EU genehmigt ausgeweitete Stromhilfen für deutsche Industrie

8. Juli 2026, Berlin
Wirtschaftsministerin Reiche und Umweltminister Schneider zufrieden
 - Berlin, APA/dpa

Energieintensive Unternehmen in Deutschland erhalten rückwirkend für das Abrechnungsjahr 2025 zusätzliche Entlastungen bei den Stromkosten. Die EU-Kommission genehmigte eine Ausweitung der deutschen Strompreiskompensation, wie die deutsche Regierung am Mittwoch mitteilte. Damit können rund 20 weitere Branchen wie die organische Chemie und die Glasindustrie von den Hilfen profitieren, sodass nun 31 Sektoren unter die staatliche Beihilfe fallen.

APA/Reuters

RAG vergrößert Wasserstoff-Elektrolyseur in Oberösterreich

8. Juli 2026, Gampern/Wien
Elektrolyseur in Gampern wird von 2,5 auf 15 Megawatt vergrößert
 - Laage, APA/dpa

Das Gasspeicherunternehmen RAG Austria baut seine Wasserstoff-Elektrolyseanlage im oberösterreichischen Gampern aus. Gemeinsam mit dem Anlagenbauer Andritz erweitert das Unternehmen die Leistung der Anlage von 2,5 auf 15 Megawatt (MW). Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant. Die Anlage soll dann pro Jahr rund 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Vor Ort gibt es in ausgeförderten Gaslagerstätten bereits einen unterirdischen Wasserstoffspeicher.

APA

Brent-Ölpreis legt auf 78,50 US-Dollar

8. Juli 2026, Wien
Donald Trump will keine Einigung mehr mit dem Iran
 - In the air, APA/US SOUTHERN COMMAND

Die Ölpreise haben am Mittwoch nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg anfängliche Aufschläge noch deutlich ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August stieg auf 78,50 US-Dollar. Damit stieg der Preis der globalen Referenzsorte um 5,85 Prozent.

APA/dpa-AFX

Argentinien kündigt Bau von Kernkraftwerk an

8. Juli 2026, Buenos Aires
Milliardenschweres Bauprojekt soll neue Arbeitsplätze schaffen
 - Gorleben, APA/dpa

Argentinien kündigte am Mittwoch in einer Pressekonferenz den Bau eines neuen Atomkraftwerks in der Nähe der Hauptstadt Buenos Aires an. Der italienischen Agentur ANSA zufolge wird dieses Bauprojekt zur Gänze aus privaten Investitionen finanziert. Die geschätzten Kosten des Bauvorhabens betragen insgesamt rund 1,2 Milliarden US-Dollar.

APA

EnBW-Chef fordert Korrektur bei Windkraft-Ausbauzielen

8. Juli 2026, Karlsruhe
EnBW betreibt "Baltic II" in der Ostsee
 - Sassnitz, APA/dpa-Zentralbild

Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) fordert die deutsche Bundesregierung auf, ihre Ausbauziele für die Windkraft in Nord- und Ostsee zu überdenken. Vorstandschef Georg Stamatelopoulos sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wir müssen die Bezahlbarkeit im Auge behalten. Ein niedrigeres Ausbauziel wäre eine sinnvolle Korrektur nach 20 Jahren, kein Bremsen."

APA/dpa-AFX

Top Artikel der Woche

Viel Strom auf einmal kostet bald mehr

2. Juli 2026

Ab 2027 geltende Grundsatzverordnung der E-Control für Netzgebühren bringt auch niedrigere Stromkosten in Winternächten. Bisher zahlen Haushalte für die Nutzung des Stromnetzes und für den Stromverbrauch. Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) werden die Entgeltkomponenten ab 1. Jänner 2027 aber grundlegend neu gewichtet – erstmals wird die Leistung miteinbezogen. Das legte der Stromregulator E-Control in der […]

Kleine Zeitung

„Aufhören, Strom zu fördern, der nichts wert ist“

2. Juli 2026

Interview. Seit knapp 100 Tagen steht Michael Strebl an der Spitze der E-Control. Besitzer von PV-Anlagen stimmt er auf Veränderungen ein. Bei Batteriespeichern will der Regulator einen Wildwuchs wie bei Solar im Vorhinein verhindern. Die Presse: Laut einer aktuellen Umfrage ist den Österreichern ein niedriger Strompreis erstmals wichtiger als die Versorgungssicherheit. Wie kommen wir zu […]

Die Presse

Russland will wegen Engpass Kerosin aus Japan importieren

3. Juli 2026, Moskau/Chiba

Die ukrainischen Gegenangriffe auf die Energieinfrastruktur machen Russland immer mehr zu schaffen. Wegen Knappheiten soll Kerosin aus Japan importiert werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag laut Reuters. Demnach sollen mindestens 200.000 Barrel (je 159 Liter) Kerosin in der ersten Julihälfte im japanischen Chiba verladen und zunächst nach Südkorea verschifft werden. An dem komplexen Geschäft seien mehrere Händler beteiligt, hieß es.

