Wer bei Netzentgelten gewinnt und verliert

6. November 2026

Energie. Ab 2027 ändern sich die Stromnetzentgelte grundlegend. Haushalten mit Wärmepumpe oder E-Auto drohen Mehrkosten, die sich aber verhindern lassen. Langfristig soll die Reform allen etwas bringen. Vor einer Woche hat die E-Control den Entwurf für die im kommenden Jahr gültigen Stromnetzentgelte vorgelegt. 2027 ist ein besonderes Jahr, weil damit begonnen wird, eine komplett neue […]

Kurier

Gasspeicher: Die Regierung sagt nur die halbe Wahrheit

6. November 2026

Eigentümer. Nur rund die Hälfte des Gases gehört Österreich. Im Krisenfall Zugriff auf ausländische Lagerbestände möglich. „Österreich bei der Gasspeicherung ganz vorne mit dabei“, postete ÖVP-Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer unlängst. Mit 85,4 Prozent des Jahresverbrauches liege man deutlich über dem EU-Durchschnittswert von 22,9 Prozent. Und Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) jubelte in Hinblick auf den bevorstehenden Winter […]

Kurier

Energie Steiermark nahm Wasserstoffleitung in Betrieb

6. November 2026, Gabersdorf
Teil einer größeren Infrastruktur
 - Bad Hersfeld, APA (dpa/Themenbild)

Die Energie Steiermark setzte im südsteirischen Gabersdorf (Bezirk Leibnitz) am Freitag einen nach eigenen Angaben "Meilenstein für die Energiewende": Im Zuge der Netzeinspeisung von Wasserstoff und Biomethan wurde erstmals in Österreich eine bestehende Erdgasleitung auf den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff umgestellt und nach dem Gaswirtschaftsgesetz genehmigt. Erstmals werde real getestet, wie die bestehende Gasinfrastruktur für Wasserstoff genützt werden könne.

APA

Heizungstausch – Fördersystem unübersichtlich

6. November 2026, Wien
Immer wieder Förderstopps
 - Hamburg, APA/dpa

Die Fördermöglichkeiten für einen Heizungstausch in Österreich sind laut Rechnungshof unübersichtlich und sozial nicht treffsicher. Die Prüfer haben sich für ihren Bericht diverse Förderschienen des Bundes, der Länder Wien und Steiermark sowie mehrerer steirischer Gemeinden in den Jahren 2020 bis 2024 angeschaut. Durch das Beziehen mehrerer solcher Hilfen sei in einigen Fällen sogar eine Förderquote von über 100 Prozent der Investitionskosten möglich gewesen.

APA

E-Control-Chef Strebl: „Das Zauberwort heißt Flexibilität“

6. November 2026, Wien
E-Control-Vorstand Michael Strebl
 - Wien, APA/GEORG HOCHMUTH

Damit die Energiewende gelingt, sind neue gesetzliche und regulatorische Spielregeln notwendig, sagt E-Control-Vorstand Michael Strebl. So setzt der Energieregulator künftig auf flexible Tarife, um die Netzlast zeitlich zu verteilen und die Netzausbaukosten zu dämpfen. Die Elektrifizierung müsse deutlich an Fahrt gewinnen, sagte Strebl am Freitag in Wien. Seit 35 Jahren liege der Anteil des Stroms an der gesamten Energieversorgung unverändert bei 22 Prozent.

APA

Top Artikel der Woche

Raffinerieboom lässt bei OMV Milliarden sprudeln

2. November 2026

Der teilstaatliche Ölkonzern OMV verdient kräftig, vor allem mit dem Raffineriegeschäft: Die Marge für ein Fass hat sich mehr als verdreifacht. Die SPÖ hält eine Margenbegrenzung für „sinnvoll“. Für die OMV läuft das Geschäft rund. Der teilstaatliche Energiekonzern hat im dritten Quartal dank hoher Erdölpreise und außergewöhnlich starker Raffineriemargen kräftig verdient: Das um Sondereffekte bereinigte […]

Der Standard

Angekündigtes Netzkosten-Plus sorgt für Wirbel in Kärnten

2. November 2026, Klagenfurt

Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat angesichts einer angekündigten Erhöhung der Netzgebühren in Kärnten um knapp zehn Prozent ab 2027 die Spitzen des Energieversorgers Kelag und dessen Tochter Kärnten Netz GmbH zu einem "Klärungsgespräch" geladen. In einer Aussendung am Montag bezeichnet Fellner die Erhöhung als "völlig unverständlich und schlichtweg nicht nachzuvollziehen". Die Landesregierung fordert die Einführung eines bundesweit einheitlichen Netztarifs.

