EU genehmigt österreichische Beihilfen für Strompreise

5. Mai 2026, Brüssel
Österreich darf energieintensive Betriebe unterstützen
 - Wien, APA/THEMENBILD

Österreich darf energieintensiven Unternehmen Förderungen für höhere Strompreise auszahlen, die diese wegen Emissionskosten im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems (ETS) haben. Die Europäische Kommission hat im Rahmen der EU-Beihilfevorschriften entsprechende österreichische und spanische Regelungen am Dienstag in Brüssel genehmigt. Ziel ist es, Unternehmensverlagerungen in Länder außerhalb der EU mit weniger ambitionierter Klimapolitik zu verringern.

APA

EU-Kommissar: „Schwerste Energiekrise aller Zeiten“

5. Mai 2026, Brüssel
Jørgensen: EU bereitet sich auf mögliche Versorgungsengpässe vor
 - Brussels, APA/AFP

Die Welt ist nach Einschätzung des Energiekommissars der Europäischen Union, Dan Jørgensen, mit der "wohl schwersten Energiekrise aller Zeiten" konfrontiert. "Seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bereits über 30 Mrd. Euro mehr für Importe fossiler Brennstoffe ausgegeben - ohne dafür zusätzliche Lieferungen zu erhalten", sagte er am Dienstag in Brüssel. 

APA/dpa

Europas Solarindustrie begrüßt Förderstopp für Huawei

5. Mai 2026, Wien/Shenzhen
Huawei sieht "Herkunftsdiskriminierung"
 - Tützpatz, APA/dpa

Der Förderstopp der EU für Wechselrichter aus China lässt die europäische Solarindustrie auf mehr Geschäft hoffen. Hersteller aus Europa wie die deutsche SMA könnten die Produktion hochfahren, um den Bedarf zu decken, ohne dass die Preise stark steigen. Der Grund dafür ist, dass viele Hersteller nach dem Photovoltaik-Boom ohnehin Überkapazitäten haben. Der österreichische Produzent Fronius profitiert vom Förderstopp nicht, weil dieser nur große Freiflächen-Anlagen betrifft.

APA

Norwegischer Staatsfonds bleibt hinter Klimazielen zurück

5. Mai 2026, Oslo
Aktivisten sehen Rückzug aus aktivem Engagement
 - Stuttgart, APA/dpa

Trotz erklärter Ambition, die Klimaerwärmung zu bekämpfen, zieht sich Norwegens Staatsfonds aus seinem aktiven Engagement bei Unternehmen, in die er auch in Hinblick darauf investiert ist, zurück, hat eine Umwelt-NGO in einem Bericht am Dienstag kritisiert. Die Verwalterin des Fonds, die Norges Bank Investment Management (NBIM), habe in nur drei Fällen das Management von Öl- und Gasförderern missbilligt, so die NGO Framtiden i Vaare Hender (Zukunft in unseren Händen).

APA

Ölkonzerne geben deutschen Tankrabatt nur teilweise weiter

5. Mai 2026, Berlin/München
Kritik an Maßnahme
 - Wien, APA/FLORIAN WIESER

Der seit 1. Mai geltende Tankrabatt der deutschen Regierung kommt einer Studie zufolge nicht vollständig an den Zapfsäulen an. Bei Diesel haben die Tankstellen in den ersten drei Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich vier Cent weitergegeben, wie es in der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Münchner Ifo-Instituts heißt. Beim Superbenzin waren es demnach durchschnittlich zwölf von 17 Cent.

APA/Reuters

Top Artikel der Woche

EU-Kommission stoppt Förderung für China-Wechselrichter

4. Mai 2026, Brüssel

Die Europäische Kommission hat wegen Sicherheitsbedenken die Förderung für alle Energieprojekte gestoppt, in denen Wechselrichter aus den Ländern China, Russland, Iran und Nordkorea verbaut werden. Das Förderverbot ist nach Angaben von Kommissionsbeamten vom Montag bereits seit Anfang April in Kraft und gilt für neue Projekte sofort, für bereits fortgeschrittene Projekte besteht eine Übergangsfrist.

