Hormuz-Blockade treibt weltweiten Kohleverbrauch an

10. September 2026, Paris/Hormuz
Weltweiter Verbrauch dürfte heuer auf Rekordwert steigen
 - Hohenhameln, APA/dpa

Die Blockade der Straße von Hormuz im Zuge des Iran-Kriegs treibt die weltweite Kohle-Nachfrage in die Höhe. Durch die Blockade komme es zu einem massiven Rückgang der Flüssiggas-Lieferungen, was die Preise stark steigen lasse, teilte die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris mit. Das habe Länder mit gasbefeuerten Kraftwerken und freien Kohlekraftwerkskapazitäten dazu veranlasst, verstärkt Strom aus Kohle zu erzeugen.

APA/dpa

Gaspreis bleibt nahe Dreieinhalb-Jahres-Hoch

10. September 2026, Frankfurt/Wien
Gasspeicher in Haidach zählt zu den größten Speichern in Mitteleuropa
 - Haidach, APA/THEMENBILD

Die Furcht vor Versorgungsengpässen im kommenden Winter hält die Gaspreise hoch. Der europäische Erdgas-Future notiert mit 80,29 Euro je Megawattstunde nur knapp unter seinem Dreieinhalb-Jahres-Hoch vom Mittwoch. Die europäischen Gasspeicher sind aktuell nur zu etwa 67 Prozent gefüllt. Im langjährigen Durchschnitt liegt die Quote zu diesem Zeitpunkt bei 84 Prozent. Neben den Kämpfen in Nahost treiben die Angriffe der Ukraine auf russische Erdgas-Anlagen die Preise.

APA/Reuters

Energiepreise belasten Börsen

10. September 2026

Die Pharma-Aktie Novartis erleidet Rekordabsturz. An den Aktienmärkten in Europa sind Anleger angesichts der gestiegenen Preise für Öl und Gas in Deckung gegangen. Der deutsche Leitindex Dax sowie der Euro-Stoxx-50 rutschten etwas ab. Auch an der Wiener Börse ging es leicht bergab. Der Brent-Ölpreis kletterte wieder in Richtung der 100-Dollar-Marke und befeuerte die Furcht vor […]

Die Presse

Dieselpreis vor dem letzten Ferienwochenende bei 2,168 Euro

10. September 2026, Wien
Die militärischen Konflikte im Nahen Osten verteuern den Sprit
 - Lutherstadt Eisleben, APA/dpa

Am kommenden Montag beginnt im Süden und Westen Österreichs das Schuljahr 2026/27. Im Zuge der militärischen Konflikte im Nahen Osten haben vor dem Urlauber-Rückreiseverkehr die Spritpreise noch einmal angezogen. Ein Liter Diesel kostete am Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt laut aktuellen Zahlen der E-Control 2,168 Euro, Superbenzin schlug sich mit 1,934 Euro/Liter zu Buche.

APA

Tiwag startete neues Kraftwerk in Osttirol

10. September 2026, Matrei

Drei Jahre nach Baubeginn nahm der Energie-Landesversorger Tiwag am Dienstag das neue Kraftwerk Tauernbach-Gruben offiziell in Betrieb. Mit einer jährlichen Erzeugung von 85 Mio. Kilowattstunden leiste das nunmehr zweitstärkste Kraftwerk in Osttirol einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit vor Ort und die geplante Energieautonomie Tirols, betonte Tiwag-Vorstandsdirektor Alexander Speckle. Zuletzt hatte die Tiwag 1988 mit […]

Tiroler Tageszeitung

Top Artikel der Woche

IEA-Ökonom: Ölpreise überraschend resilient gegen Irankrieg

8. September 2026, Wien/Paris

Die Ölpreise nähern sich aktuell wieder der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Dennoch seien vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar angesichts der Dauer der Krise höhere Ölpreise erwartbar gewesen. Ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren habe dazu geführt, dass die Ölpreise in den vergangenen Monaten nicht noch weiter gestiegen sind, sagte der Chef-Energieökonom der Internationalen Energieagentur (IEA), Tim Gould, am Montag.

