Asiatische Länder reagieren auf hohe Ölpreise

2. April 2026, Tokio/Seoul/Jakarta
Japans Rückgang will mit Rücklagen Benzinpreise subventionieren
 - Tokyo, APA/AFP

Der Iran-Krieg trifft die asiatischen Länder besonders schwer. Sie beziehen überdurchschnittlich viel Öl und Erdgas aus dem Nahen Osten. Angesichts steigender Ölpreise infolge der Sperrung der Straße von Hormuz stützen Regierungen ihre Verbraucherinnen und Verbraucher und die Wirtschaft mit milliardenschweren Subventionen. Nachfolgend eine Übersicht über die Maßnahmen:

APA/Reuters

Tschechische Regierung geht gegen hohe Tankstellenpreise vor

2. April 2026, Prag
Marge für Diesel und Benzin wird auf 2,50 Kronen begrenzt
 - Prague, APA/AFP

Die tschechische Regierung will mit einer Deckelung der Händlermargen und einer niedrigeren Verbrauchssteuer den rasanten Anstieg der Kraftstoffpreise begrenzen. Dies kündigte Ministerpräsident Andrej Babiš am Donnerstag an. Die Regierung werde ab dem 8. April Preiskontrollen einführen, indem sie die Marge für Diesel und Benzin auf 2,50 Kronen begrenze, umgerechnet zehn Cent.

APA/Reuters

Ölpreise nach Trump-Rede deutlich gestiegen

2. April 2026, Washington
Preis der Sorte Brent stieg um über 6 Prozent auf 107,5 Dollar je Fass
 - Los Angeles, APA/GETTY IMAGES

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach der Rede von US-Präsident Donald Trump an die Nation stark gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni zog im frühen Handel um mehr als sechs Prozent auf 107,48 Dollar (92,62 Euro) an. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.

APA/dpa-AFX

Spritpreisbremse in Kraft – Regierung sieht keine Engpässe

2. April 2026, Wien
Wifo erwartet eine dämpfende Wirkung für die Inflation
 - Wien, APA

Mit dem heutigen Tag tritt die neue "Spritpreisbremse" in Kraft, die die Treibstoffpreise an den Zapfsäulen um zehn Cent pro Liter drücken soll. Während die Regierung die Versorgungssicherheit im Land als nicht gefährdet ansieht, prognostizieren Wirtschaftsforscher durch den Preiseingriff eine leicht dämpfende Wirkung auf die Teuerung.

APA

Stromversorger Kelag machte 2025 weniger Gewinn

2. April 2026, Wien/Klagenfurt
Rückgang um rund 20 Prozent auf 350 Mio

Der Kärntner Stromversorger Kelag hat 2025 einen Gewinn von 350 Millionen Euro erzielt, nach 438 Millionen im Jahr davor - ein Rückgang um rund 20 Prozent. Zugleich habe man 470 Mio. Euro in neue Anlagen, Instandhaltung, Netzinfrastruktur und erneuerbare Wärmeversorgung investiert, teilte das Unternehmen am Donnerstag per Aussendung mit. Auch heuer wolle man weitere 550 Mio. Euro investieren. Beim Gewinn rechnet die Konzernspitze unterdessen mit einem weiteren Rückgang.

APA

Top Artikel der Woche

Es gibt wenige Alternativen zur Straße von Hormus

27. März 2026, Wien

Die wichtigsten Öl- und Gasproduzenten der Welt sind durch den Iran-Krieg isoliert. Laut IEA kann nur ein Bruchteil der Produkte andere Wege nehmen. Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, spart derzeit nicht mit drastischen Aussagen. Die faktische Blockade der Meerenge, durch die normalerweise ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases (LNG, Liquefied […]

Salzburger Nachrichten

Wendepunkt für europäischen Solarmarkt

27. März 2026

Wie sich die Streichung der Export-Subventionen in China auf den heimischen Markt auswirkt. Mit 1. April 2026 streicht China zentrale Export-Subventionen für Photovoltaik-Produkte. Die bisherige Mehrwertsteuererstattung von 0 Prozent für PV-Produkte entfällt, bei Batteriespeichern wird die Rückerstattung schrittweise reduziert – von 9 Prozent auf 6 Prozent ab 2027, später vollständig auf null. „Was wie eine […]

