Türkei baut Pipeline zur Gasversorgung Nordzyperns

10. Juli 2026, Ankara/Athen/Nikosia
Inbetriebnahme der 97 Kilometer langen Leitung 2028 geplant
 - Lozenets, APA/AFP

Die Türkei und Nordzypern haben eine Absichtserklärung zum Bau einer Unterwasser-Erdgaspipeline unterzeichnet. Türkische Regierungsvertreter hoffen, dass dieses Projekt die Energiesicherheit des Gebiets stärken wird. Die geplante Pipeline soll sich über eine Länge von 97 Kilometern unter dem Mittelmeer erstrecken und nach Angaben des türkischen Staatssenders "TRT" im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden.

APA/dpa

Bürgerinitiativen fordern Aus für 380-kV-Netzausbau

10. Juli 2026, Klagenfurt/Lienz
Schäden für Landwirtschaft, Umwelt und Anrainer befürchtet
 - Bremen, APA/dpa

Vertreter eines Zusammenschlusses von 16 Bürgerinitiativen haben am Freitag in Klagenfurt vor Journalisten das Aus für den von Austrian Power Grid (APG) und Kärnten Netz GmbH geplanten 380-kV-Netzausbau in Kärnten gefordert. Das milliardenteure Bauvorhaben sei nicht notwendig, verschandle die Landschaft und bedeute für die Anrainer einen massiven Wertverlust ihrer Immobilien, so der Tenor.

APA

Deutsche Länderkammer macht Weg für Gaskraftwerke frei

10. Juli 2026, Berlin
Am Netz bis Ende 2031
 - Wien, APA/ROLAND SCHLAGER

In Deutschland sollen in den nächsten fünf Jahren zahlreiche neue Gaskraftwerke gebaut werden. Nach dem Bundestag machte auch der Bundesrat - die Kammer der Bundesländer - am Freitag den Weg dafür frei.

APA/dpa

Ölpreise geben weiter nach

10. Juli 2026, Wien
Trotz der militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran
 - Unknown, APA/US Central Command (CENTCOM)

Die Ölpreise haben am Freitagvormittag weiter nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August büßte im frühen Handel zuletzt 0,41 Prozent auf 75,59 US-Dollar ein. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 0,54 Prozent auf 71,45 Dollar. Trotz der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran im Streit um die Straße von Hormuz gehen die Bemühungen um eine Beilegung der Feindseligkeiten weiter.

APA/dpa-AFX

IEA senkt Russlands Ölförder-Prognose

10. Juli 2026, Paris
Vereinigten Arabischen Emirate im Juni mit Rekord-Rohölförderung
 - Paris, APA/AFP

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat ihre Prognose für Russlands Ölförderung wegen der ukrainischen Angriffe auf die Energie-Infrastruktur gesenkt. "Anhaltende Angriffe auf Raffinerien, Lager und Transportinfrastruktur untermauern einen schwächeren Produktionsausblick", teilt die IEA in ihrem Monatsbericht mit. Unterdessen gab die IEA bekannt, dass die Vereinigten Arabischen Emirate im Juni einen Rekord bei der Rohölförderung verzeichneten.

APA/Reuters/dpa-AFX

Top Artikel der Woche

Streit um doppelte Entgelte für Speicher

6. Juli 2026, Wien

Kritik an Verordnung der E-Control mit doppelten Entgelten für Stromspeicher. Wirtschaftsminister hofft auf Überarbeitung. Schmidt von der Speicherbranche (re.) kritisiert E-Control-Vorstand Michael StreblÖsterreich produziert an sonnigen Tagen enorm viel Solarstrom, muss aber in der Nacht teure Energie importieren. Um das zu glätten, können Batteriespeicher eine Lösung sein. Eine Stromrechnung kann das laut Bundesverband Energiespeicher um […]

Kronen Zeitung

Wie flexibel die OMV-Raffinerie Schwechat wirklich ist

9. Juli 2026, Wien

Anlässlich der Debatte über Treibstoffengpässe rückt die OMV-Raffinerie in Schwechat in den Fokus. Wie der Konzern auf globale Marktverwerfungen reagieren kann, hängt von der Herkunft des Rohöls, den Ölsorten, der technischen Ausstattung der Raffinerie und chemischen sowie physikalischen Grenzen ab - der Spielraum für die Anpassung der Ausbeute von Diesel hin zum lukrativeren Kerosin ist dabei sehr begrenzt und liegt im einstelligen Prozentbereich.

APA

RAG vergrößert Wasserstoff-Elektrolyseur in Oberösterreich

8. Juli 2026, Gampern/Wien

Das Gasspeicherunternehmen RAG Austria baut seine Wasserstoff-Elektrolyseanlage im oberösterreichischen Gampern aus. Gemeinsam mit dem Anlagenbauer Andritz erweitert das Unternehmen die Leistung der Anlage von 2,5 auf 15 Megawatt (MW). Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant. Die Anlage soll dann pro Jahr rund 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Vor Ort gibt es in ausgeförderten Gaslagerstätten bereits einen unterirdischen Wasserstoffspeicher.