APA

Hoffen auf Wasserstoff aus der Ukraine

9. September 2026, Wien

Algerien und Tunesien sollen Europa klimaschonende Alternativen zu Erdgas liefern. Weil das dauern kann, werden jetzt neue Projekte diskutiert. Ende September, Anfang Oktober wird Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer mit einer Wirtschaftsdelegation nach Algerien und Tunesien reisen. Der Hauptgrund, warum der Kontakt mit den beiden nordafrikanischen Ländern intensiviert wird, ist der Plan, von dort in großem Stil […]

Salzburger Nachrichten

Sonnige Höhen liefern mehr Strom

4. September 2026, Kühtai

Energie. Im Tiroler Skigebiet Kühtai wird auf 2.350 Meter Seehöhe eine Photovoltaik-Anlage installiert, die vor allem im Winter Strom für Bergbahnen erzeugt. Der Eingriff in die Natur ist minimal. Das Modell könnte Schule machen. Die rasant gestiegenen Strompreise durch den russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 haben ein Tiroler Skigebiet dazu gebracht, die […]

Kurier

Trockenheit: Strom-Erzeugung im Tief

4. September 2026, Wien

In Österreich ist der Bedarf an Strom im Juli gestiegen, zugleich ging der Gasverbrauch zurück. Das geht aus aktuellen Daten der Regulierungsbehörde E-Control vom Dienstag hervor. Extreme Trockenheit führte bei den heimischen Laufkraftwerken zu einem historischen Tiefstand bei der Stromerzeugung. Die gesamte inländische Stromproduktion sank im Juli im Vorjahresvergleich um 16,9 Prozent auf 5,63 Terawattstunden […]

Tiroler Tageszeitung

Umstieg auf E-Mobilität dämpft Chinas Öl-Nachfrage merklich

10. September 2026, Singapur
Anteil der E-Autos könnte in China bis 2030 auf 80 Prozent steigen
 - Hannover, APA/dpa

Der Vormarsch von Elektroautos in China wird den Ölverbrauch des Landes in den kommenden Jahren massiv dämpfen. Der Marktanteil von E-Autos dürfte bis 2030 auf 75 bis 80 Prozent steigen, sagte Fairy Wang, Vizepräsidentin des Forschungsinstituts des staatlichen Ölkonzerns Sinopec, am Donnerstag auf der Branchenkonferenz APPEC in Singapur.

APA/Reuters

Deutsche Inflation im August bei 2,9 Prozent

10. September 2026, Wiesbaden
Energie Preistreiber Nummer Eins
 - Hamburg, APA/dpa

Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise in die Höhe und verteuert das Leben in Deutschland. Im August lagen die Verbraucherpreise um 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt bestätigte. Einen stärkeren Anstieg gab es in Europas größter Volkswirtschaft zuletzt im Dezember 2023 mit damals 3,7 Prozent Inflation.

APA/dpa-AFX

Gegenseitige Angriffe
 - Unknown, APA/AFP/ANSARULLAH MEDIA CENTRE

Ölpreise stabil auf hohem Niveau

10. September 2026, New York/London

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel angesichts der unveränderten Lage am Persischen Golf ihre jüngsten Gewinne gehalten. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November kostete zuletzt rund 101 US-Dollar (86,68 Euro) und damit etwas weniger als am Vorabend. In der Spitze lag der Brentpreis am frühen Morgen bei 101,94 US-Dollar.

APA/dpa-AFX

Auch ein deutlicher Anstieg der LNG-Exporte erwartet
 - Kawasaki, APA/AFP

EIA erwartet Rekorde für Erdgasangebot und -nachfrage

9. September 2026, Washington

Das Angebot an und die Nachfrage nach Erdgas in den USA werden in den Jahren 2026 und 2027 voraussichtlich neue Rekordwerte erreichen. Die Gasförderung werde von einem Spitzenwert von 107,6 Milliarden Kubikfuß pro Tag im Jahr 2025 auf 111,7 Milliarden 2026 steigen, teilte die US-Energiebehörde EIA am Mittwoch in ihrer kurzfristigen Energieprognose mit. Für 2027 werde ein weiterer Anstieg auf 115,9 Milliarden Kubikfuß erwartet.

