Europäischer Gaspreis steigt den dritten Tag in Folge

2. September 2026, Amsterdam
Gaspreis in Europa auf höchstem Stand seit Beginn des Iran-Kriegs
 - Stuttgart, APA/AFP

Der Preis für europäisches Erdgas hat den Höhenflug am Mittwoch fortgesetzt und den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs erreicht. Die Notierung stieg den dritten Tag in Folge, da die Angriffe der USA und des Iran die Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der Energielieferungen über die Straße von Hormuz dämpfen. Der Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam kletterte um gut drei Prozent bis auf 74,43 Euro je Megawattstunde (MWh).

APA/dpa-AFX

EU genehmigt deutsche Milliarden-Förderung für Gaskraftwerke

2. September 2026, Brüssel/Berlin
Spätestens ab 2045 sollen die neuen Kraftwerke mit Wasserstoff laufen
 - Wien, APA/ROLAND SCHLAGER

Deutschland darf ab 2031 den Bau neuer Gaskraftwerke mit einem Milliardenpaket fördern. Die EU-Kommission gab grünes Licht für die geplante Unterstützung mit bis zu 35 Milliarden Euro. Bezahlt werden soll dies von allen Stromnutzern über eine neue Umlage ab 2031. Um wie viel der Strom deshalb dann teurer wird, ist offen.

APA/dpa

Verbund: Betonarbeiten für höhere Staumauer in Kaprun fertig

2. September 2026, Wien
Die Betonarbeiten fanden unter besonderen Bedingungen statt
 - Kaprun, APA/VERBUND/WIEDL

Der teilstaatliche Verbund, einer der größten Wasserkrafterzeuger Europas, hat die Betonierarbeiten der Sperrenblöcke zur Erhöhung der Staumauer der Limberg-Talsperre in Kaprun Ende August abgeschlossen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Mit der Erhöhung der 120 Meter hohen Limbergsperre um 8,70 Meter steigt der Nutzinhalt des Hochgebirgsstausees von derzeit 81,2 Millionen um 15,6 Prozent auf 93,9 Millionen Kubikmeter - und somit die Möglichkeit, Strom zu speichern.

APA

Treibhausgas-Emissionen 2025 um 0,7 Prozent gestiegen

2. September 2026, Wien
Höchstmenge für 2030er-Ziele überschritten
 - Wien, APA/THEMENBILD

Die Treibhausgas-Emissionen (THG) sind in Österreich 2025 laut Nahzeitprognose (NowCast) des Umweltbundesamts (UBA) um 0,7 Prozent gestiegen, was einem Anstieg von 0,5 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalenten entspricht. Nach den vorläufigen Daten wird damit ein Wert in der Höhe von 67,1 Mio. Tonnen erreicht. Was die 2030er-Ziele der EU betrifft, so wurde die für 2025 zulässige Höchstmenge gemäß Effort Sharing Regulation (ESR) von rund 40,7 Mio. Tonnen um rund 0,8 Mio. überschritten.

APA

BP macht aus Interimslösung Dauerposition

2. September 2026, London

Der britische BP-Konzern hat den bisher nur vorübergehend als Interims-Chef eingesetzten Lenker seines Verwaltungsrats nun dauerhaft bestellt. Ian Tyler solle ab sofort die Funktion des Verwaltungsratchefs übernehmen, teilte der Öl- und Gasmulti am Mittwoch mit. Vorangegangen sei eine intensive Suche, bei der sowohl interne als auch externe Kandidaten für den Posten in Augenschein genommen worden seien, hieß es vom Konzern weiter.

APA/dpa-AFX

Top Artikel der Woche

Warum Strom in Österreich so teuer ist

31. August 2026, Wien

Energie. In kaum einem EU-Staat ist Strom so teuer wie in Österreich, trotz des hohen Anteils an Erneuerbaren. Welche Reformen wären nötig? Der wirtschaftsliberale Thinktank Agenda Austria hat viereinhalb Lösungsansätze. Österreichs Strompreise zählen zu Europas höchsten. Und das, obwohl 90 Prozent des heimischen Stroms – mehr als in jedem anderen EU-Staat – aus erneuerbarer Energie […]

Kurier

Iran-Krieg kommt Österreich bei Öl und Gas teuer zu stehen

28. August 2026, Wien

Die Energiekosten der österreichischen Haushalte und Betriebe sind in den vergangenen sechs Monaten deutlich gestiegen. Seit Beginn des Iran-Krieges summierten sich die Mehrkosten durch Preissteigerungen bei Erdöl und Gas auf einen Milliardenbetrag, teilte die Österreichische Energieagentur am Freitag in einer Aussendung mit. Der Gaspreis verdoppelte sich in diesem Zeitraum, Rohöl (Brent) notiert um rund ein Drittel höher als vor dem Krieg.

