Gazprom steigert Gewinn dank Finanzergebnis

30. April 2026, Moskau
Nettogewinn stieg 2025 7 % auf 1,3 Billionen Rubel (17,3 Mrd

Der russische Gasriese Gazprom hat im vergangenen Jahr trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs durch weggefallene Gas-Exporte nach Europa mehr verdient. Der Nettogewinn stieg 2025 um sieben Prozent auf 1,3 Billionen Rubel (17,3 Milliarden Dollar), wie das Unternehmen mitteilte. Grund dafür war ein stärkerer Rubel, der sich positiv auf die in Fremdwährungen gehaltenen Schulden auswirkte.

APA/Reuters

EU erlaubt mehr Staatshilfen für Industrie und Bauern

30. April 2026, Brüssel

Für energieintensive Produktionen dürfen Strompreise bis zu 70 Prozent subventioniert werden. Die EU lockert wegen der Energiekrise ihre strengen Regeln für staatliche Beihilfen für begrenzte Zeit und ermöglicht Mitgliedstaaten so Hilfsmaßnahmen für die energieintensive Industrie, Landwirtschaft und den Verkehrsbereich. Die Mitgliedstaaten könnten der energieintensiven Industrie vorübergehend höhere Vergünstigungen beim Strompreis geben und unter anderem Landwirte […]

Balkonkraftwerke rechnen sich deutlich schneller als vor fünf Jahren

30. April 2026, Heidelberg
Unter günstigen Bedingungen Kosten in 3 bis 5 Jahren hereingebracht
 - Schwerin, APA/dpa

Steckerfertige Solaranlagen für den heimischen Balkon rechnen sich nach Angaben des Vergleichsportals Verivox für Verbraucherinnen und Verbraucher inzwischen deutlich früher als noch vor fünf Jahren. "Dank der Massenproduktion von Mini-Solaranlagen sind deren Anschaffungskosten in den vergangenen Jahren stark gesunken", erklärte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck in Heidelberg. Zugleich liefern die Balkonkraftwerke mittlerweile mehr Leistung.

APA/AFP

Belgien stoppt Rückbau aller seiner Atomreaktoren

30. April 2026, Brüssel
Damit "alle Optionen offenstehen"
 - Essenbach, dpa

Belgien stoppt den Rückbau aller Atomreaktoren im Land. Die belgische Regierung und der bisherige Betreiber Engie würden über eine Übernahme der Reaktoren durch den belgischen Staat verhandeln und für diesen Zeitraum den Rückbau stoppen, damit "alle Optionen offenstehen", teilten beide Seiten mit. Das belgische Parlament hatte im vergangenen Jahr den Atomausstieg des Landes rückgängig gemacht.

APA/AFP

Heizungsgesetz in D: Koalition plant Kostenbremse für Mieter

30. April 2026, Berlin
Die deutsche Justizministerin Stefanie Hubig
 - Berlin, APA/AFP

Die schwarz-rote Koalition in Deutschland plant beim Heizungsgesetz eine Kostenbremse für Mieterinnen und Mieter. Sie räumt damit de facto ein, dass es zu größeren Kostensteigerungen kommen kann. Dafür sollen Vermieter an den laufenden Heizkosten beteiligt werden, wenn sie sich für eine neue Öl- oder Gasheizung entscheiden.

APA/Reuters

Top Artikel der Woche

Volle Ladung

27. April 2026

Sie werden immer billiger, tragen die Sonnenenergie in den Abend, schonen die Netze und das Klima: Wie Batterien gerade das Energiesystem der Welt umkrempeln. Am 29. März 2026 wurde in Kalifornien Geschichte geschrieben. Über die Mittagszeit war die überschüssige Sonnenenergie in Batterien geflossen. Am späten Nachmittag – kurz nach 17 Uhr – ließen sie die […]

Der Standard

Höchstspannung

27. April 2026, Wien

Dank dem neuen Günstiger-Strom-Gesetz ELWG kommt der E-Control eine stärkere Rolle beim Ausbau erneuerbarer Energie zu. Ein Dilemma für den neuen Chef Michael Strebl: Denn billiger wird es für die Konsumenten wohl nicht. So hat sich Michael Strebl das nicht vorgestellt. Kaum im Amt, muss der frisch zur E-Control gewechselte Ex-Boss von Wien Energie auch […]

trend.PREMIUM

E-Control stellt Musterrechnung für Strom zur Verfügung

27. April 2026, Wien

Wie im Ende 2025 beschlossenen neuen Strommarktgesetz (ElWG) vorgesehen, hat die Regulierungsbehörde E-Control ein Muster für die Stromrechnung erarbeitet. Das Muster soll für Energieunternehmen beispielhaft zeigen, wie eine transparente und leicht verständliche Rechnung ausschauen könnte. Denn bisher seien Rechnungen oft überfrachtet, das sei ein Problem in ganz Europa, sagte Christina Veigl, Leiterin der Abteilung Endkunden bei der E-Control am Montag in einem Webinar.