APA/Reuters

Streit um doppelte Entgelte für Speicher

6. Juli 2026, Wien

Kritik an Verordnung der E-Control mit doppelten Entgelten für Stromspeicher. Wirtschaftsminister hofft auf Überarbeitung. Schmidt von der Speicherbranche (re.) kritisiert E-Control-Vorstand Michael StreblÖsterreich produziert an sonnigen Tagen enorm viel Solarstrom, muss aber in der Nacht teure Energie importieren. Um das zu glätten, können Batteriespeicher eine Lösung sein. Eine Stromrechnung kann das laut Bundesverband Energiespeicher um […]

Kronen Zeitung

Shell erwartet starkes Handelsgeschäft

7. Juli 2026, London
Britischer Ölkonzern rechnet im zweiten Quartal mit einem Schub
 - Hannover, APA/dpa

Ein boomendes Handelsgeschäft mit Flüssiggas dürfte Shell im zweiten Quartal einen Schub verleihen. Der britische Ölkonzern rechne in der Sparte mit einem "deutlich" besseren Ergebnis als im ersten Jahresviertel, teilte der Ölriese am Dienstag mit. Zudem hob der Vorstand seine Prognose für die Förderung leicht an. Erwartet würden nun zwischen 610.000 und 650.000 Fass Öläquivalent pro Tag (boed) nach zuvor 580.000 bis 640.000 boed.

APA/Reuters

Ölkonzern Adnoc kauft südafrikanisches Shell-Tankstellennetz

7. Juli 2026, Abu Dhabi
Für eine Milliarde Dollar
 - Abu Dhabi, APA/AFP

Der Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi greift nach dem südafrikanischen Tankstellen- und Vertriebsgeschäft von Shell. Über seine Tochter Adnoc Distribution übernimmt das Unternehmen die Sparte für 1 Mrd. Dollar (876 Mio. Euro), wie der OMV-Großaktionär am Dienstag mitteilte. Mit dem bisher größten Zukauf im Ausland wächst das Netz der Tochtergesellschaft um 55 Prozent auf rund 1.600 Stationen.

APA/Reuters

Kosten in Milliardenhöhe sollen Gasverbraucher tragen
 - Stuttgart, APA/dpa

Deutsche Regierung plant strategische Gasreserve

7. Juli 2026, Berlin

Deutschlands Bundesregierung will für Krisenfälle eine strategische Gasreserve aufbauen. Im deutschen Bundeswirtschaftsministerium wurde am Dienstag ein entsprechender Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt. Angestrebt werde ein Kabinettsbeschluss Mitte August, erfuhr Reuters von einem Insider. Die Reserve solle ausdrücklich nicht der saisonalen Winterversorgung dienen. Dies bleibe Aufgabe von Händlern, Lieferanten und Versorgern.

APA/Reuters

Proxima Fusion will Pilotkraftwerk in fünf Jahren vorstellen
 - München, Proxima Fusion

Kernfusion-Start-up erreicht Bewertung von 2,4 Mrd. Euro

7. Juli 2026, München

Das Münchner Kernfusion-Start-up Proxima Fusion hat bei einer Finanzierungsrunde 411 Mio. Euro eingeworben und dabei eine Bewertung von mehr als 2,4 Mrd. Euro erreicht. Damit sei man das bestfinanzierte Kernfusionsunternehmen Europas und zähle zu den höchstbewerteten Branchenvertretern weltweit, teilte Proxima am Dienstag mit.

APA/Reuters

Grüne und FPÖ stimmten zu, strategische Gasreserve bis 2029 verlängert
 - Haidach, APA/THEMENBILD

Verlängerung der strategischen Gasreserve beschlossen

6. Juli 2026, Wien

Die strategische Gasreserve, die von der Regierung 2022 angelegt wurde, wird um zwei weitere Jahre verlängert. Die entsprechende Verordnung erreichte am Montag im Hauptausschuss des Nationalrats die notwendige Zweidrittelmehrheit, sowohl die Grünen als auch die FPÖ stimmten dem Regierungsvorhaben zu. Die Gasreserve umfasst 20 Terawattstunden (TWh) und läuft damit bis zum 1. April 2029 weiter. Für die Maßnahme sind im Doppelbudget 2027/2028 insgesamt 240 Mio. Euro eingeplant.

APA

US-Abgeordnete an von der Leyen: Bei Methan Kurs halten

6. Juli 2026, Washington/Brüssel

Nachdem zwölf EU-Staaten, darunter Österreich, die EU-Kommission dazu gedrängt hatten, die Methan-Importvorschriften der EU auszusetzen, hat eine Gruppe US-amerikanischer Abgeordneter in einem Schreiben an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen diese aufgefordert, an der EU-Verordnung festzuhalten. Die US-Abgeordneten betonten, dass die "Beibehaltung" der Vorschriften sowohl für die Energiesicherheit der EU als auch für die globalen Klimaziele "unerlässlich" sei.