Vorarlberger Nachrichten

Hoffnung für Europas Gaskrise: LNG aus Afrika

30. März 2026, Kapstadt

Europa kämpft erneut mit einem Engpass in Sachen Energieversorgung. Über die vergangenen Jahre haben EU-Mitgliedstaaten intensiv daran gearbeitet, sich von russischem Gas unabhängig zu machen. Viele haben auf Lieferungen aus den USA und Katar gesetzt. Jetzt zeigen neue geopolitische Spannungen, dass Europa nach wie vor anfällig für Lieferengpässe ist.

APA/dpa

EU mahnt Vorbereitungen gegen mögliche Öl-Engpässe an

31. März 2026, Brüssel

Die Europäische Kommission fordert die Mitgliedstaaten der EU auf, sich auf eine möglicherweise länger andauernde Störung des internationalen Energiehandels wegen des Iran-Kriegs vorzubereiten. Sie sollen rechtzeitig und koordiniert Vorkehrungen treffen, um die Versorgung mit Öl und raffinierten Erdölprodukten sicherzustellen, wie es in einer Mitteilung heißt. Die Versorgungssicherheit der EU sei weiterhin gewährleistet, teilte Energiekommissar Dan Jørgensen mit.

APA/dpa

EU schwächt Emissionshandel ab

1. April 2026

Die EU-Kommission gibt Forderungen der Industrie nach und modifiziert ihr wichtigstes Klimaschutzinstrument. Am Mittwoch will sie ihre Pläne vorstellen. Die EU-Kommission plant eine Reform des Europäischen Emissionshandels ETS, um die krisengeplagte Chemieindustrie zu entlasten. Die Unternehmen sollen für eine bestimmte Produktionsmenge ausreichend kostenlose Emissionszertifikate zugeteilt bekommen. Dafür werden die sogenannten Benchmarks im ETS gesenkt. Das […]

Handelsblatt

EU-Kommission schlägt Änderungen am EU-Emissionshandel vor

1. April 2026, Brüssel
Das EU-Emissionshandelssystem soll reformiert werden
 - Wien, APA/THEMENBILD

Die EU-Kommission hat am Mittwoch in Brüssel Änderungen am zuletzt immer mehr in die Kritik geratenen EU-Emissionshandelssystem (ETS) vorgeschlagen. Dieses reguliert die von der Industrie ausgestoßenen Emissionen mit CO2-Zertifikaten. Eine Änderung der sogenannten Marktstabilitätsreserve soll zu einem stabileren CO2-Preis und zu einer Eindämmung der steigenden Energiepreise beitragen. Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) tritt für Änderungen am ETS ein.

APA

Der Sozialtarif gilt für alle die vom ORF-Beitrag ausgenommen sind
 - Stuttgart, APA/dpa

Strom-Sozialtarif startet

1. April 2026, Wien

Heute, Mittwoch, startet der neue Sozialtarif für Strom. Kundinnen und Kunden, die berechtigt sind, erhalten jährlich ein Stromkontingent zu einem günstigeren Preis, konkret zahlen sie für die ersten 2.900 Kilowattstunden (kWh) nur 6 Cent netto - deutlich unter dem aktuellen Marktniveau. Der Sozialtarif wird von der ORF-Beitrags Service GmbH (OBS) abgewickelt und automatisch berücksichtigt. Gestützt wird nur der Strom selbst, Steuern, Abgaben und Netzkosten fallen weiter an.

APA

EU-Kommissar erwartet keine schnelle Energie-Normalität

31. März 2026, Brüssel

Der Energiekommissar der Europäischen Union, Dan Jørgensen, rechnet mit längeren Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Energiepreise. "Natürlich hoffen wir alle auf einen möglichst raschen Frieden, aber ich halte es für äußerst wichtig, so deutlich wie möglich zu sagen, dass wir selbst bei einem morgigen Friedensschluss in absehbarer Zukunft nicht zur Normalität zurückkehren werden", sagte der Däne in Brüssel nach einer Videoschalte der Energieminister der EU zum Iran-Krieg.