APA

OeMAG: Erster PV-Fördercall 2026 am 23. April gestartet – Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen

24. April 2026, Wien/Bregenz

Vor dem Hintergrund der aktuellen energiepolitischen Entwicklungen und mit dem klaren Ziel, die Stromversorgung langfristig vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen, gewinnt der kontinuierliche Ausbau von Photovoltaik-Anlagen weiter an Bedeutung. Steigende Anforderungen an Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Energieunabhängigkeit machen gezielte Fördermaßnahmen zu einem zentralen Instrument der Energiewende. Mit dem Start des ersten PV-Fördercalls für Investitionszuschüsse 2026 am […]

OeMAG – die Abwicklungsstelle für Ökostrom AG

IEA-Chef Fatih Birol
 - Paris, APA/AFP

IEA-Chef: Größte Energiekrise der Geschichte bestätigt

30. April 2026, Paris

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, sieht seine Befürchtung der weltweit größten Energiekrise der Geschichte angesichts des Iran-Kriegs bestätigt. Die aktuellen Ereignisse gäben der IEA leider recht, sagte Birol in Paris. "Die Öl- und Gasmärkte befinden sich in großen Schwierigkeiten. Die Ölpreise lagen, als ich das letzte Mal nachgesehen habe, bei über 120 Dollar, was viele Länder stark unter Druck setzt."

APA/dpa

Windkraft-Branche: Oberösterreich braucht 70 neue Windräder bis 2030

30. April 2026, Linz

Die vom Land selbst gesteckten Ziele scheinen unerreichbar – Landesrat weist Kritik zurück Äußerst umstritten ist der Ausbau der Windkraft in Oberösterreich. Nun meldet sich der Branchenverband IG Windkraft mit Sitz in Wien zu Wort. „Es wird in Oberösterreich viel über die Windkraft, aber zu wenig mit der Windkraft gesprochen“, sagt IG-Geschäftsführer Florian Maringer. Er […]

Oberösterreichische Nachrichten

Alfred Stern
 - Wien, APA

OMV-Chef gegen Preiseingriffe: „Uns fehlen Produktmengen“

30. April 2026, Wien

OMV-Chef Stern warnt vor staatlichen Eingriffen in die Preisgestaltung an den Tankstellen. "Uns fehlen einfach Produktmengen", verwies Stern am Donnerstag im Gespräch mit der APA auf die aktuelle Ausnahmesituation durch den Iran-Krieg. Die Situation sei grundlegend anders als nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. "Damals haben das russische Öl und die Ölprodukte nie den globalen Markt verlassen." Der operative Gewinn der OMV im 1. Quartal sank auf 1,025 Mrd. Euro.

APA

Höhere Energiepreise treiben auch im April die Inflation an

30. April 2026, Wien
Plus 3,3 % gegenüber Vorjahresmonat laut Statistik Austria
 - Wien, APA

Der Iran-Krieg und die damit ausgelöste Energiekrise dürften auch im April für einen Anstieg der Teuerungsrate sorgen. Laut Schnellschätzung der Statistik Austria vom Donnerstag stieg die Inflationsrate im April auf 3,3 Prozent, nach 3,2 Prozent im Vormonat März. Die Energiepreise zogen gegenüber April 2025 um 10,7 Prozent an. Ohne Spritpreisbremse wäre die Inflationsrate noch um 0,2 Prozentpunkte höher ausgefallen, schreibt die Statistikbehörde.

APA

Biogasanlagen-Betreiber warten seit Jahren auf neues Gas-Gesetz

30. April 2026, Amstetten

Biogasanlagen stecken in der Bredouille. Mitte 2027 läuft die Ökostromförderung endgültig aus. Stattdessen soll dann Biomethan ins öffentliche Netz eingespeist werden, was hohe Investitionen erfordert. Dafür wollen die Betreiber eine Abnahmegarantie – die dafür notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen hat die Politik aber nicht beschlossen. Die Einspeisepflicht betrifft laut Erneuerbarem-Ausbau-Gesetz alle Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung höher […]

NÖN Niederösterreichische Nachrichten

Experte: Ölpreiskrise auch wegen ukrainischer Aktionen

29. April 2026, Wien
Nord-Stream-Sprengung war spektakulärster ukrainischer Kriegserfolg
 - Dueodde, APA/DANISH DEFENCE

Die aktuelle Ölpreiskrise ist nicht nur eine Folge der Hormuz-Blockade, sondern hat auch mit den ukrainischen Schlägen gegen die russische Ölinfrastruktur zu tun. Dies betont der Investigativjournalist Bojan Pancevski, der in einem Buch die ukrainische Urheberschaft der Nord-Stream-Sprengung festgestellt hat. Auf die Frage, ob weitere solche Aktionen zu erwarten seien, sagte Pancevski am Mittwoch der APA in Wien: "Das passiert jeden Tag, und trägt zur Krise im Iran bei."

