EU fördert Cleantech-Projekte mit 3,4 Milliarden Euro

19. Oktober 2026, Brüssel

Die EU-Kommission will 77 innovative Projekte zur Dekarbonisierung mit 3,4 Milliarden Euro und 135 Klima- und Umweltprojekte mit 390 Millionen Euro fördern, wie sie am Montag in Brüssel bekannt gab. Gelder erhalten Initiativen zu erneuerbaren Energien und innovativer Energiespeicherung, Cleantech-Fertigung oder klimaneutraler Mobilität. Auch Projekte aus Österreich sind dabei, etwa die emissionsfreie Zementproduktion und Kohlendioxid-Speicherung des Kirchdorfer Zementwerks.

APA

Deutschland will Wasserstoff mit Milliarden-Paket fördern

19. Oktober 2026, Berlin
Auch die Infrustruktur soll ausgebaut werden
 - Milzau, APA/dpa

Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will den schleppenden Aufbau des Wasserstoffmarktes in Deutschland mit einer Milliardenförderung und neuen Anreizen voranbringen. Das Ministerium stellte dazu am Montag in Berlin ein Paket mit zehn Maßnahmen vor. Kernstück ist eine Förderung von mindestens 1,5 Milliarden Euro für Industrieunternehmen, die ihre Produktion auf Wasserstoff umstellen.

APA/Reuters

Gaspreis auf höchsten Stand seit Ende 2022 gestiegen

19. Oktober 2026, Amsterdam/Brüssel
Einspeicher-Bemühungen sorgen für hohe Nachfrage
 - Wolfersberg, APA/dpa

Der Preis für europäisches Erdgas hat den Höhenflug fortgesetzt und ein weiteres Mehrjahreshoch erreicht. Der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat stieg am Montag an der Börse in Amsterdam auf 89,57 Euro je Megawattstunde (MWh). Das waren etwa zwei Prozent mehr als am Freitag und der höchste Stand seit Ende 2022. Zuletzt hat der Gaspreis mehrfach mehrjährige Höchststände erreicht.

APA/dpa-AFX

Dänischer AKW-Hersteller zieht in die Schweiz

19. Oktober 2026, Zug

Der dänische Atomreaktor-Entwickler Copenhagen Atomics wird offenbar in der Schweiz aktiv. Die Firma will in einigen Jahren mit der seriellen Produktion von relativ kleinen Atomreaktoren beginnen. Das auf neuartige Atomreaktoren spezialisierte Unternehmen plant eine Sitzverlegung von Kopenhagen nach Zug, wie die "Sonntagszeitung" am Sonntag berichtete. Erste konkrete Schritte für den Wechsel in die Schweiz sind bereits sichtbar.

APA/sda

China plant Exportkontrollen für Solartechnik

19. Oktober 2026, Peking

China will zwölf Schlüsseltechnologien zur Herstellung von Solaranlagen auf die Liste für Ausfuhrkontrollen zu setzen. Begründet wird dies mit Bedenken wegen der nationalen Sicherheit. Das Handelsministerium in Peking schlug vor, die Photovoltaik-Technologien . Eine stärkere Aufsicht sei notwendig, da Solartechnologien zunehmend in sensiblen Bereichen wie der Luft- und Raumfahrt sowie der Landesverteidigung eingesetzt würden, hieß es in einer Erklärung.

APA/ag

Top Artikel der Woche

Wie der neue Stromtarif funktioniert

13. Oktober 2026

Gleichzeitig das E-Auto zu laden und die Wärmepumpe in Betrieb zu haben, wird teurer. Für Winterstrom soll es einen Rabatt geben. Wie man Kosten sparen kann. Es ist nicht weniger als die „größte Tarifreform der letzten 20 Jahre“, sagte E-Control-Vorstand Michael Strebl bei der Präsentation der – Achtung Wortungetüm – Systemnutzungsentgelte-Grundsatzverordnung (SNE-G-V) am Montag. Denn […]

Der Standard

Hoher Dieselpreis treibt Lkw-Protest in Süditalien an

16. Oktober 2026, Rom

Im süditalienischen Kalabrien hat am Freitag ein Protest der Lkw-Transportunternehmen gegen die hohen Kraftstoffpreise begonnen. Die von der regionalen Logistikvereinigung Fedralog ausgerufenen Protestaktionen sollen bis zum 20. Oktober andauern. Die Lastwagen wurden am Straßenrand aufgestellt, ohne die Verkehrswege vollständig zu blockieren. Die Protestaktion wird von den Ordnungskräften überwacht. Dennoch kommt es aufgrund verengter Fahrbahnen zu Verkehrsbehinderungen.

APA

Reform der Stromnetztarife ab 1. Jänner 2027 in Kraft

12. Oktober 2026, Wien

Die E-Control hat am Montag die neue Grundsatzverordnung für die Stromnetztarife erlassen, die ab 1. Jänner 2027 gelten sollen. Spätestens ab Mitte 2028 müssen alle Netzbetreiber auf das neue Tarifsystem umstellen. Die für Haushalte und kleine Gewerbekunden wichtigste Änderung betrifft die Einführung eines Leistungspreises, der es teurer macht, große Stromverbraucher wie E-Autos mit voller Leistung zu laden. Die Netzausbaukosten sollen so um 300 Mio. Euro jährlich sinken.