APA/dpa

Staat will bis zu 60 Prozent der Kosten in Höhe von 73 Mrd

EU prüft französische Staatshilfe für neue Atomreaktoren

31. März 2026, Brüssel

Die EU-Kommission hat ein Prüfverfahren für geplante französische Staatshilfen für sechs neue Atomreaktoren eingeleitet. Es sei "notwendig zu prüfen, ob die Maßnahme vollständig mit den EU-Vorschriften über staatliche Beihilfen im Einklang steht", erklärte die Kommission am Dienstag. Dabei geht es demnach unter anderem um die "Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit" der Subventionen sowie die Auswirkungen auf den Wettbewerb am Markt.

APA/AFP

Toyota plant Einstieg bei Brennstoffzellen-Firma Cellcentric

31. März 2026, Tokio/Kirchheim unter Teck
Unverbindliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit unterzeichnet
 - Detroit, APA/GETTY IMAGES

Toyota will bei dem Brennstoffzellen-Hersteller Cellcentric einsteigen. Cellcentric ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck und Volvo mit Sitz im schwäbischen Kirchheim unter Teck bei Stuttgart. Die Unternehmen hätten eine unverbindliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit unterzeichnet und beabsichtigten, künftig als gleichberechtigte Anteilseigner zusammenzuarbeiten, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung am Dienstag.

APA/dpa-AFX

Polen: Preisdeckelung für Treibstoff ist in Kraft

31. März 2026, Warschau

In Polen gelten seit Dienstag von der Regierung täglich festgelegte Preisobergrenzen für Benzin und Diesel. Zudem wurde die Mehrwert- und Energiesteuer gesenkt, um den Verbrauchern Erleichterung zu schaffen. Nach Angaben des Energieministeriums darf der Liter Normalbenzin am Dienstag nicht mehr als 6,16 Zloty (umgerechnet etwa 1,44 Euro) kosten. Für den Liter Super liegt die Preisobergrenze demnach bei 6,76 Zloty (etwa 1,58 Euro), für Diesel bei 7,60 Zloty (etwa 1,77 Euro).

APA/dpa

Spritpreis-Kluft für In- und Ausländer: Streit EU-Slowakei

30. März 2026, Bratislava/Brüssel

Die Slowakei widerspricht einer Aufforderung der EU-Kommission, ihre unterschiedlichen Spritpreise für In- und Ausländer an den Tankstellen wieder abzuschaffen. Das sagte Ministerpräsident Robert Fico in Bratislava. In einem Brief habe die Kommission seiner Regierung mit einem Vertragsverletzungsverfahren gedroht, weil die unterschiedlichen Preise im Widerspruch zu EU-Recht stünden, sagte der Linkspopulist.

APA/dpa/dpa-AFX

Sozialtarif für Strom entlastet ab April 290.000 Haushalte

30. März 2026, Wien
Ab April gibt es für einkommensschwache Haushalte günstigeren Strom
 - Leipzig, APA/dpa

Für zahlreiche Haushalte wird Strom ab Mittwoch billiger: Als Teil des Elektrizitätswirtschaftsgesetz wird mit 1. April der Sozialtarif von 6 Cent je Kilowattstunde netto eingeführt. Rund 290.000 Haushalte oder rund 600.000 Personen werden vom Sozialtarif profitieren, verwies das Wirtschaftsministerium am Sonntag auf die im Vorjahr beschlossene Regelung. Wobei der Sozialtarif nicht gesondert beantragt werden muss, sondern automatisch vom Versorger berücksichtigt wird.

APA

Weniger Bürokratie, mehr heimischer Strom

27. März 2026, Wien

Erneuerbare. Die Regierung räumt der Energiewende Vorrang ein und setzt den Ländern klare Ausbauziele. Der Bau neuer Solar- und Windkraftwerke, neuer Stromspeicher und Biogasanlagen soll in Österreich künftig einfacher und rascher vorangehen. Gelingen soll das mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz (EABG), auf das sich die Regierung am gestrigen Donnerstag geeinigt hat. Das Gesetz soll verbindliche Ausbauziele für […]

Die Presse