APA

Tiwag bewirtschaftet niederösterreichische Windparks

29. April 2026, Innsbruck
Tiwag wird in NÖ aktiv
 - Bergtheim, APA/dpa

Der landeseigene Tiroler Energieversorger begibt sich mit der Bewirtschaftung von niederösterreichischen Windparks auf neues Terrain. Vier Windparks der Windkraft Simonsfeld AG sollen laut einer getroffenen Vereinbarung ins Produktportfolio aufgenommen werden. Während die Tiwag über viel Erfahrung im Bereich der Wasserkraft verfüge, wolle man diese nun auch bei der Windkraft aufbauen, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung.

APA

Krieg im Iran treibt Gewinn von TotalEnergies an

29. April 2026, La Defense/Courbevoie
TotalEnergies
 - Gonfreville-l'Orcher, APA/AFP

Wie BP hat auch der französische Ölkonzern TotalEnergies vom hohen Ölpreis infolge des Iran-Kriegs profitiert und einen überraschend deutlichen Gewinnsprung geschafft. Der bereinigte Nettogewinn stieg im ersten Quartal um 29 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar (4,6 Mrd. Euro), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit 400 Millionen Dollar weniger gerechnet.

APA/Reuters

Iberdrola profitiert von Netzgeschäft

29. April 2026, Bilbao
Iberdola wächst mit Netzgeschäft
 - Bilbao, APA/AFP

Der spanische Energiekonzern Iberdrola ist etwas besser in das neue Jahr gestartet als erwartet. Der Umsatz ging im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zwar um 4,5 Prozent auf knapp 12,6 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg aber um 2,4 Prozent auf rund 4,1 Mrd. Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von einem starken Stromnetzgeschäft.

APA/dpa-AFX

Ursula von der Leyen fordert rasches Vorgehen
 - Berlin, APA/dpa

Von der Leyen fordert Energiewende in Europa

29. April 2026, Straßburg

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat angesichts des Iran-Kriegs und der Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen eine Energiewende gefordert. In den ersten 60 Tagen des Konflikts sei die Rechnung für importierte Kraftstoffe um 27 Milliarden Euro angestiegen, sagte von der Leyen am Mittwoch im EU-Parlament in Straßburg. Daher müsse sich Europa in Zukunft mehr auf erschwingliche, heimische Energie konzentrieren wie Erneuerbare oder Atomkraft.

APA

Klage über mangelnde Hilfe in Iran-Krieg
 - Abu Dhabi, APA/AFP

Vereinigte Arabische Emirate treten aus OPEC aus

28. April 2026, Abu Dhabi

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) treten aus der Ölallianz OPEC und OPEC+ aus. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien. Im Zuge des Iran-Kriegs hatten die Emirate schwere Vorwürfe gegen andere arabische Staaten erhoben. Die Entscheidung ist ein schwerer Schlag für die Exportländer und deren De-facto-Anführer Saudi-Arabien, zumal der Krieg bereits einen historischen Energieschock ausgelöst und die Weltwirtschaft verunsichert hat.

APA/Reuters

Neue Energiegemeinschaft bringt Sonnenstrom für Mieter

28. April 2026, St. Pölten

Statzendorf. Pilotprojekt zeigt, wie Wohnbau und Energiewende zusammengehen. In Statzendorf (Bezirk St. Pölten) geht die WET Gruppe, die größte gemeinnützige Bauvereinigung in Niederösterreich, neue Wege in der Energieversorgung. Auf den Dächern einer Wohnhausanlage mit sechs Häusern wurden Photovoltaikmodule installiert und bilden so eine gemeinschaftliche Erzeugungsanlage. Der produzierte Strom wird direkt in den Gebäuden genutzt, für […]

Kurier

Eurogruppen-Chef: Wegen Nahost droht größte Energiekrise

28. April 2026, Athen
Pierrakakis befürchtet historische Notlage
 - Brussels, APA/AFP

Wegen der Lage im Nahen Osten droht der Welt nach Ansicht des Präsidenten der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, eine historische Notlage. "Wenn die Straße von Hormuz nicht rasch wieder vollständig geöffnet wird, hat diese Krise das Potenzial, die größte Energiekrise überhaupt zu werden", sagte Pierrakakis in Athen. Die Ausfälle bei Öl und Gas könnten größer sein als in früheren Krisen etwa in den 1970er-Jahren oder nach Beginn des Ukraine-Kriegs.

APA/dpa