LH Mattle (VP) vereinbart mit der Tiwag günstigsten Stromtarif.
Die Situation am Strommarkt hat in den vergangenen Jahren wechselseitig die Preise und den Puls der Konsumentinnen und Konsumenten nach oben getrieben. Nun tritt, zumindest aktuell, eine Gegenbewegung ein. Nach der Ankündigung durch die Bundesregierung und den Verbund, einen Österreich-Tarif mit einem Netto-Arbeitspreis von 9,5 Cent pro Kilowattstunde einführen zu wollen, kündigten auch mehrere Landesenergieversorger an, ihre Preise zu senken. Noch weiter geht man bei der Tiwag und dem Land Tirol. Nachdem dort der Preis bereits unter 10 Cent liegt und man damit der günstigste Anbieter war, will man das auch in der Zukunft bleiben.
Als Eigentümervertreter hat LH Anton Mattle mit dem Landesenergieversorger vereinbart – wie es übrigens in einer Stellungnahme einmütig heißt –, den günstigsten Strompreis aller Landes- und Bundesenergieversorger sicherzustellen. Die Tiwag arbeitet von sich aus bereits an den notwendigen Maßnahmen, um den Österreich-Tarif „weiterhin zu unterbieten“, heißt es dazu aus dem Landhaus.
Günstige Preise, gute Dividende
Auf TT-Anfrage bestätigt man dies beim Unternehmen. Man stehe hinter dieser Vorgehensweise. Allerdings: Wie genau die Preise künftig aussehen werden und wie die Tiwag trotz Millioneninvestitionen und Dividende an das Land dies sicherstellen will, das wollte man vorerst noch nicht spezifizieren. Klar sei aber, dass man den Markt beobachte und dementsprechend einen Stromtarif vorlegen will, der dann nicht unterboten werde. LH Anton Mattle dazu: „Unsere Prioritäten sind klar: günstigster Strompreis aller Landesenergieversorger, Milliardeninvestitionen für mehr Energieunabhängigkeit und eine faire Dividende. Wir können in Tirol den Ausbau der erneuerbaren Energieträger vorantreiben und damit dauerhaft einen günstigen Strompreis sicherstellen.“
Basis für diese Maßnahme ist das 2024 geänderte Statut des Landesunternehmens. Mattle verweist diesbezüglich darauf, dass „Tirol das einzige Bundesland ist, in dem der kostengünstige Strompreis in der Satzung des Energieversorgers steht“. Zuletzt schielte man aus anderen Bundesländern, etwa Niederösterreich, durchaus neidisch nach Tirol, wo ein durchschnittlicher Haushalt 280 Euro weniger pro Jahr zahlt.
Das Momentum Institut bestätigt der Tiwag übrigens schon jetzt, 31 Euro unter dem künftigen Tarif des Verbundes zu liegen.
Tiroler Tageszeitung



