Stadtwerke senken den Strompreis

20. Jänner 2026, Klagenfurt

10 Cent pro kWh verspricht der Verbund ab März. Keine Senkung bei Kelag in Sicht.


Der Strompreis ist und bleibt ein elektrisierendes Thema in Österreich. Zumal, wie berichtet, die Verbund AG ab März einen neuen Stromtarif von unter 10 Cent pro Kilowattstunde statt bisher 15,6 Cent je kWh anbieten wird. Brutto sind das rund 12 Cent je kWh. Damit kommt neue Dynamik in die österreichischen Stromtarife. In der Vorwoche hat die Energie Steiermark, deren Tarif seit Oktober bei 16,41 Cent je kWh (inklusive Steuern) liegt, angekündigt, im ersten Halbjahr noch einmal den Strompreis zu senken. In welcher Höhe und wann genau werde noch berechnet.


Völlig unbeeindruckt zeigt sich davon die Kelag. Der Energieversorger verweist auf die letzte Senkung im Oktober. Aktuell sei keine weitere vorgesehen. Der Klassiktarif liegt ohne Umsatzsteuer bei einem Verbrauchspreis von 12,50 Cent pro kWh – also brutto bei 15 Cent/kWh. Darüber hinaus gebe es ab einem Jahresverbrauch von 3501 Kilowattstunden einen Staffeltarif von 9,50 Cent pro Kilowattstunde exklusive Umsatzsteuer (brutto 11,4 Cent/kWh).


Bei den Klagenfurter Stadtwerken liegt der Strompreis aktuell bei 17,7 Cent pro kWh brutto. Man werde „wie geplant mit Anfang April eine Preissenkung umsetzen und mit einem sehr attraktiven Preis am Markt vertreten sein“, heißt es dazu von der Unternehmenskommunikation. Wie dieser Tarif gestaltet sein wird, verraten die Stadtwerke noch nicht, denn die finalen Berechnungen würden noch laufen, aber man werde in Kürze schriftlich informieren.


In Kärnten sieht Leo Lehr, stellvertretender Leiter der Abteilung Volkswirtschaft bei der E-Control, für Stromkunden bei einem Anbieterwechsel ein Einsparungspotenzial von 200 bis 300 Euro pro Jahr. Allerdings habe mehr als die Hälfte der Kunden noch nie die Anbieter gewechselt. Ob eine regelrechte Wechselwelle zum Verbund einsetzen werde, „ist stark davon abhängig, wie intensiv der Verbund dafür wirbt“, meint Lehr. Seit eineinhalb Jahren gebe es vergleichbare Tarife von kleinen Anbietern, allerdings habe der „Platzhirsch“ Verbund ein anderes Potenzial.


Bettina Auer

Kleine Zeitung