APA

Smart Meter funken künftig öfter

31. August 2026, Wien

Die digitalen Stromzähler werden derzeit schrittweise auf Viertelstunden-Werte umgestellt. Die erste Generation muss bereits schrittweise ersetzt werden. Etwa 6,8 Millionen Stromzähler sind in Österreich installiert, 98 Prozent davon sind heute digitale Messgeräte, die nicht nur die verbrauchten Kilowattstunden zählen, sondern im Viertelstundentakt die Last messen. Bisher wurden die Tagesverbräuche ein Mal täglich – standardmäßig – […]

Salzburger Nachrichten

NÖ: Windpark Wullersdorf darf laut BVwG nicht gebaut werden

28. August 2026, Wullersdorf/Wien

Der Windpark Wullersdorf im niederösterreichischen Bezirk Hollabrunn darf laut einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) in der geplanten Form nicht gebaut werden. Eine der fünf vorgesehenen Anlagen hätte sich zu nahe an einem später entdeckten Horst eines streng geschützten Kaiseradlerpaares befunden, teilte das BVwG in einer Aussendung mit. Eine Projektänderung oder Teilgenehmigung der übrigen Anlagen war aus Sicht des Gerichts nicht möglich.

APA

Eine Verschärfung der Klimaziele scheint in der EU nicht zu kommen
 - Baruth, APA/dpa

Klage zu europäischen Klimazielen scheitert vor EU-Gericht

2. September 2026, Luxemburg/EU-weit/Brüssel

Eine Klimaklage von zwei Umweltorganisationen ist vor dem Gericht der Europäischen Union gescheitert. Es wies die Klage am Mittwoch in Luxemburg ab und gab damit der EU-Kommission Recht. Die Organisationen Climate Action Network Europe (CAN) und Global Legal Action Network (Glan) wollten erreichen, dass die EU ihre Klimaziele für 2030 verschärft. Vor der Klage riefen sie vergeblich die EU-Kommission dazu auf, nationale Klimaziele für die Mitgliedsländer bis 2030 zu erhöhen.

APA/AFP

EVN steigt in deutschen Markt für Schnellladeinfrastruktur ein
 - Maria Enzersdorf, APA/THEMENBILD

EVN übernimmt Schnellladegeschäft von deutscher BayWa

2. September 2026, Maria Enzersdorf/München

Der Energieversorger EVN steigt mit der Übernahme der BayWa Mobility Charging in den deutschen Markt für Schnellladeinfrastruktur ein. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte EVN am Mittwoch mit. Die übernommene Gesellschaft betreibt derzeit 30 Standorte mit 170 Schnellladepunkten in Deutschland, vor allem in Bayern. Bis 2027 soll das Netz auf 54 Standorte mit insgesamt 306 Ladepunkten wachsen.

APA/Reuters

KI als Konkurrent bei Strom

2. September 2026

Elektronik ist durch den Chiphunger der KI-Industrie teurer geworden. Doch Rechenzentren brauchen nicht nur Prozessoren, sondern auch Strom – und werden zu Rivalen für Private. Mit dem Bau-Boom bei Rechenzentren geht großer Stromhunger einher. Allein das neue Google-Rechenzentrum, das in Kronstorf (OÖ) gebaut wird, soll im Endausbau einen Jahresverbrauch von 4,4 Terawattstunden haben. In den […]

Kronen Zeitung

KI-Boom beflügelt europäische Energiewirtschaft

2. September 2026, Berlin
KI-Boom erhöht den Strombedarf drastisch
 - Rommerskirchen, APA/dpa

Künstliche Intelligenz (KI) könnte einer Studie zufolge zum bisher wichtigsten Wachstumstreiber für die europäische Energiewirtschaft werden. Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren erhöhe die Stromnachfrage erheblich und sorge für zusätzlichen Rückenwind beim Ausbau erneuerbarer Energien, hieß es am Mittwoch in einer Analyse des Kreditversicherers Allianz Trade gemeinsam mit Acredia.

APA/Reuters

Strombedarf im Juli gestiegen, Gasverbrauch gesunken

2. September 2026, Wien
Stromerzeugung stark gesunken
 - Kirchberg am Wagram, APA/THEMENBILD

In Österreich hat sich der Energieverbrauch im Juli uneinheitlich entwickelt. Während die Abgabe von Strom an Endkunden im Jahresabstand um 1,6 Prozent auf 5,3 Terawattstunden (TWh) stieg, ging der Gasverbrauch um 2,2 Prozent auf 3,2 TWh zurück. Das geht aus aktuellen Daten der Regulierungsbehörde E-Control vom Dienstag hervor. Extreme Trockenheit führte bei den heimischen Laufkraftwerken zudem zu einem historischen Tiefstand bei der Stromerzeugung.