APA/ag

Biogasanlagen-Betreiber warten seit Jahren auf neues Gas-Gesetz

30. April 2026, Amstetten

Biogasanlagen stecken in der Bredouille. Mitte 2027 läuft die Ökostromförderung endgültig aus. Stattdessen soll dann Biomethan ins öffentliche Netz eingespeist werden, was hohe Investitionen erfordert. Dafür wollen die Betreiber eine Abnahmegarantie – die dafür notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen hat die Politik aber nicht beschlossen. Die Einspeisepflicht betrifft laut Erneuerbarem-Ausbau-Gesetz alle Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung höher […]

NÖN Niederösterreichische Nachrichten

Russland erwartet nach OPEC-Aus der VAE sinkende Ölpreise

29. April 2026, Moskau

Der russische Finanzminister Anton Siluanow rechnet nach dem angekündigten Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der OPEC mit fallenden Ölpreisen. Die Entscheidung werde dazu führen, dass die Förderländer ihre Produktion ausweiten und damit die weltweiten Preise künftig drücken würden, sagte Siluanow am Mittwoch.

APA/Reuters

Tiwag bewirtschaftet niederösterreichische Windparks

29. April 2026, Innsbruck

Der landeseigene Tiroler Energieversorger begibt sich mit der Bewirtschaftung von niederösterreichischen Windparks auf neues Terrain. Vier Windparks der Windkraft Simonsfeld AG sollen laut einer getroffenen Vereinbarung ins Produktportfolio aufgenommen werden. Während die Tiwag über viel Erfahrung im Bereich der Wasserkraft verfüge, wolle man diese nun auch bei der Windkraft aufbauen, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung.

APA

Größte Windrad-Hersteller derzeit in China
 - Karstädt, APA/dpa

Nordex-Chef: Branche muss wegen Drucks aus China wachsen

5. Mai 2026, Hamburg

Der Chef des norddeutschen Windanlagenbauers Nordex, José Luis Blanco, sieht europäische Firmen wie Nordex wegen Chinas Marktdominanz unter Zugzwang zu Wachstum. Je größer Nordex sei, desto besser stünden die Chancen, gegen die größeren chinesischen Unternehmen zu bestehen, sagte Blanco in Hamburg. Blanco äußerte sich offen über Zukäufe und Zusammenschlüsse, nannte solche Überlegungen aber hypothetisch.

APA/dpa-AFX

Trockenheit bescherte illwerken heuer weniger Ertrag aus Wasserkraft
 - Bregenz, APA/THEMENBILD

illwerke vkw produzierten im Frühjahr weniger Strom

4. Mai 2026, Bregenz

Der Vorarlberger Energiekonzern illwerke vkw liegt bei der Stromerzeugung wegen der Trockenheit heuer bisher unter Plan. Die Eigenerzeugung im österreichischen Marktgebiet lag im Zeitraum Jänner bis April 2026 aufgrund der geringen Niederschläge rund 20 Prozent unter dem langjährigen Mittel, so das Unternehmen am Montag auf APA-Anfrage. Man verwies aber darauf, dass gerade im Vergleich zum Vorjahr die zuflussreicheren Monate im ersten Halbjahr erst noch kämen.

APA

ADNOC will schneller investieren
 - Abu Dhabi, APA/AFP

VAE: ADNOC beschleunigt nach OPEC-Austritt Investitionen

4. Mai 2026, Wien/Abu Dhabi

Der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der OPEC ermöglicht dem staatlichen Ölkonzern ADNOC eine deutlich schnellere globale Expansion, sagte ADNOC-Chef Sultan Ahmed Al Jaber am Montag laut einem Bloomberg-Bericht. Der Schritt bringe mehr Unabhängigkeit, um das bereits angekündigte 150 Mrd. Dollar (128 Mrd. Euro) schwere Investitionsprogramm voranzutreiben. ADNOC ist Kernaktionär der OMV und Partner beim Kunststoffproduzenten Borouge International.

APA

Umweltbundesamt: Leichter Anstieg bei Emissionen 2025

4. Mai 2026, Wien
Treibhausgase in Österreich gestiegen
 - Frankfurt (Oder), APA/dpa-Zentralbild

Die klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen (THG) sind im vergangenen Jahr in Österreich laut erster Abschätzung des Umweltbundesamts im Vergleich zu 2024 leicht um rund ein Prozent gestiegen. Das wäre eine Zunahme von circa 700.000 CO2-Äquivalenten, wie es am Montag in einer Aussendung hieß. Die vorläufigen Daten mit Stand Februar 2026 zeigen Treibhausgas-Emissionen in Höhe von rund 67,3 Millionen Tonnen.