APA

Im Winter droht eine Preisexplosion beim Erdgas

3. November 2026

Deutschland hat deutlich weniger Gas eingespeichert als geplant, notfalls will man Flüssiggas zukaufen. Experten warnen, dass dies die Preise in ganz Europa anheizen könnte. Eigentlich sollten die Gasspeicher zu Beginn der Heizsaison zu zumindest 80 Prozent gefüllt sein. Das haben die 27 EU-Staaten 2022 vereinbart, als der russische Lieferengpass die Preise in die Höhe schnellen […]

Der Standard

Neue Stromnetzentgelte sind nicht immer billiger

3. November 2026

Laut E-Control sparen sich Haushalte im neuen Leistungssystem im Schnitt 24 Euro pro Jahr. Doch nicht überall wird es tatsächlich günstiger. Mit Jahreswechsel ändert sich für alle Haushalte etwas auf der Stromrechnung: Es gibt neue Netzentgelte. Sie machen neben dem tatsächlich verbrauchten Strom einen nicht unwesentlichen Teil der jährlichen Kosten aus. Im alten System setzte […]

Der Standard

EU-Länder für spätere Regulierung von Methan
 - Fos-sur-Mer, APA/AFP/CLEMENT MAHOUDEAU

EU-Länder für Verschiebung von Methan-Verordnung

6. November 2026, Brüssel

Angesichts der Energiepreiskrise sollen nach dem Willen Deutschlands und anderer EU-Länder bestimmte Klimaschutzregeln für importierte fossile Brennstoffe später als geplant greifen. Bei einem Treffen der Botschafter der Mitgliedstaaten in Brüssel stimmte eine Mehrheit dafür, dass Importeure von Öl, Gas und Kohle erst ab 2028 EU-Klimaschutzregeln für das Treibhausgas Methan befolgen müssen - ein Jahr später als bisher vorgesehen, teilte die irische Ratspräsidentschaft mit.

APA/dpa

Aktionäre an Wachstum beteiligen
 - Unterreit, APA/AFP

Uniper wirbt mit höherer Dividende um Anleger

6. November 2026, Düsseldorf

Der verstaatlichte deutsche Energiekonzern Uniper macht sich mit einer höheren Dividende hübsch für die geplante Reprivatisierung. Der Konzern wolle der Hauptversammlung 2027 für 2026 eine Dividende von 77 Cent je Aktie vorschlagen, teilte der größte deutsche Gaskonzern am Freitag mit. Das sei ein Plus von sieben Prozent gegenüber der für 2025 gezahlten Gewinnbeteiligung von 72 Cent je Aktie.

APA/Reuters

Europäischer TTF-Gaspreis fällt auf 87,8 Euro
 - Stuttgart, APA/AFP

Ölpreise geben nach, Brent bei 97,39 Dollar

6. November 2026, Wien

Die Ölpreise haben am Freitag nach einem kurzen Stabilisierungsversuch wieder nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Jänner kostete 97,39 US-Dollar und damit rund 1,9 Prozent weniger als am Vortag. Auch der europäische Gaspreis kam deutlich zurück, der Gas-Terminkontrakt TTF für Jänner hielt zuletzt bei 87,8 Euro je MWh und damit rund 2 Prozent unter dem Vortageswert.

APA/dpa-AFX

Großhandelspreise legten zweistellig zu

6. November 2026, Wien
Mineralölerzeugnisse wurden im Oktober teurer
 - St

Die heimischen Großhandelsprodukte haben sich im Oktober deutlich verteuert. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat lag bei 10 Prozent, wie aus vorläufigen Daten der Statistik Austria vom Freitag hervorgeht. Haupttreiber seien die Preise für Mineralölerzeugnisse gewesen. Gegenüber dem Vormonat September gab es einen leichten Preisrückgang von 0,2 Prozent.

APA

Warnung vor Wasserstress durch neue Mega-Rechenzentren

6. November 2026, Mountain View
Wasserbedarf im Volumen des Berliner Wannsees
 - Kronstorf, APA/THEMENBILD

Der durch den KI-Boom ausgelöste Ausbau von Rechenzentren droht nach Warnungen von Umweltschützern die regionale Wasserversorgung in Deutschland massiv zu belasten. Laut einer Kurzstudie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace verbrauchten die hiesigen Serverfarmen im Jahr 2025 rund 13 Milliarden Liter Wasser zur Kühlung.

APA/dpa

Wie der Iran-Krieg die Energiewende vorantreibt

5. November 2026, Linz

Beim Energietag waren die Preise für Gas und Strom das Hauptthema „Man müsste Donald Trump danken – er hatte für erneuerbare Energien eine größere Wirkung als jedes Fördersystem“, sagte Benedikt Ennser, Sektionsleiter Energie im Wirtschaftsministerium, beim Energietag am Mittwoch. Diesen richteten die OÖNachrichten gemeinsam mit der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ), der Energie AG […]

Oberösterreichische Nachrichten

Engie blickt mit Zuversicht auf den Rest des Jahres

5. November 2026, Paris
Das dritte Quartal ist etwas besser verlaufen als erwartet
 - Paris, APA/AFP

Der französische Energieversorger Engie blickt mit mehr Zuversicht auf den Rest des Jahres. Dank der starken Ergebnisse in den ersten neun Monaten werde nun das obere Ende der jeweiligen Prognosespannen erwartet, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Für den Gewinn aus dem wiederkehrenden Geschäft liegt diese bei 4,9 bis 5,5 Mrd. Euro. Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stehen 9,2 bis 10,2 Mrd. Euro im Plan, wobei die Franzosen hier ihr Atomgeschäft ausklammern.

