriebsgenehmigung, die allerdings nur bis zum 23. Jänner gilt, konnte die Raffinerie dieser Tage den Betrieb wieder aufnehmen. Nun ist die für die US-Sanktionen gegen Russland zuständige Behörde des US-Finanzministeriums, das Office of Foreign Assets Control (OFAC), am Zug, die den Kauf freigeben muss.
Gazproms Anteil an NIS beträgt 56 Prozent. Laut Djedovic-Handanovic soll der serbische Staat durch den nun vereinbarten Kaufvertrag seinen Anteil an NIS von derzeit rund 30 auf 35 Prozent aufstocken. Man würde erwarten, dass sich am Kaufvertrag auch Geschäftspartner aus den Vereinigten Arabischen Emiraten beteiligen würden, meinte die Ministerin, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
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