APA

ETS: Mehr Gratiszertifikate und längere Laufzeit geplant

8. Juli 2026, Brüssel

Die EU-Kommission will Emissionen für Branchen des EU-Emissionshandelssystems (ETS) über die bisherige Frist 2039 hinaus verlängern, bis weit in die 2040er-Jahre hinein. Dies sagte ein EU-Kommissionsbeamter am Mittwoch in Brüssel. Zur ETS-Reform werde die EU-Kommission am Freitag kommende Woche (17. Juli) ihren lange erwarteten Vorschlag vorlegen. Die Industrie kann mit zusätzlichen milliardenschweren Gratiszertifikaten rechnen.

APA

Energieverbrauch für Kühlung hat sich verdoppelt

10. Juli 2026

Hitze. Der Anteil der Energieleistung für Kühlung ist in Zypern und Malta am höchsten; der höchste Verbrauch entfällt auf Italien, Spanien und Griechenland. Erneuerbare liefern fast die Hälfte am Strommix.Wien/Brüssel. Fallende Temperraturrekorde wie zuletzt während der Hitzewelle im Juni gehören in Europa mittlerweile zum Alltag – kein Wunder also, dass der Energieverbrauch für Klimaanlagen auf […]

Die Presse

Elektrolyseanlage wird erweitert

10. Juli 2026

AUSBAUPROJEKT Mit dem Spatenstich für die freifinanzierte zusätzliche 12,5 MW Wasser-Elektrolyse setzt die RAG Austria den nächsten Ausbauschritt des RAG Valley im oberösterreichischen Gampern. Hier wird erneuerbare Energie aus dem Sommer in Form von grünem Wasserstoff speicherbar gemacht, um ihn damit auch in Zeiten geringer erneuerbarer Stromerzeugung – insbesondere im Winter – jederzeit großvolumig verfügbar […]

Medianet

EU genehmigt Wasserstoff-Joint-Venture von EWE und Verbund

9. Juli 2026, Wien
Joint Venture für Produktion und Verkauf von grünem Wasserstoff
 - Wunsiedel, APA/dpa

Die EU-Kommission hat ein Joint Venture der deutschen "EWE Hydrogen" und der österreichischen Verbund Green Hydrogen genehmigt. Der Zusammenschluss betrifft in erster Linie die Produktion und den Verkauf von grünem Wasserstoff. Die EU-Kommission kam zu dem Schluss, dass der angemeldete Zusammenschluss keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwirft, wie die EU-Behörde am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

APA

ExxonMobil investiert eine Milliarde Dollar in Nigeria

9. Juli 2026, Abuja/Irving (Texas)

ExxonMobil und seine Partner investieren eine Milliarde Dollar (876,89 Mio. Euro) in das Usan-Infill-Projekt vor der Küste Nigerias. Die Förderung solle dadurch um 40.000 Barrel pro Tag steigen, teilte die nigerianische Aufsichtsbehörde NUPRC am Mittwoch mit. Der Geschäftsführer von ExxonMobil Nigeria, Jagir Baxi, bestätigte die Investitionszusage auf einer Ölkonferenz in der Hauptstadt Abuja.

APA/Reuters

OMV erwartet besseres Ergebnis in mehreren Bereichen

9. Juli 2026, Wien
Raffinerie-Auslastung gestiegen
 - Schwechat, APA/THEMENBILD

Der teilstaatliche Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat im abgelaufenen zweiten Quartal 2026 von deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen profitiert. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Trading Update hervorgeht, ist die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen leicht gestiegen. Der Konzern rechnet in fast allen Sparten mit einem höheren operativen Ergebnis als im Vorquartal. Die Quartalszahlen werden am 31. Juli veröffentlicht.

APA

Europäischer Erdgaspreis legt zu

8. Juli 2026, Amsterdam
Waffenruhe laut Trump vorbei
 - Ankara, APA/AFP/POOL

Ein mögliches Ende der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat den europäischen Erdgaspreis nach oben getrieben. An der Börse in Amsterdam zog am Mittwoch der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung im September auf zuletzt 49,27 Euro je Megawattstunde (MWh) an. Das waren 5,8 Prozent mehr als am Vortag.

APA/dpa-AFX

EnBW-Chef fordert Korrektur bei Windkraft-Ausbauzielen

8. Juli 2026, Karlsruhe
EnBW betreibt "Baltic II" in der Ostsee
 - Sassnitz, APA/dpa-Zentralbild

Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) fordert die deutsche Bundesregierung auf, ihre Ausbauziele für die Windkraft in Nord- und Ostsee zu überdenken. Vorstandschef Georg Stamatelopoulos sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wir müssen die Bezahlbarkeit im Auge behalten. Ein niedrigeres Ausbauziel wäre eine sinnvolle Korrektur nach 20 Jahren, kein Bremsen."

APA/dpa-AFX