APA

OMV schmelzen die Öl- und Gasreserven weg

13. Oktober 2026, Wien

Österreichs größter Öl- und Gaskonzern verdient kräftig, doch die gesicherten Reserven sanken zuletzt viel rascher als im Rest der Branche. Die neue Chefin Emma Delaney soll das Ruder herumreißen. Sechs Wochen ist die neue OMV-Chefin Emma Delaney nun schon in Wien. Und die gebürtige Irin hat keinen schlechten Moment erwischt, um die Führung des größten […]

Die Presse

Verbrenner-Aus: Berlin und Paris einigen sich auf Lockerung

16. Oktober 2026, Brüssel/Berlin/Paris
CO2-Reduktionsziel für Neuwagen soll von 100 auf 90 Prozent sinken
 - Dresden, APA/dpa

Frankreich und Deutschland haben sich auf eine Aufweichung des Verbrenner-Aus ab 2035 verständigt. Das gaben beide Regierungen am Freitag bekannt. Zugleich wollen sie die Anforderungen für den Anteil in Europa produzierter Autobauteile erhöhen. Nach dem von Deutschlands Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ausgehandelten Plan soll das CO2-Reduktionsziel für Neuwagen von bisher 100 auf 90 Prozent sinken, ohne weitere Ausgleichsmaßnahmen.

APA/Reuters

Volle Ladung Sonne

16. Oktober 2026

Erste Unternehmen bestücken ihre Lastwagen mit robusten Solarmodulen. Von der fahrenden PV könnten nicht nur die Firmen profitieren, sondern die gesamte Volkswirtschaft, sagen Forschende. Der Gedanke klingt verlockend: Wenn immer mehr Hausdächer mit Photovoltaik (PV) ausgestattet sind, könnten auch Solarzellen auf einem Elektroauto ein bisschen Strom erzeugen und einen weiter fahren lassen. Das Unternehmen Sono […]

Der Standard

Macht die E-Control Strom teurer, als er sein muss?

16. Oktober 2026, Wien

Energie. Die Kritik an den jüngsten Entscheidungen der E-Control nimmt zu. Die Behörde verhindere einen Batterie-Boom, der Energie billiger machen könnte, warnt die Branche und fordert Anpassungen. Die jüngste Goldgräberstimmung in Österreich währte nur kurz. Ein paar Monate lang hofften Investoren, dass das Land sein Versprechen einlösen und Batteriespeicher von den Netzkosten befreien würde, damit […]

Die Presse

EU streckt die Waffen vor der Energiekrise

16. Oktober 2026, Brüssel

Europäischer Rat. Die EU-Chefs können angesichts der globalen Treibstoffknappheit nur feststellen, dass sie wenig bis keinen politischen und fiskalischen Spielraum haben. Eine Zahl geisterte am Donnerstag während des Europäischen Ratstreffens in Brüssel durch die Tagungsräume: 20.000. So viele Arbeitsplätze gingen europaweit jeden Monat in der Industrie verloren, sagte ein europäischer Diplomat eines Nettozahlerlandes im Gespräch […]

Die Presse

Verbund nahm Flusskraftwerk Laufnitzdorf wieder ans Netz
 - Wien, APA/THEMENBILD

Verbund revitalisierte um 65 Mio. Euro Mur-Laufkraftwerk

16. Oktober 2026, Frohnleiten

Die Verbund AG hat am Freitag das revitalisierte Flusskraftwerk Laufnitzdorf nördlich von Frohnleiten wieder ans Netz genommen. In das im Jahr 1931 nach zwei Jahren Bauzeit errichtete Laufkraftwerk - das erste in der Steiermark mit Kaplan-Turbine - investierte man rund 65 Mio. Euro. Mit den neuen Maschinensätzen kann Laufnitzdorf mit 24,3 Megawatt (zuvor: rund 18) den Jahresstrombedarf von 40.000 Haushalten decken und ist damit das stärkste Wasserkraftwerk an der Mur.

APA

Fossile CO2-Emissionen in Österreich 2024 gesunken

16. Oktober 2026, Wien
Reduktion von 4,3 Prozent gegenüber 2023
 - Martigues, APA/AFP/MIGUEL MEDINA

Ein geringerer Dieselverbrauch, milde Witterung und schwächere Industrieproduktion sind laut "Luftemissionsrechnung 2024" der Statistik Austria die Gründe dafür, dass die CO2-Emissionen aus fossilen Quellen von in Österreich ansässigen Unternehmen, Institutionen und Privathaushalten im 2024 um 4,3 Prozent im Vergleich zum Jahr davor gesunken sind. Das entspricht einem Rückgang auf 40,97 Millionen Tonnen CO2 2024 nach 42,83 Millionen Tonnen im Jahr davor.