APA/Reuters

Erste Ausschreibung "deutlich überzeichnet"
 - Bonn, APA/dpa

Großes Interesse an deutscher Gaskraftwerk-Ausschreibung

9. September 2026, Bonn

An der ersten Ausschreibung in Deutschland für neue Backup-Kraftwerke gibt es großes Interesse. Die Bundesnetzagentur teilte mit, die Ausschreibung für "Langzeitkapazitäten" nach dem Gesetz zur Sicherung der Versorgungssicherheit und zur Bereitstellung neuer Kapazitäten sei "deutlich überzeichnet". Die Bundesnetzagentur beginne heute mit der Prüfung der Gebote. Sie prüfe insbesondere, ob die Bieter alle Teilnahmevoraussetzungen erfüllen und keine Ausschlussgründe vorliegen.

APA/dpa

Brent steigt über 100 US-Dollar, Gaspreis auf Mehrjahreshoch

9. September 2026, Wien

Die Ölpreise haben am Mittwoch angesichts neuer gegenseitiger Angriffe am Persischen Golf weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent kostete erstmals seit dem 24. Juli wieder mehr als 100 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der Referenzsorte zur Auslieferung im November stieg zuletzt um 2,63 Prozent auf 100,50 Dollar an.

APA/dpa-AFX

Google steckt 13 Mrd. Euro in KI-Infrastruktur in Finnland

9. September 2026, Mountain View/Helsinki
Investitionen unter anderem in Rechenzentren
 - Brussels, APA/AFP

Der Google-Mutterkonzern Alphabet will in den kommenden zwei Jahren mindestens 13 Mrd. Euro in die KI-Infrastruktur in Finnland investieren. Es handle sich um die größte Einzelinvestition des Unternehmens in Europa, teilte der US-Technologiekonzern am Mittwoch mit. Die Investitionen umfassen demnach Rechenzentren, Verbesserungen des Stromnetzes sowie Projekte für saubere Energie und Batterien. Diese sollen Dienste wie Gemini, die Google-Suche, Maps und YouTube unterstützen.

APA/Reuters

Mineralwolle-Recycling soll in Kärnten noch heuer starten

9. September 2026, Ferndorf
Knauf investiert 30 Mio

Wie geplant soll eine neue Recyclinganlage für Mineralwolle am Standort der Knauf Insulation in Ferndorf in Kärnten (Bezirk Villach-Land) mit Ende des Jahres in Betrieb gehen. 2027 tritt ein Deponieverbot für Mineralwolle in Österreich in Kraft, in der neuen Recyclinganlage sollen Glas- und Steinwolle zu sortenreinem Granulat verarbeitet werden, das dann in Werken der Knauf Gruppe, etwa im slowenischen Skofja Loka, als Ersatzrohstoff zum Einsatz kommt.

APA

Deutscher Kanzler Merz: Gasversorgung im Winter ist sicher

9. September 2026, Berlin
Merz warnt vor hektischen Gas-Kaufaktionen
 - Berlin, APA/dpa

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat betont, dass die Gasversorgung in Deutschland im Winter sicher sei. "Wir haben selbstverständlich den Füllstand bei Speichern im Blick", sagte Merz am Mittwoch im Bundestag in der Generaldebatte zum Haushalt 2027. "Gehen Sie davon aus, dass die Bundeswirtschaftsministerin in Absprache mit den Mitgliedern der Bundesregierung genau das Richtige tut, um die Gasversorgung im Winter sicherzustellen."

APA/Reuters

Angriffe im Nahen Osten treiben Preise für Öl und Gas

9. September 2026, Teheran/Washington
Die Straße von Hormuz wird vom Iran nach wie vor blockiert
 - Bandar Abbas, APA/AFP

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent ist am Mittwoch wieder über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Grund sind weitere, gegenseitige Angriffe von den USA und dem Iran rund um den wichtigen Öl-Transportweg durch die Straße von Hormuz. Der Preis für Erdgas stieg an der Börse in Amsterdam auf 78,50 Euro pro Megawattstunde (MWh) und liegt damit nur noch knapp unter der 80-Euro-Marke, so hoch wie nie seit Beginn des Iran-Kriegs. Nur 2022 war der Gaspreis noch höher.

APA/dpa