Angekündigtes Netzkosten-Plus sorgt für Wirbel in Kärnten

2. November 2026, Klagenfurt
Um knapp zehn Prozent sollen die Netzentgelte in Kärnten steigen
 - Tulln, APA/THEMENBILD

Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat angesichts einer angekündigten Erhöhung der Netzgebühren in Kärnten um knapp zehn Prozent ab 2027 die Spitzen des Energieversorgers Kelag und dessen Tochter Kärnten Netz GmbH zu einem "Klärungsgespräch" geladen. In einer Aussendung am Montag bezeichnet Fellner die Erhöhung als "völlig unverständlich und schlichtweg nicht nachzuvollziehen". Die Landesregierung fordert die Einführung eines bundesweit einheitlichen Netztarifs.

APA

Raffinerieboom lässt bei OMV Milliarden sprudeln

2. November 2026

Der teilstaatliche Ölkonzern OMV verdient kräftig, vor allem mit dem Raffineriegeschäft: Die Marge für ein Fass hat sich mehr als verdreifacht. Die SPÖ hält eine Margenbegrenzung für „sinnvoll“. Für die OMV läuft das Geschäft rund. Der teilstaatliche Energiekonzern hat im dritten Quartal dank hoher Erdölpreise und außergewöhnlich starker Raffineriemargen kräftig verdient: Das um Sondereffekte bereinigte […]

Der Standard

Deutschland dürfte Gasspeicherziel verfehlen

2. November 2026, Berlin

Trotz der absehbaren Verfehlung der gesetzlichen Füllstandsvorgaben für die Gasspeicher sieht die Bundesnetzagentur derzeit keinen Anlass für zusätzliche Eingriffe. Die Gasversorgung sei stabil und die Versorgungssicherheit gewährleistet. Die Gefahr einer angespannten Gasversorgung schätze die Behörde weiterhin als gering ein. (APA)

Der Standard

Fällt die Sondersteuer für Stromerzeuger?

2. November 2026

VwGH ficht Energiekrisenbeitrag an Für die Regierung und die laufende Budgetsanierung sind es keine guten Nachrichten: Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) ficht die Sondersteuer für Stromerzeuger beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) an. Der Republik könnte damit eine wichtige Einnahmequelle wegbrechen. In den vergangenen Jahren hat die Steuer mehrere Hundert Millionen Euro in die Staatskassen gespült, bis 2029 wird damit […]

Der Standard

Ölpreise fallen stark, Brent bei 109 Dollar

2. November 2026, Wien

Die Ölpreise sind am Montag deutlich zurück gekommen. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung kostete am Terminmarkt zuletzt 108,54 Dollar und damit 4,3 Prozent weniger als am Freitag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember fiel 4,1 Prozent auf 99,68 Dollar je Fass. Auch der europäische Gaspreis kam stark zurück, nachdem er am Freitag noch ein Mehrjahreshoch über 102 Euro je Megawattstunde erreicht hatte.

APA/dpa-AFX

Top Artikel der Woche

US-Benzinpreise unter Trump höher als unter Vorgänger Biden

27. Oktober 2026, Houston (Texas)

Autofahrer in den USA zahlen in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Durchschnitt mehr für Benzin und Diesel als unter seinem demokratischen Vorgänger Joe Biden. Dem US-Automobilclub AAA zufolge lag der Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin seit Trumps Amtsantritt vor knapp zwei Jahren bei 3,472 Dollar (etwa 0,82 Euro pro Liter). Damit übertrifft er den Durchschnittswert von 3,471 Dollar während Bidens Präsidentschaft knapp.

APA/Reuters

Hochspannungs-Spezialist Trench für 9 Mrd. Dollar verkauft

28. Oktober 2026, Cambridge (Massachusetts)

Der Berliner Hochspannungs-Spezialist Trench Group wird für 8,4 Mrd. Euro (9 Mrd. Dollar) in die USA verkauft. Der Energietechnik-Konzern GE Vernova übernimmt Trench vom Finanzinvestor Triton, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten. Triton winkt damit ein Milliardengewinn: Vor drei Jahren hatte die Beteiligungsgesellschaft Trench von Siemens Energy erworben - in Medienberichten war der Kaufpreis mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag beziffert worden.