APA

Verbrenner-Aus: Deutschland und Frankreich für Aufweichung

16. Oktober 2026, Brüssel/Berlin/Paris
CO2-Reduktionsziel für Neuwagen soll von 100 auf 90 Prozent sinken
 - Dresden, APA/dpa

Frankreich und Deutschland nähern sich einer Einigung bei der Zukunft des Verbrennungsmotors, die eine Aufweichung des für 2035 geplanten faktischen Verbots für Neuwagen bedeuten würde. Nach dem deutsch-französischen Plan, über den allerdings etwa in der schwarz-roten Koalition in Deutschland noch eine Einigung erreicht werden muss, würde das CO2-Reduktionsziel für Neuwagen von bisher 100 auf 90 Prozent sinken, ohne dass weitere Ausgleichsmaßnahmen erforderlich wären.

APA/Reuters/dpa

Spritpreise stabil – Diesel 2,158 Euro, Super 1,849 Euro

16. Oktober 2026, Wien
Pkw mit Dieselmotoren haben sich zuletzt eher schleppend verkauft
 - Burladingen, APA/dpa

Die Spritpreise haben sich in den vergangenen Tagen weitgehend stabil entwickelt. Am gestrigen Donnerstag lag der Durchschnittspreis für Diesel bei 2,158 Euro je Liter, Super wurde um 1,849 Euro je Liter verkauft. Am Montag dieser Woche wurden für Diesel 2,162 Euro und für Super 1,865 Euro verrechnet. Ein Blick zurück vor zwei Wochen (Montag, 5. Oktober) zeigt etwas mehr Bewegung: 2,138 Euro für Diesel, 1,837 Euro für Superbenzin.

APA

Energiepreiskrise: EU-Gipfel will neue Instrumente

16. Oktober 2026, Brüssel
Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel
 - Brussels, APA/AFP/Ludovic MARIN

Angesichts der Energiepreiskrise wollen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union neue Instrumente zur Senkung der Kosten. In einer gemeinsamen Erklärung im Rahmen eines Treffens in Brüssel bitten sie die Europäische Kommission, entsprechende Maßnahmen zu erarbeiten und vorzulegen. Die derzeitige Lage erfordere dringend eine koordinierte europäische Reaktion mit gezielten und befristeten Maßnahmen.

APA/dpa

CO2-Reduktionsziel für Neuwagen soll von 100 auf 90 Prozent sinken
 - Dresden, APA/dpa

Deutschland und Frankreich vor Einigung bei Verbrenner-Aus

16. Oktober 2026, Brüssel

Frankreich und Deutschland nähern sich einer Einigung bei der Zukunft des Verbrennungsmotors, die eine Aufweichung des für 2035 geplanten faktischen Verbots für Neuwagen bedeuten würde. Nach dem deutsch-französischen Plan, über den allerdings etwa in der schwarz-roten Koalition in Deutschland noch eine Einigung erreicht werden muss, würde das CO2-Reduktionsziel für Neuwagen von bisher 100 auf 90 Prozent sinken, ohne dass weitere Ausgleichsmaßnahmen erforderlich wären.

APA/Reuters/dpa

Anlage von Nordex
 - Leipzig, APA/dpa

Nordex erhöht Ebitda-Jahresprognose nach starkem Quartal

16. Oktober 2026, Hamburg

Der Windkraftanlagenbauer Nordex sieht nach einem überraschend gut verlaufenen Quartal positiver auf das Gesamtjahr. Die Ebitda-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) 2026 werde nun bei 11,5 bis 12,5 Prozent erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Zuvor war Nordex von 8 bis 11 Prozent ausgegangen. Alle anderen Bestandteile der Prognose bleiben unverändert, so erwartet das Unternehmen weiter einen Jahresumsatz von 8,2 bis 9,0 Mrd. Euro.

APA/dpa-AFX

Vorrang für Freigabe von Diesel
 - Karlsruhe, APA/dpa

IEA will Ölreserven schneller freigeben

16. Oktober 2026, Paris

Mit Blick auf die hohen Treibstoffpreise will die Internationale Energieagentur (IEA) Ölnotreserven wie von den G7-Staaten gefordert beschleunigt freigeben. Die im März als Reaktion auf den Iran-Krieg beschlossene Freigabe von Ölreserven soll nun beschleunigt und so bald wie möglich abgeschlossen werden. Angesichts der angespannten Lage auf den Dieselmärkten solle der Freigabe von Diesel Vorrang eingeräumt werden, teilte die IEA nach einer Verwaltungsratssitzung in Paris mit.

APA/dpa

Bank Austria: Konjunkturstimmung hellte sich leicht auf

15. Oktober 2026, Wien
Trotz hoher Energiepreise aufgrund der Lage in Nahost
 - Wien, APA

Der leichte konjunkturelle Aufwärtstrend in Österreich hat sich im September fortgesetzt. Trotz Gegenwinds durch hohe Sprit- und Energiepreise aufgrund der Lage in Nahost verbesserte sich der Bank-Austria-Konjunkturindikator auf minus 0,5 Punkte, den höchsten Wert seit Beginn des US-Angriffs auf den Iran, schreibt das Geldhaus am Donnerstag in einer Aussendung. In allen Wirtschaftsbereichen sei die Stimmung aktuell besser als nach Beginn der Spannungen.

APA