Greenpeace kritisiert Klimastudie der Wirtschaftskammer

4. November 2026, Wien
Greenpeace sieht grobe methodische Mängel bei WKÖ-Studie
 - Wien, APA/THEMENBILD

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat eine im Oktober von der Wirtschaftskammer (WKÖ) veröffentlichte Studie zu den Folgen der in Österreich anvisierten Klimaneutralität bis 2040 scharf kritisiert. Die WKÖ hatte vor einer massiven Verteuerung der Spritpreise durch das geplante Erneuerbare-Energien-Gesetz-Verkehr (EEG-V) gewarnt. Greenpeace sieht mit der Studie die "Grundlagen seriöser Wissenschaft" verletzt und will die vollständige Veröffentlichung einklagen.

APA

ÖAMTC: Spritpreisbremse wirkt, wenn auch etwas gebremst

4. November 2026, Wien
Die Spritpreisbremse gilt vorerst bis Ende November
 - Wien, APA/FLORIAN WIESER

Die seit 1. Oktober geltende Spritpreisbremse zeigt Wirkung, allerdings nicht in voller Entfaltung - so die Analyse des ÖAMTC. Bei Super sank der Durchschnittspreis von 1,921 Euro im September auf 1,816 Euro im Oktober. Das Minus von 10,5 Cent entsprach damit annähernd der erwartbaren Entlastung. Diesel wurde hingegen nur um 5,5 Cent günstiger, von 2,195 auf 2,140 Euro je Liter, rechnet der Klub am Mittwoch vor.

APA

Wechselrate bei Strom- und Gasverträgen auf Rekordhoch

4. November 2026, Wien
Die Behörde rät zu Preisvergleichen
 - Salzburg, APA/THEMENBILD

In Österreich haben sich zwischen Jänner und September 326.732 Strom- und Gaskunden einen neuen Lieferanten gesucht. Das sind deutlich mehr als in der Vorjahresperiode (rund 300.000) und entspricht der höchsten Wechselrate seit 25 Jahren bzw. der höchsten Rate seit der Strommarkt-Liberalisierung, berichtete die Regulierungsbehörde E-Control am Mittwoch. Im Jahr 2001 war der Strommarkt geöffnet worden, seitdem gilt die freie Anbieterwahl.

APA

Tojners Asta Energy verstärkt US-Geschäft

4. November 2026, Oed

Die teilweise dem Industriellen Michael Tojner gehörende Asta Energy Solutions hat mit dem US-Unternehmen Virginia Transformer Corporation einen bis 2029 laufenden Liefervertrag abgeschlossen. Außerdem kündigte das Unternehmen am Mittwoch in einer Aussendung an, im ersten Quartal 2027 in den USA ein Vertriebsbüro zu eröffnen.

APA

E-Control: Strom- und Gasverbrauch im September gestiegen

4. November 2026, Wien
Stromerzeugung deutlich gesunken
 - Gratkorn, APA/ERWIN SCHERIAU

In Österreich ist der Verbrauch von Strom und Gas im September im Jahresabstand gestiegen. Die Abgabe von Strom an Endkunden erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 5,21 Terawattstunden (TWh), die Gasnachfrage legte um 5,7 Prozent auf 3,86 TWh zu. Das geht aus aktuellen Daten der Regulierungsbehörde E-Control hervor. Ein kräftiger Einbruch bei der Wasserkraft führte gleichzeitig zu einem deutlichen Rückgang der heimischen Stromerzeugung.

APA

Top Artikel der Woche

Raffinerieboom lässt bei OMV Milliarden sprudeln

2. November 2026

Der teilstaatliche Ölkonzern OMV verdient kräftig, vor allem mit dem Raffineriegeschäft: Die Marge für ein Fass hat sich mehr als verdreifacht. Die SPÖ hält eine Margenbegrenzung für „sinnvoll“. Für die OMV läuft das Geschäft rund. Der teilstaatliche Energiekonzern hat im dritten Quartal dank hoher Erdölpreise und außergewöhnlich starker Raffineriemargen kräftig verdient: Das um Sondereffekte bereinigte […]

Der Standard

Angekündigtes Netzkosten-Plus sorgt für Wirbel in Kärnten

2. November 2026, Klagenfurt

Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat angesichts einer angekündigten Erhöhung der Netzgebühren in Kärnten um knapp zehn Prozent ab 2027 die Spitzen des Energieversorgers Kelag und dessen Tochter Kärnten Netz GmbH zu einem "Klärungsgespräch" geladen. In einer Aussendung am Montag bezeichnet Fellner die Erhöhung als "völlig unverständlich und schlichtweg nicht nachzuvollziehen". Die Landesregierung fordert die Einführung eines bundesweit einheitlichen Netztarifs.

APA

Strompreisdeckel à la Meloni – zieht Österreich nach?

