EnBW-Chef fordert Korrektur bei Windkraft-Ausbauzielen

8. Juli 2026, Karlsruhe
EnBW betreibt "Baltic II" in der Ostsee
 - Sassnitz, APA/dpa-Zentralbild

Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) fordert die deutsche Bundesregierung auf, ihre Ausbauziele für die Windkraft in Nord- und Ostsee zu überdenken. Vorstandschef Georg Stamatelopoulos sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wir müssen die Bezahlbarkeit im Auge behalten. Ein niedrigeres Ausbauziel wäre eine sinnvolle Korrektur nach 20 Jahren, kein Bremsen."

APA/dpa-AFX

Exxon erwartet Milliardengewinn dank hoher Ölpreise

8. Juli 2026, Irving (Texas)

Der US-Öl- und Gaskonzern Exxon Mobil hat für das zweite Quartal einen Gewinnsprung von rund fünf Milliarden Dollar (4,37 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorquartal in Aussicht gestellt. Grund dafür seien die während des Kriegs zwischen den USA und Israel mit dem Iran gestiegenen Ölpreise sowie verbesserte Raffineriemargen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Die Signale von Exxon werden von Anlegern genau beobachtet, da sie als Indikator für die gesamte Branche gelten.

APA/Reuters

Reformpartner – Zweidrittelmehrheiten bei Energie fällt

7. Juli 2026, Wien

Die für den Beschluss von den meisten Gesetzen im Energiebereich benötigte Zweidrittelmehrheit im Nationalrat soll nach Vorstellung der Reformpartner von Bund und Länder bald fallen. "Wir gehen im Energiebereich an die Strukturfragen heran", betonte Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) am Dienstag in Wien. Durch einen besser organisierten Netzausbau sollen zudem bis 2040 Potenziale zur "Netzkostendämpfung" von rund 4,1 Mrd. Euro bestehen.

APA

Brent-Ölpreis legt auf 73,52 Dollar zu

7. Juli 2026, Wien
Nachrichten über Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormuz
 - Khor Fakkan, APA/AFP

Die Ölpreise haben am Dienstag wieder etwas zugelegt. Für etwas Anspannung im Handel sorgten Nachrichten über einen Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormuz. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August stieg zuletzt um 1,61 Prozent auf 73,52 US-Dollar an.

APA/dpa-AFX

Shell erwartet starkes Handelsgeschäft

7. Juli 2026, London
Britischer Ölkonzern rechnet im zweiten Quartal mit einem Schub
 - Hannover, APA/dpa

Ein boomendes Handelsgeschäft mit Flüssiggas dürfte Shell im zweiten Quartal einen Schub verleihen. Der britische Ölkonzern rechne in der Sparte mit einem "deutlich" besseren Ergebnis als im ersten Jahresviertel, teilte der Ölriese am Dienstag mit. Zudem hob der Vorstand seine Prognose für die Förderung leicht an. Erwartet würden nun zwischen 610.000 und 650.000 Fass Öläquivalent pro Tag (boed) nach zuvor 580.000 bis 640.000 boed.

APA/Reuters

Top Artikel der Woche

Viel Strom auf einmal kostet bald mehr

2. Juli 2026

Ab 2027 geltende Grundsatzverordnung der E-Control für Netzgebühren bringt auch niedrigere Stromkosten in Winternächten. Bisher zahlen Haushalte für die Nutzung des Stromnetzes und für den Stromverbrauch. Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) werden die Entgeltkomponenten ab 1. Jänner 2027 aber grundlegend neu gewichtet – erstmals wird die Leistung miteinbezogen. Das legte der Stromregulator E-Control in der […]

Kleine Zeitung

E-Control-Chef Strebl will keinen „Wildwuchs“ bei Batterien

1. Juli 2026, Wien

Der seit März amtierende E-Control-Vorstand Michael Strebl hat den rasanten Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung in den vergangenen Jahren kritisiert und will bei Batteriespeichern ein anderes Vorgehen. "Bei den Speichern haben wir noch die Chance, einen Wildwuchs wie bei der PV zu verhindern", sagte er im Interview für die Mittwochausgabe der Tageszeitung "Die Presse". Wichtig sei nun, die Stromnetze für die Energiewende umzubauen. Kritik übte er auch an Ökostromförderungen.