APA/dpa-AFX

Intensive Preiskontrollen bei Tiroler Tankstellen

5. November 2026, Innsbruck
Tirol kontrolliert Preise an den Tankstellen
 - Wien, APA/THEMENBILD

Die Tiroler Bezirksverwaltungsbehörden haben in den vergangenen vier Wochen mehr als 400 Tankstellen bezüglich ihrer Preisgestaltung bei Diesel und Benzin überprüft. Das Vorgehen geht auf eine Initiative von Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) zurück, der einen von ihm so bezeichneten "Tiroler Sprit-Aufschlag" bekämpft - Tirol hat die höchsten Spritpreise Österreichs. Ein Strafverfahren sei eingeleitet worden, ein zweites befindet sich laut Landesregierung in Vorbereitung.

APA

Ölpreise sinken den vierten Tag in Folge

5. November 2026, Frankfurt
Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs nach US-Zwischenwahlen
 - Youngstown, APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Die Ölpreise sind den vierten Tag in Folge auf dem Rückzug. Anleger hatten nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen Hoffnung auf ein Ende des Kriegs zwischen den USA und dem Iran geschöpft. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee und US-Öl WTI fielen um je 0,5 Prozent. Brent notierte bei 94,19 Dollar (83,60 Euro) je Barrel (159 Liter), WTI bei 87,30 Dollar. Am Mittwoch hatte der Brent-Preis zeitweise rund zehn Prozent nachgegeben.

APA/Reuters

Wasserführung an den Verbund-Kraftwerken auf historischem Tiefstand
 - Wien, APA/THEMENBILD

Dürre und Strompreise bescherten Verbund Gewinneinbruch

5. November 2026, Wien

Die anhaltende Trockenheit und gesunkene Strompreise haben dem börsennotierten Energiekonzern Verbund in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres zugesetzt. Die Umsatzerlöse sanken um 5,4 Prozent auf 5,56 Mrd. Euro, das Konzernergebnis brach um 43,5 Prozent auf 684,8 Mio. Euro ein, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde angepasst, der Gewinn soll heuer nun bei 1,01 Mrd. Euro liegen.

APA

Der Gaspreis hat sich seit Jahresbeginn verdreifacht
 - Laatzen, APA/dpa

E-Control: Gas-Versorgung stabil, Preise beunruhigend

5. November 2026, Wien

Was die Versorgung mit Gas anbelangt, sind Österreich und Europa gut aufgestellt, die Preissituation ist derzeit allerdings beunruhigend. So lautet die Einschätzung von Alfons Haber, Vorstand der Regulierungsbehörde E-Control, im Gespräch mit der APA. Die Preise für Gas hätten sich seit Jahresbeginn etwa verdreifacht. Sie lagen zuletzt bei rund 100 Euro je Megawattstunde (MWh) und damit so hoch wie seit der Energiekrise 2022 nicht mehr.

APA

Operatives Ergebnis mehr als verdoppelt
 - Karstädt, APA/dpa

Starke Nachfrage beflügelt Nordex

5. November 2026, Hamburg

Der deutsche Windanlagenbauer Nordex hat nach einem starken dritten Quartal seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Das operative Ergebnis (EBITDA) habe sich im abgelaufenen Vierteljahr auf 278 Mio. Euro mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Konzerngewinn verdreifachte sich nahezu auf 147 Mio. Euro. "Das dritte Quartal war ein wichtiger Meilenstein für uns", erklärte Vorstandschef Jose Luis Blanco.

APA/Reuters

Wechselrate bei Strom- und Gasverträgen auf Rekordhoch

4. November 2026, Wien
Die Behörde rät zu Preisvergleichen
 - Salzburg, APA/THEMENBILD

In Österreich haben sich zwischen Jänner und September 326.732 Strom- und Gaskunden einen neuen Lieferanten gesucht. Das sind deutlich mehr als in der Vorjahresperiode (rund 300.000) und entspricht der höchsten Wechselrate seit 25 Jahren bzw. der höchsten Rate seit der Strommarkt-Liberalisierung, berichtete die Regulierungsbehörde E-Control am Mittwoch. Im Jahr 2001 war der Strommarkt geöffnet worden, seitdem gilt die freie Anbieterwahl.

APA