APA

Ölpreise bleibt derzeit stabil

6. Juli 2026, London

Die Ölpreise haben sich zu Wochenbeginn kaum vom Fleck bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Montagmorgen nach dem langen Feiertagswochenende in den USA zuletzt 72,01 US-Dollar, das waren 0,15 Prozent weniger als vor dem Wochenende. Am Freitag hatte es einen dünnen Handel gegeben aufgrund des Feiertags zur Unabhängigkeit in den USA am Samstag.

APA/dpa-AFX

LNG-Anteil bei deutschen Gasimporten weiter gestiegen

6. Juli 2026, Berlin
Deutschland verfügte vor dem Ukraine-Krieg über keine LNG-Terminals
 - Wilhelmshaven, APA/AFP/POOL

Trotz des Iran-Kriegs ist der Anteil des über die deutschen LNG-Terminals eingeführten Erdgases am Gesamtimport weiter gestiegen. Nach Zahlen der deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA) kamen im ersten Halbjahr rund 12 Prozent über die Terminals an Nord- und Ostsee. 2025 lag der Anteil früheren Angaben zufolge bei rund 10 und 2024 bei 8 Prozent. Die deutschen LNG-Terminals sind auch für Gasversorgung in Österreich relevant.

APA/dpa

Verlängerung der Gasreserve soll heute fixiert werden

6. Juli 2026, Wien
Österreichs Gasspeicher füllen sich nach dem Winter wieder
 - Haidach, APA/THEMENBILD

Die Verlängerung der staatlichen Gasreserve soll heute im Hauptausschuss des Nationalrats beschlossen werden. Die Regierung braucht dafür eine Zweidrittelmehrheit. Der zuständige Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) appellierte per Aussendung an die Oppositionsparteien FPÖ und Grüne, zuzustimmen. "Versorgungssicherheit ist eine staatspolitische Aufgabe über Parteigrenzen hinweg", betonte er. Die Verlängerung bis 2029 kostet 240 Mio. Euro.

APA

Deutliches Plus bei der Stromerzeugung durch Windkraft
 - Parchim, APA/dpa

Gas- und Stromverbrauch im Mai gesunken

6. Juli 2026, Wien

In Österreich ist der Gasverbrauch im vergangenen Mai deutlich gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat gab es mit 3,94 Terawattstunden (TWh) einen Rückgang von 8,7 Prozent. Der Stromverbrauch der Endkundinnen und Endkunden lag bei 5,16 TWh und war damit leicht rückläufig (minus 0,6 Prozent), geht aus aktuellen Daten der Regulierungsbehörde E-Control hervor. Gleichzeitig wurde bei der Stromproduktion von Laufkraftwerken ein kräftiger Rückgang verzeichnet.

APA

Verbund-Chef Strugl: "Die Freude ist groß"
 - Wien, APA/HELMUT FOHRINGER

Verbund erhält grünes Licht für Bau eines Pumpspeicherwerks

3. Juli 2026, Passau

Der Verbund ist bei den Plänen, in Bayern das Pumpspeicherwerk Riedl im Landkreis Passau zu errichten, einen wesentlichen Schritt weiter: Die Bauarbeiten für das Pumpspeicherwerk können trotz laufender Klagen beginnen. Das Landratsamt Passau hat nach eigenen Angaben die "sofortige Vollziehung des Planfeststellungsbeschlusses für Bau und Betrieb des Energiespeichers Riedl angeordnet" und damit einem Antrag der Verbund-Tochter Donaukraftwerk Jochenstein AG entsprochen.

APA/dpa

Liefermengen durch Straße von Hormuz steigen
 - Khor Fakkan, APA/AFP

Brent-Ölpreis legt leicht zu auf knapp 72 USD

3. Juli 2026, Wien

Die Ölpreise haben sich am Freitag etwas nach oben bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 71,96 US-Dollar. Der Preis der globalen Referenzsorte stieg damit um 0,5 Prozent. Der Preis der US-Ölsorte WTI stieg um 0,4 Prozent auf 68,74 Dollar. Im Tagesverlauf wird mit einem dünnen Handel gerechnet angesichts des Feiertags zur Unabhängigkeit in den USA.

APA/dpa-AFX

Energiepläne – Zehetner verteidigt Regierungsmaßnahmen

3. Juli 2026, Wien
Experte bemängelt Einsparziele als zu gering
 - Wien, APA/THEMENBILD

Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) hat die Pläne der Regierung zur Dämpfung der Stromnetzkosten gegen Kritik verteidigt, wonach die Pläne zu unkonkret und die geplanten Einsparungen von 4,1 Mrd. Euro bis 2040 zu gering seien. Im Ö1-"Morgenjournal" am Freitag nannte Zehetner die angestrebte Kostenreduktion um 8 Prozent eine "sehr anschauliche" Zahl. Zudem forderte sie die Bündelung von Energieagenden auf Bundesebene.

APA