APA

„Aufhören, Strom zu fördern, der nichts wert ist“

2. Juli 2026

Interview. Seit knapp 100 Tagen steht Michael Strebl an der Spitze der E-Control. Besitzer von PV-Anlagen stimmt er auf Veränderungen ein. Bei Batteriespeichern will der Regulator einen Wildwuchs wie bei Solar im Vorhinein verhindern. Die Presse: Laut einer aktuellen Umfrage ist den Österreichern ein niedriger Strompreis erstmals wichtiger als die Versorgungssicherheit. Wie kommen wir zu […]

Die Presse

Russland will wegen Engpass Kerosin aus Japan importieren

3. Juli 2026, Moskau/Chiba

Die ukrainischen Gegenangriffe auf die Energieinfrastruktur machen Russland immer mehr zu schaffen. Wegen Knappheiten soll Kerosin aus Japan importiert werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag laut Reuters. Demnach sollen mindestens 200.000 Barrel (je 159 Liter) Kerosin in der ersten Julihälfte im japanischen Chiba verladen und zunächst nach Südkorea verschifft werden. An dem komplexen Geschäft seien mehrere Händler beteiligt, hieß es.

APA/Reuters

Streit um doppelte Entgelte für Speicher

6. Juli 2026, Wien

Kritik an Verordnung der E-Control mit doppelten Entgelten für Stromspeicher. Wirtschaftsminister hofft auf Überarbeitung. Schmidt von der Speicherbranche (re.) kritisiert E-Control-Vorstand Michael StreblÖsterreich produziert an sonnigen Tagen enorm viel Solarstrom, muss aber in der Nacht teure Energie importieren. Um das zu glätten, können Batteriespeicher eine Lösung sein. Eine Stromrechnung kann das laut Bundesverband Energiespeicher um […]

Kronen Zeitung

Verlängerung der strategischen Gasreserve beschlossen

6. Juli 2026, Wien
Grüne und FPÖ stimmten zu, strategische Gasreserve bis 2029 verlängert
 - Haidach, APA/THEMENBILD

Die strategische Gasreserve, die von der Regierung 2022 angelegt wurde, wird um zwei weitere Jahre verlängert. Die entsprechende Verordnung erreichte am Montag im Hauptausschuss des Nationalrats die notwendige Zweidrittelmehrheit, sowohl die Grünen als auch die FPÖ stimmten dem Regierungsvorhaben zu. Die Gasreserve umfasst 20 Terawattstunden (TWh) und läuft damit bis zum 1. April 2029 weiter. Für die Maßnahme sind im Doppelbudget 2027/2028 insgesamt 240 Mio. Euro eingeplant.

APA

US-Abgeordnete an von der Leyen: Bei Methan Kurs halten

6. Juli 2026, Washington/Brüssel

Nachdem zwölf EU-Staaten, darunter Österreich, die EU-Kommission dazu gedrängt hatten, die Methan-Importvorschriften der EU auszusetzen, hat eine Gruppe US-amerikanischer Abgeordneter in einem Schreiben an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen diese aufgefordert, an der EU-Verordnung festzuhalten. Die US-Abgeordneten betonten, dass die "Beibehaltung" der Vorschriften sowohl für die Energiesicherheit der EU als auch für die globalen Klimaziele "unerlässlich" sei.

APA

Ölpreise bleibt derzeit stabil

6. Juli 2026, London

Die Ölpreise haben sich zu Wochenbeginn kaum vom Fleck bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Montagmorgen nach dem langen Feiertagswochenende in den USA zuletzt 72,01 US-Dollar, das waren 0,15 Prozent weniger als vor dem Wochenende. Am Freitag hatte es einen dünnen Handel gegeben aufgrund des Feiertags zur Unabhängigkeit in den USA am Samstag.

APA/dpa-AFX

Deutschland verfügte vor dem Ukraine-Krieg über keine LNG-Terminals
 - Wilhelmshaven, APA/AFP/POOL

LNG-Anteil bei deutschen Gasimporten weiter gestiegen

6. Juli 2026, Berlin

Trotz des Iran-Kriegs ist der Anteil des über die deutschen LNG-Terminals eingeführten Erdgases am Gesamtimport weiter gestiegen. Nach Zahlen der deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA) kamen im ersten Halbjahr rund 12 Prozent über die Terminals an Nord- und Ostsee. 2025 lag der Anteil früheren Angaben zufolge bei rund 10 und 2024 bei 8 Prozent. Die deutschen LNG-Terminals sind auch für Gasversorgung in Österreich relevant.

APA/dpa

Verlängerung der Gasreserve soll heute fixiert werden

6. Juli 2026, Wien
Österreichs Gasspeicher füllen sich nach dem Winter wieder
 - Haidach, APA/THEMENBILD

Die Verlängerung der staatlichen Gasreserve soll heute im Hauptausschuss des Nationalrats beschlossen werden. Die Regierung braucht dafür eine Zweidrittelmehrheit. Der zuständige Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) appellierte per Aussendung an die Oppositionsparteien FPÖ und Grüne, zuzustimmen. "Versorgungssicherheit ist eine staatspolitische Aufgabe über Parteigrenzen hinweg", betonte er. Die Verlängerung bis 2029 kostet 240 Mio. Euro.