APA

Nordsee-Sorte Brent seit Wochenbeginn etwa sieben Prozent teurer
 - Gänserndorf, APA/THEMENBILD

Ölpreise legten nach Angriffen im Nahen Osten weiter zu

2. September 2026, New York/London

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach erneuten gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 95,47 US-Dollar (82,37 Euro) gehandelt und damit fast ein Prozent höher als am Vortag. Zeitweise wurde im frühen Handel bei knapp über 97 Dollar der höchste Stand seit mehr als einem Monat erreicht.

APA/dpa-AFX

Beschuss von Öltankern und US-Luftangriffe treiben Preise
 - Bandar Abbas, APA/AFP

Ölpreise legen weiter zu

1. September 2026, London

Angesichts einer weiteren Zuspitzung der Lage im Nahen Osten haben die Ölpreise am Dienstag ihre Tagesgewinne deutlich ausgebaut. Sie knüpften damit an den starken Anstieg zum Wochenauftakt an. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 94,38 US-Dollar gehandelt. Das ist ein Plus von mehr als vier Prozent im Vergleich zum Vortag; damit wurde der höchste Stand seit gut einer Woche erreicht.

APA/dpa-AFX

Chevron will Aktivitäten ausweiten
 - Cabimas, APA/AFP

USA wollen in Venezuela Öl-Abkommen unterzeichnen

1. September 2026, Washington/Caracas

Die USA wollen in Venezuela in den kommenden Tagen eine Reihe von Öl-Abkommen unterzeichnen. Dafür reise US-Energieminister Chris Wright in das südamerikanische Land, teilte ein Regierungsvertreter am Dienstag in Washington mit. Präsident Donald Trump hatte am Freitag den "größten Öl-Deal der Weltgeschichte" mit Venezuela verkündet. Er soll den USA die Kontrolle über rund ein Fünftel der venezolanischen Ölreserven sichern.

APA/AFP/dpa

Ölpreise bauen Gewinne aus

1. September 2026, Wien
Tanker in der Straße von Hormuz beschossen
 - Bandar Abbas, APA/AFP

Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gestiegen. Im Tagesverlauf bauten die Notierungen die Kursgewinne aus dem frühen Handel aus und knüpften damit an den deutlichen Anstieg vom Wochenauftakt an. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 92,80 US-Dollar gehandelt. Das sind über zwei Prozent mehr als am Vortag und der höchste Stand seit einer Woche.

APA/dpa-AFX

Europäischer Gaspreis auf Hoch seit Beginn des Iran-Kriegs

1. September 2026, Brüssel
Der Knappheit von LNG bereitet besonder große Sorgen
 - Panama City, APA/AFP

Der Preis für europäisches Erdgas hat den Höhenflug wegen Sorgen im Iran-Krieg fortgesetzt und den höchsten Stand seit Beginn des Kriegs erreicht. Am Dienstag haben Meldungen über Angriffe auf Tankschiffe in der Straße von Hormuz die Notierung weiter nach oben getrieben. Der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam kletterte bis auf 71,70 Euro je Megawattstunde (MWh). Das sind fast drei Prozent mehr als am Vortag.

APA/dpa-AFX

Details zu Öl-Deal zwischen USA und Venezuela veröffentlicht

1. September 2026, Washington/Caracas
Experten bewerten die Vereinbarung skeptisch 
 - Taft, APA/AFP

Die US-Regierung hat Details zu ihrem geplanten Öl-Abkommen mit Venezuela veröffentlicht. Eine zentrale Rolle soll dabei das Unternehmen North American Blue Energy Partners (NABEP) übernehmen, wie aus einer Mitteilung des Weißen Hauses hervorgeht. Demnach räumt NABEP dem US-Verteidigungsministerium einen Anteil von 35 Prozent an seiner Muttergesellschaft ein.

APA/dpa

Solar überholt Kohle erstmals als größte Stromquelle Chinas

1. September 2026, Peking
Solarzellen säumen Landstriche in Teilen Chinas
 - Gänserndorf, APA/THEMENBILD

Solaranlagen haben in China erstmals Kohle als größte Stromquelle abgelöst. Wie die Energiebehörde des Landes am Dienstag mitteilte, waren Photovoltaikanlagen Stand Ende Juli mit 1.286 Gigawatt installierter Leistung die größte Stromerzeugungsart. Die installierte Leistung von Kohlekraftwerke lag demnach bei 1.285 Gigawatt. 

APA/dpa

Die Einsamkeit der Ladesäule

1. September 2026

Infolge der Aufweichung des Verbrennerverbots geriet der Hochlauf der Elektromobilität ins Stocken. Das trifft auch die öffentlichen Ladestationen, deren Anzahl 2025 verdoppelt wurde. Einige stehen nun scheinbar verwaist in der Landschaft. Der Zickzackkurs der Europäischen Union in der Transformation zur Elektromobilität hat enormen wirtschaftlichen Schaden verursacht, bei den Autoherstellern selbst, aber auch in der gesamten […]

Der Standard