Prognose: Immer mehr Flüssigerdgas-Transporte nach Europa

5. Juni 2026, Düsseldorf
2029 soll der LNG-Anteil bereits bei 52 Prozent liegen
 - Lubmin, APA/AFP

Flüssigerdgas wird nach Einschätzung von Energieexperten schon in wenigen Jahren mehr als die Hälfte des Gasaufkommens in den großen Gasmärkten Europas ausmachen. "Der Anteil von Flüssiggas im Gasmix von West- und Zentraleuropa steigt nach unseren Prognosen von 44 Prozent im vergangenen Jahr auf 47 Prozent im Jahr 2027", sagte Gasmarktexperte Andreas Schröder vom Analysehaus ICIS der Deutschen Presse-Agentur dpa. Für 2029 werde dann ein Anteil von 52 Prozent erwartet. 

APA/dpa

Russland räumt erstmals gesunkene Ölförderung ein

5. Juni 2026, St. Petersburg
Laut stellvertretendem Ministerpräsident außerplanmäßige Wartungen
 - Sargentes de la Lora, APA/AFP

Russland hat erstmals offiziell einen Rückgang seiner Ölförderung eingeräumt. "Die derzeitige Produktion ist in der Tat etwas niedriger als zu Beginn des Jahres", sagte der für Energiefragen zuständige stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak am Donnerstag auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg zu Journalisten. "Das liegt daran, dass einige unserer Ölraffinerien derzeit außerplanmäßig gewartet werden."

APA/Reuters

Vier Tanker mit iranischem Öl passieren Straße von Hormuz

5. Juni 2026, Paris
Öltanker passierten die Meerenge trotz US-Blockade
 - Wilhelmshaven, APA/dpa

Vier unter iranischer Flagge fahrende Öltanker haben am Montag nach Angaben eines Schifffahrts-Monitors trotz einer US-Blockade iranischer Häfen die Straße von Hormuz passiert. Das erklärte das Unternehmen Kpler, das sich auf die Überwachung des weltweiten Rohstoff- und Schiffsverkehrs spezialisiert hat und dafür Satellitenbilder auswertet. Zuletzt hatten drei weitere, mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker die Meerenge am 15. April durchquert.

APA/AFP

EU-Klimaziel bis 2040 ohne Wirtschaftseinbruch erreichbar

3. Juni 2026, Wien

Österreich kann den CO2-Ausstoß wie EU-weit vereinbart bis 2040 um 90 Prozent senken, ohne negative Effekte auf die gesamtwirtschaftliche Leistung. Das würde allerdings zu einem strukturellen Umbau der Wirtschaft mit Verlierern und Gewinnern führen, ergeben Berechnungen von Cesar (Centre of Economic Scenario Analysis and Research). Entscheidend ist die Umverteilung von Zusatzeinnahmen aus der CO2-Abgabe, die von derzeit rund 70 auf 500 Euro/Tonne steigen müsste.

APA

EU-Kommission will mehr Schulden für Energiewende erlauben

3. Juni 2026, Brüssel

Angesichts der durch den Iran-Krieg verursachten Energiekrise will die Europäische Kommission die Schuldenregeln der EU weiter lockern. Nach einem Vorschlag der Brüsseler Behörde sollen künftig höhere Schulden auch für Investitionen in die Energiewende erlaubt sein. Diese Ausgaben sollen unter eine bereits bestehende Ausnahmeregelung in den EU-Schuldenregeln für Verteidigungsausgaben fallen können, wie die Kommission in Brüssel mitteilte.

APA/dpa

Top Artikel der Woche

So funktioniert die Strompreisbremse

1. Juni 2026, Wien

Die Regierung hat sich darauf geeinigt, einen Deckel einzuziehen, wenn der Strompreis zu hoch wird. Was man zum neuen Energiepaket wissen muss. Die Regierung will sich mit einer neuen Strompreisbremse auf künftige Energiekrisen vorbereiten. Haushalte und Unternehmen sollen entlastet werden, gleichzeitig gibt es Streit über die Finanzierung und die Folgen für den Ausbau erneuerbarer Energien. […]

Der Standard

Verbund will Energiespeicher in Bayern trotz Klagen bauen

2. Juni 2026, Wien

Österreichs größter Stromkonzern Verbund will den Bau des Energiespeichers Riedl an der deutsch-österreichischen Grenze in Bayern trotz laufender Klagen vorantreiben. Die Tochter Donaukraftwerk Jochenstein habe beim Landratsamt Passau den sogenannten Sofortvollzug beantragt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