APA/ag

Europäischer Gaspreis steigt auf 100 Euro

30. Oktober 2026, Amsterdam

Durch längere Vertragslaufzeiten kommen Marktpreise verspätet in Haushalten an. Der europäische Preis für Erdgas hat am Mittwoch den Höhenflug der vergangenen Wochen fortgesetzt. Am Mittwoch stieg der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam erstmals wieder leicht über 100 Euro je Megawattstunde. Das ist der höchste Preis seit Ende […]

Die Presse

Netzentgelte für Strom sinken 2027 im Großteil Österreichs

30. Oktober 2026, Wien

Haushaltskunden zahlen ab nächstem Jahr im Durchschnitt für das Stromnetz weniger, geht aus dem Entwurf der E-Control für die neuen Netzentgelte hervor. Wird die Netzgebühr wie bisher nach Arbeitspreis und Leistungspauschale berechnet, liegt die Ersparnis im Schnitt bei 3,6 Prozent. Mit dem Leistungspreis, der bis spätestens Mitte 2028 die Pauschale ersetzt, sinken die Netzkosten für einen Durchschnittshaushalt um 5,7 Prozent, wie die E-Control am Donnerstag vorrechnete.

APA

Iran stellt erneut Öffnung der Hormuz-Straße in Aussicht

2. November 2026, Riad/Washington
Der Vorschlag seitens des Iran kommt nicht zum ersten Mal
 - Tehran, APA/AFP/ATTA KENARE

Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran die Öffnung der Seestraße von Hormuz binnen zwei Tagen in Aussicht gestellt, falls die USA den iranischen Bedingungen zustimmen. Über Vermittler sei Washington mitgeteilt worden, dass es möglich wäre, "die Sicherheit in der Straße von Hormuz wiederherzustellen und den Verhandlungsprozess innerhalb kurzer Zeit wieder aufzunehmen", sagte Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei am Montag.

APA/dpa/Reuters/AFP

Ölpreise fallen nach Bericht über Iran-Diplomatie

2. November 2026, New York/London
Trump will sich laut Bericht im Iran-Krieg vorerst zurückhalten
 - Salina, APA/AFP/Brendan SMIALOWSKI

Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt deutlich gesunken. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im Jänner 110 US-Dollar (98,46 Euro) und damit rund drei Prozent weniger als am Freitag (116,40 US-Dollar). Grund dafür ist ein Medienbericht über die diplomatischen Bemühungen von US-Präsident Donald Trump im Konflikt mit dem Iran, die Sorgen vor einer baldigen Wiederaufnahme amerikanischer Militärangriffe dämpften.

APA/dpa-AFX

Deutschland weist Vorwurf der Gas-Preistreiberei zurück

30. Oktober 2026, Berlin
Ministerium: Gas-Mehreinkäufe wegen Speicherpflichten
 - Salzburg, APA/THEMENBILD

Das deutsche Wirtschaftsministerium hat den Vorwurf aus Italien zurückgewiesen, Deutschland treibe mit zusätzlichen Gaseinkäufen die europäischen Gaspreise in die Höhe. "Den Vorwurf, die Beschaffung und Einspeicherung von Erdgas durch Sefe würde den europäischen Gaspreis in die Höhe treiben, weisen wir entschieden zurück", erklärte eine Sprecherin am Freitag.

APA/Reuters

Kälteres Wetter ließ im Vorjahr Energieverbrauch steigen

30. Oktober 2026, Wien
Private Haushalte als Haupttreiber des Anstiegs
 - Berlin, APA/dpa

Der Energieverbrauch in Österreich ist im Vorjahr gegenüber 2024 um 2 Prozent auf 1.062 Petajoule (PJ) gestiegen. Haupttreiber waren die privaten Haushalte: Aufgrund des höheren Einsatzes von Heizenergieträgern infolge der kälteren Witterung erhöhte sich ihr Energieeinsatz um rund 8 Prozent auf 310 PJ, wie die Statistik Austria am Freitag mitteilte. Der produzierende Bereich trug wegen des niedrigen Produktionsniveaus hingegen kaum zum Anstieg bei.