29. Oktober 2026

Italiens Regierung unter Giorgia Meloni wagt im Alleingang den Markteingriff. Durch eine Subvention der Gaspreise soll Strom im Land günstiger werden. Das Experiment hat Potenzial. Experten sind skeptisch. Sollen Staaten in essenzielle Marktpreise eingreifen, um die Kosten für bestimmte Güter zu senken? Über diese Frage wird in Europa wieder hitzig diskutiert. Am linken Spektrum befeuert […]

Der Standard

Netzentgelte für Strom sinken 2027 im Großteil Österreichs

30. Oktober 2026, Wien

Haushaltskunden zahlen ab nächstem Jahr im Durchschnitt für das Stromnetz weniger, geht aus dem Entwurf der E-Control für die neuen Netzentgelte hervor. Wird die Netzgebühr wie bisher nach Arbeitspreis und Leistungspauschale berechnet, liegt die Ersparnis im Schnitt bei 3,6 Prozent. Mit dem Leistungspreis, der bis spätestens Mitte 2028 die Pauschale ersetzt, sinken die Netzkosten für einen Durchschnittshaushalt um 5,7 Prozent, wie die E-Control am Donnerstag vorrechnete.

APA

Europäischer Gaspreis steigt deutlich

3. November 2026, Amsterdam
Rückgang vom Wochenauftakt vorerst gestoppt
 - Wolfersberg, APA/dpa

Der Preis für europäisches Erdgas ist am Dienstag nach Meldungen über erneute Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran deutlich gestiegen. Ein Teil der Vortagesverluste wurde damit wettgemacht. Im frühen Handel stand der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam zeitweise bei 98,26 Euro je Megawattstunde (MWh). Das waren mehr als 3 Prozent über dem Niveau vom Vortag.

APA/dpa-AFX

IEA erwartet auch 2027 angespannte Lage auf dem Gasmarkt

3. November 2026, Paris
Füllstände in EU bis Ende März unter 10 Prozent
 - Paris, AFP

Die angespannte Lage auf dem Weltmarkt für Erdgas könnte nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) bis weit ins nächste Jahr hinein anhalten. Die Experten der IEA gehen davon aus, dass die europäischen Gasreserven im Verlauf des Winters auf "ein rekordtiefes Niveau" fallen werden. Dies geht aus einem Bericht des Interessenverbands von Industriestaaten hervor, der am Dienstag in Paris veröffentlicht wurde.

APA/dpa-AFX

Deutsche Netzagentur vergab erste Zuschläge für Kraftwerke

3. November 2026, Essen
Jährliche Vergütung im Durchschnitt bei gut 155

Die deutsche Bundesnetzagentur hat erstmals Förderzuschläge für den Bau neuer Kraftwerke vergeben. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, kamen RWE, der ostdeutsche Energie- und Braunkohlekonzern LEAG, die Gaskraftwerk Leipheim und die Stadtwerke Karlsruhe zum Zuge. Insgesamt seien elf Gebote über rund 5.160 Megawatt berücksichtigt worden.

APA/Reuters

„Alarmismus ist bei Strompreisen für Haushalte verfehlt“

3. November 2026

Die Energiepreise steigen, die Netze müssen ausgebaut werden: Salzburg-AG-Chef MICHAEL BAMINGER ist seit Juni auch Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie. Er erklärt, warum der Winter nicht so teuer wird, wie manche fürchten, und wie er in Salzburg die ersten Windräder bauen will. Es wird kälter, die Heizsaison beginnt, und die Strom- und Gaspreise steigen. Derzeit […]

Profil

„Energiepreise bleiben für uns die zentrale Belastung“

3. November 2026, Linz

Industrie: WKO-Spartenobmann Erich Frommwald sieht Benachteiligung gegenüber Deutschland Die Industrie sieht zwar in etlichen Bereichen Anzeichen für einen leichten Aufschwung, aber auf der Kostenseite gibt es vor allem bei den Energiepreisen keine Anzeichen für eine Entlastung. „Im Gegenteil, die Energiepreise bleiben für uns die zentrale Belastung“, sagt der Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer […]

Oberösterreichische Nachrichten

77 Prozent der Flüsse in Österreich ungeschützt

3. November 2026, Wien
Wasserkraftwerke können den Wasserstand in Flussbetten verringern
 - Flachauwinkl, APA/THEMENBILD

Drei Viertel der ökologisch wertvollen Flussstrecken in Österreich sind ungeschützt. Das geht aus einem aktuellen Report des Umweltverbands WWF (World Wide Fund for Nature) hervor. Für viele Gewässerstrecken gibt es keinen verbindlichen Schutz vor weiterem Wasserkraftausbau. In Kärnten und Vorarlberg sind die Schutzmaßnahmen besonders unzureichend. Der WWF sieht angesichts zunehmender Hitze und Dürre dringenden Handlungsbedarf beim Schutz und bei der Renaturierung.

APA

Ölpreise fallen stark, Brent bei 109 Dollar

2. November 2026, Wien

Die Ölpreise sind am Montag deutlich zurück gekommen. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung kostete am Terminmarkt zuletzt 108,54 Dollar und damit 4,3 Prozent weniger als am Freitag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember fiel 4,1 Prozent auf 99,68 Dollar je Fass. Auch der europäische Gaspreis kam stark zurück, nachdem er am Freitag noch ein Mehrjahreshoch über 102 Euro je Megawattstunde erreicht hatte.

APA/dpa-AFX