APA/Reuters

Mehr Stromeinfuhr

1. Juni 2026, Wien

Die APG-Strombilanz 2025 zeigt Import-Abhängigkeit auf und verdeutlicht Notwendigkeit kapazitätsstarker Netze. Erzielte Österreich im Jahr 2024 – unter anderem dank hoher Erträge aus der Laufwasserkraft – auf Basis der Fahrpläne per Saldo einen Rekord-Jahres-Export in der Höhe von 4.747 GWh und war nach 14 Jahren erstmals wieder Strom-Exportland, so sah sich Österreich 2025 erneut mit […]

Medianet

Speicherstrategie Burgenlands

29. Mai 2026, Oberpullendorf

Zweiter Großspeicher Burgenlands in Betrieb genommen. „In Oberpullendorf wird der Erneuerbare Wärmestandort deutlich aufgewertet. Das Biomassekraftwerk wird weiter wie gewohnt nachhaltige Wärme aus der Region für die Region erzeugen. Gleichzeitig nutzen wir den Standort, um Strom aus den Wind- und PV-Anlagen hier einzuspeichern. Es wurde ein großer Batteriespeicher mit einem Speichervolumen von 5 Megawattstunden errichtet, […]

Kurier

Hohe Ölpreise spülen Milliarden in Russlands Kassen

3. Juni 2026, Moskau

Angetrieben von hohen Weltmarktpreisen infolge des Nahost-Krieges sind die Einnahmen Russlands aus dem Öl- und Gasgeschäft im Mai sprunghaft angestiegen. Sie legten im Jahresvergleich um 32,4 Prozent auf 678,9 Milliarden Rubel (etwa acht Milliarden Euro) zu, wie das Finanzministerium am Mittwoch in Moskau mitteilte. Die Einkünfte aus dem Öl- und Gasgeschäft machen rund ein Fünftel der gesamten russischen Staatseinnahmen aus.

APA/ag

„Die Bevölkerung in Oberösterreich will Windkraft“

3. Juni 2026, Linz

Während Oberösterreichs Landespolitik bei der Windkraft auf der Bremse steht, befürwortet die Bevölkerung deren Ausbau: Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Meinungsforscher Marketagent im Auftrag der IG Windkraft unter 520 Teilnehmern in Oberösterreich durchgeführt hat. 89,8 Prozent befürworten den Ausbau erneuerbarer Energien in Oberösterreich. 89,7 Prozent nehmen eine Importabhängigkeit wahr. 83,7 Prozent wünschen […]

Oberösterreichische Nachrichten

Im April wurde weniger Strom- und Gas erzeugt
 - Lassee, APA/THEMENBILD

E-Control: Strom- und Gasverbrauch im April gestiegen

3. Juni 2026, Wien

In Österreich ist der Energieverbrauch im April im Jahresabstand gestiegen. Die Abgabe von Strom an Endkunden erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 5,3 Terawattstunden (TWh). Auch der Gasverbrauch legte zu und kletterte um 5,4 Prozent auf 5,95 TWh. Das geht aus aktuellen Daten der Regulierungsbehörde E-Control hervor. Gleichzeitig war die heimische Energieproduktion in beiden Bereichen rückläufig, was beim Strom zu einem Anstieg der Importe führte.

APA

EU kommt Italien bei Energiekosten teilweise entgegen

3. Juni 2026, Rom/Brüssel

Die Europäische Kommission will Italien bei der Finanzierung energiepolitischer Maßnahmen teilweise entgegenkommen. Nach einer Einigung mit dem italienischen Finanzministerium soll ein Teil der zusätzlichen Ausgaben, die im Rahmen der europäischen Verteidigungsregelungen von den Defizitvorgaben ausgenommen werden können, auch für den Energiesektor genutzt werden dürfen.

APA

Chinas Ölimporte per Schiff im Mai wohl auf Zehnjahrestief

2. Juni 2026, Peking/Singapur
Rohöl kommt auch mittels Schiffslieferungen nach China
 - Qingdao, APA/CN-STR

China greift angesichts drastisch sinkender Importe verstärkt auf seine strategischen Ölreserven zurück. Die Schiffslieferungen von Rohöl in die Volksrepublik dürften im Mai auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt fallen, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten von auf den Schiffsverkehr spezialisierten Analysefirmen hervorgeht.