APA

BP verdient im dritten Quartal deutlich mehr

30. Oktober 2026, London
Analystenerwartungen wurden übertroffen
 - Wien, APA/THEMENBILD

Die hohen Ölpreise und stark gestiegene Raffineriemargen haben dem britischen Ölkonzern BP im dritten Quartal einen Gewinnsprung beschert. In den drei Monaten bis Ende September schnellte der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn von 2,21 auf knapp 8,5 Mrd. US-Dollar (knapp 7,6 Mrd. Euro), wie der britische Ölkonzern am Freitag in London mitteilte. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet.

APA/dpa-AFX

Ölpreise steigen – Sorge vor US-Militärschlag im Iran wächst

30. Oktober 2026, New York/London
Brent-Preis steigt auf 116,4 US-Dollar
 - Khor Fakkan, APA/AFP

Die Ölpreise sind am Freitag angesichts wachsender Sorgen über einen möglichen erneuten Militärschlag der USA im Iran gestiegen. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent 116,43 US-Dollar (104,4 Euro) und damit 1,35 Prozent mehr als am Vortag.

APA/dpa-AFX

Konzern profitierte von hohen Öl- und Gaspreisen
 - Schwechat, APA/THEMENBILD

OMV-Chefin: Starkes Ergebnis in gutem Marktumfeld

29. Oktober 2026, Wien

Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat im 3. Quartal von den hohen Öl- und Gaspreisen sowie gestiegenen Raffineriemargen am Weltmarkt profitiert. Das um Lagereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Sondereffekten (CCS) stieg um 68 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, gab der teilstaatliche Konzern am Donnerstag bekannt. Die neue OMV-Chefin Emma Delaney spricht im APA-Interview von einem "starken Ergebnis in einem unterstützenden Marktumfeld".

APA

Linde hat Gewinnprognose weiter erhöht
 - Pullach, APA/dpa

Industriegase-Konzerne profitieren vom KI-Boom

29. Oktober 2026, Dublin/Paris

Die weltgrößten Industriegasehersteller Linde und Air Liquide profitieren vom KI-Boom. Beide übertrafen im dritten Quartal die Erwartungen von Analysten, weil die Nachfrage nach Gasen für die Produktion von Hochleistungs-Chips für künstliche Intelligenz (KI) kräftig steigt. Beim amerikanisch-deutschen Marktführer Linde erhöhte sich der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) in den Sommermonaten um 9 Prozent auf 4,59 Dollar (4,12 Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

APA/Reuters

Euro-Symbol in der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB)
 - Frankfurt/M

EZB hält an Leitzins von 2,50 Prozent fest

29. Oktober 2026, Frankfurt

Trotz hartnäckig hoher Inflation legt die Europäische Zentralbank (EZB) eine Pause beim Leitzins ein. Die Notenbanker um EZB-Chefin Christine Lagarde beließen den zum Steuern der Geldpolitik maßgeblichen Einlagensatz am Donnerstag bei 2,50 Prozent. Ökonomen hatten dies im Durchschnitt erwartet. Die EZB hat auf ihrer jüngsten Sitzung auch über die Möglichkeit einer Zinserhöhung gesprochen, so Lagarde nach dem Treffen der Währungshüter vor versammelter Presse in Frankfurt.

APA/dpa-AFX/Reuters

Öl- und Gaspreise geben wieder nach

29. Oktober 2026, Wien
Berichte über neue diplomatische Initiative am Golf
 - Carson, APA/GETTY IMAGES

Die Öl- und Gaspreise sind am Donnerstag gefallen. Neue diplomatische Bemühungen im Nahen Osten nähren die Hoffnung, dass eine Wiederaufnahme der US-Angriffe auf den Iran verhindert werden kann. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete zuletzt 114,35 US-Dollar. Das waren 0,84 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember fiel um 1,18 Prozent auf 101,57 Dollar.

APA/dpa-AFX