APA

Siemens Energy investiert 155 Mio. Euro in Österreich

4. Mai 2026, Wien/Linz/Weiz
Das Unternehmen investiert in zwei Standorte in Österreich
 - Grobi?a, APA/AFP

Das deutsche Energietechnikunternehmen Siemens Energy will 155 Mio. Euro in den Ausbau seiner Aktivitäten in Österreich stecken. In der oberösterreichischen Hauptstadt Linz soll ein neues Servicewerk gebaut werden, während in Weiz in der Steiermark die Produktionskapazitäten ausgeweitet werden sollen. Insgesamt sollen dadurch 180 neue Arbeitsplätze entstehen, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag in einer Aussendung mit.

APA

Exxon Mobil verdient dank hoher Ölpreise mehr als erwartet

4. Mai 2026, Irving (Texas)

Der US-Ölkonzern Exxon Mobil hat im ersten Quartal dank der kriegsbedingt gestiegenen Ölpreise mehr verdient als erwartet. Die Preise und höhere Fördermengen in anderen Produktionsstätten halfen dem Konzern, Ausfälle durch den Krieg im Nahen Osten auszugleichen. Der bereinigte Nettogewinn je Aktie lag im ersten Quartal bei 1,16 US-Dollar, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Vor einem Jahr hatte er noch 1,76 Dollar verbucht.

APA/dpa-AFX

Chevron schlägt dank hoher Ölpreise Gewinnerwartungen

4. Mai 2026, Houston (Texas)/San Ramon (Kalifornien)

Der US-Ölkonzern Chevron hat dank der kriegsbedingt gestiegenen Öl- und Gaspreise zu Jahresbeginn mehr verdient als erwartet. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie lag im ersten Quartal bei 1,41 US-Dollar, wie der Konzern am Freitag in Houston mitteilte. Die Texaner übertrafen damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 90 US-Cent deutlich. Die Aktie zog im vorbörslichen US-Handel um zuletzt knapp ein Prozent an.

APA/dpa-AFX

iDM-Chef gegen Polit-„Zickzackkurs“

4. Mai 2026, Matrei in Osttirol

Der Wärmepumpenhersteller iDM mit Sitz in Matrei in Osttirol hat sich in den vergangenen Jahren besonders am heimischen Markt mit Absatzschwankungen auseinandersetzen müssen. Als Hauptgrund nannte Geschäftsführer Thomas Pletzer im APA-Interview "eine relativ instabile Fördersituation". Er forderte von der Politik "Planungssicherheit für seine Branche, ein Ende des 'Zickzackkurses' und weniger Bürokratie". Dank des deutschen Marktes gingen seine Umsätze 2025 wieder nach oben.

APA

Paris genehmigt Rückbau von AKW Fessenheim

4. Mai 2026, Paris

Die französische Regierung hat den Rückbau des stillgelegten Atomkraftwerks Fessenheim nahe der deutschen Grenze genehmigt. Der Erlass, der dem Stromkonzern EDF den Rückbau erlaubt, wurde im Amtsblatt veröffentlicht. EDF will zeitnah mit dem Rückbau beginnen, der in vier Etappen erfolgen soll. Die Vorarbeiten für den Rückbau sind nach Angaben des Konzerns weitestgehend abgeschlossen. Das Kraftwerk südlich von Freiburg war 2020 nach 42 Betriebsjahren stillgelegt worden.

APA/dpa

EU erlaubt mehr Staatshilfen für Industrie und Bauern

30. April 2026, Brüssel

Für energieintensive Produktionen dürfen Strompreise bis zu 70 Prozent subventioniert werden. Die EU lockert wegen der Energiekrise ihre strengen Regeln für staatliche Beihilfen für begrenzte Zeit und ermöglicht Mitgliedstaaten so Hilfsmaßnahmen für die energieintensive Industrie, Landwirtschaft und den Verkehrsbereich. Die Mitgliedstaaten könnten der energieintensiven Industrie vorübergehend höhere Vergünstigungen beim Strompreis geben und unter anderem Landwirte […]