APA/Reuters

Tesla verzeichnet kräftiges Verkaufsplus in Europa

2. Juni 2026, Paris
In mehreren Ländern zogen die Neuzulassungen kräftig an
 - Grünheide, dpa

Tesla verzeichnet in Europa deutlich steigende Verkaufszahlen. In gleich mehreren Ländern zogen die Neuzulassungen des US-Elektroautobauers im Mai kräftig an: In Frankreich stieg die Zahl der verkauften Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 655 Prozent auf 5.446, wie aus am Montag veröffentlichten Daten von Branchenverbänden hervorgeht.

APA/Reuters

Drill, baby, drill!

2. Juni 2026, Graz

Bis 2030 soll Erdwärme eine Terawattstunde zum heimischen Energiemix beitragen. Warum 140 Grad heißes Wasser aus 3.000 Metern Tiefe die sauberste Lösung sein könnte, aber nur Wien und Graz profitieren. Wettert Donald Trump gegen die Energiewende und die Regulierung der Ölindustrie, skandiert er gerne: „Drill, baby, drill!“. Ein Joint Venture aus OMV und Wien Energie […]

Profil

Warnung vor Spritmangel im Sommer

2. Juni 2026, Washington

Wird die Straße von Hormuz nicht geöffnet, drohen Risiken für die Treibstoffsicherhheit. Der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank und die Internationale Energieagentur (IEA) haben vor einem Treibstoffmangel im Sommer gewarnt. Derzeit würden die „weltweiten Ölvorräte in beispiellosem Tempo abgebaut, um den massiven Ausfall von Lieferungen durch die Straße von Hormuz auszugleichen“, erklärten die Organisationen am […]

Die Presse

Russland verhängt Kerosin-Exportverbot bis Ende November

1. Juni 2026, Moskau/Charkiw (Charkow)
Ausfuhr von Benzin jetzt schon eingeschränkt
 - Moscow, APA/AFP

Die russische Regierung hat ein Exportverbot für Kerosin bis zum 30. November 2026 verhängt. Ziel sei es, die Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten, teilte das Regime von Machthaber Wladimir Putin am Montag mit. Die Ukraine hatte zuletzt mit gezielten und effektiven Drohnenangriffen auf russische Raffinerien und Öllager die Treibstoffproduktion unter Druck gebracht. In der Ukraine gab indes bei erneuten russischen Angriffen rund ein Dutzend Verletzte.

APA/dpa/Reuters

Nach deutlichem Rückgang am Freitag
 - Heide, APA/dpa

Ölpreise ziehen zu Wochenbeginn wieder an

1. Juni 2026, Wien

Die Ölpreise haben zum Wochenstart wieder zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte 2,73 Prozent auf 94,40 US-Dollar zu. Am Freitag hatten die Notierungen noch deutlich nachgegeben, als Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Runde gemacht hatten. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli stieg um 3,73 Prozent auf 91,15 Dollar.

APA/dpa-AFX

Diesel günstiger als im April, aber teurer als im Februar
 - Lübeck, APA/dpa

VCÖ: Treibstoffe Ende Mai günstiger als noch zu Monatsbeginn

1. Juni 2026, Wien

Die Lage an den heimischen Zapfsäulen hat sich trotz des nach wie vor ungelösten Iran-Konflikts weiter entspannt. Diesel war im Mai günstiger als im April, Benzin zwar etwas teurer, aber beide Treibstoffe waren Ende Mai billiger als noch am Monatsanfang, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Montag auf Basis von Daten des Spritpreisrechners der E-Control mitteilte. Ein Liter Diesel kostete am Sonntag im Mittel 1,787 Euro, Super-Benzin 1,694.

APA

Ohne erneuerbare Gase keine Energiewende

1. Juni 2026

Energiesystem. Warum Biomethan ins Netz gehört. Die Energiewende wird mit dem Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und erneuerbarem Strom in Verbindung gebracht. Für ein stabiles, leistbares und krisenfestes Energiesystem benötigt Österreich jedoch zusätzlich erneuerbare Gase. Denn Energie muss nicht nur nachhaltig erzeugt, sondern auch effizient transportiert, gespeichert und jederzeit verfügbar gemacht werden können und genau das […]

Kurier

Autobauer geben in Deutschland weniger Rabatt für E-Autos

1. Juni 2026, Bochum/Frankfurt
Preisabstand zwischen E-Autos und Verbrennern steigt wieder
 - München, APA/dpa

Die Autobauer haben im Mai auf dem deutschen Markt die eigenen Preisnachlässe für Elektroautos zurückgefahren. Der monatliche Neuwagen-Marktbericht des privaten Center Automotive Research (CAR) sieht das als direkte Folge der staatlichen Förderung, die seit Mai rückwirkend für Anmeldungen im laufenden Jahr gezahlt wird.

APA/dpa-AFX