APA

Gas- und Stromverbrauch im Mai gesunken

6. Juli 2026, Wien
Deutliches Plus bei der Stromerzeugung durch Windkraft
 - Parchim, APA/dpa

In Österreich ist der Gasverbrauch im vergangenen Mai deutlich gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat gab es mit 3,94 Terawattstunden (TWh) einen Rückgang von 8,7 Prozent. Der Stromverbrauch der Endkundinnen und Endkunden lag bei 5,16 TWh und war damit leicht rückläufig (minus 0,6 Prozent), geht aus aktuellen Daten der Regulierungsbehörde E-Control hervor. Gleichzeitig wurde bei der Stromproduktion von Laufkraftwerken ein kräftiger Rückgang verzeichnet.

APA

Verbund erhält grünes Licht für Bau eines Pumpspeicherwerks

3. Juli 2026, Passau
Verbund-Chef Strugl: "Die Freude ist groß"
 - Wien, APA/HELMUT FOHRINGER

Der Verbund ist bei den Plänen, in Bayern das Pumpspeicherwerk Riedl im Landkreis Passau zu errichten, einen wesentlichen Schritt weiter: Die Bauarbeiten für das Pumpspeicherwerk können trotz laufender Klagen beginnen. Das Landratsamt Passau hat nach eigenen Angaben die "sofortige Vollziehung des Planfeststellungsbeschlusses für Bau und Betrieb des Energiespeichers Riedl angeordnet" und damit einem Antrag der Verbund-Tochter Donaukraftwerk Jochenstein AG entsprochen.

APA/dpa

Brent-Ölpreis legt leicht zu auf knapp 72 USD

3. Juli 2026, Wien
Liefermengen durch Straße von Hormuz steigen
 - Khor Fakkan, APA/AFP

Die Ölpreise haben sich am Freitag etwas nach oben bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 71,96 US-Dollar. Der Preis der globalen Referenzsorte stieg damit um 0,5 Prozent. Der Preis der US-Ölsorte WTI stieg um 0,4 Prozent auf 68,74 Dollar. Im Tagesverlauf wird mit einem dünnen Handel gerechnet angesichts des Feiertags zur Unabhängigkeit in den USA.

APA/dpa-AFX

Experte bemängelt Einsparziele als zu gering
 - Wien, APA/THEMENBILD

Energiepläne – Zehetner verteidigt Regierungsmaßnahmen

3. Juli 2026, Wien

Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) hat die Pläne der Regierung zur Dämpfung der Stromnetzkosten gegen Kritik verteidigt, wonach die Pläne zu unkonkret und die geplanten Einsparungen von 4,1 Mrd. Euro bis 2040 zu gering seien. Im Ö1-"Morgenjournal" am Freitag nannte Zehetner die angestrebte Kostenreduktion um 8 Prozent eine "sehr anschauliche" Zahl. Zudem forderte sie die Bündelung von Energieagenden auf Bundesebene.

APA

Italien, Frankreich und Deutschland teurer als Österreich
 - München, APA/dpa

Spritpreise haben nach Reduktion der Preisbremse zugelegt

3. Juli 2026, Wien

Mit 1. Juli wurde die Spritpreisbremse der Regierung zurückgefahren, seitdem haben die Spritpreise angezogen. Diesel kostete am gestrigen Donnerstag im Schnitt 1,742 Euro je Liter, bei Eurosuper lag der Verkaufspreis bei 1,688 Euro. Zum Vergleich: Am Dienstag, dem Tag vor der Reduktion der Preisbremse, lag der Diesel bei 1,707 Euro, Superbenzin kostete 1,660 Euro. Wobei auch schon am Dienstag ein Anstieg gegenüber dem Montag zu bemerken war.

APA

Mit Kampagnen soll die Recyclingquote erhöht werden
 - Unterpremstätten, APA/THEMENBILD

ARA spricht sich gegen Batterien-Pfand aus

3. Juli 2026, Wien

Akkus, etwa für Smartphones oder E-Scooter, gelten als brandgefährlich. Um die Sammelquote in die Höhe zu schrauben, kommt immer wieder der Ruf nach einem Pfand- oder Cashback-System. Dem erteilt Thomas Maier, Geschäftsführer der Elektro Recycling Austria (ERA), im Gespräch mit der APA eine Absage. Die Tochter der Altstoff Recycling Austria (ARA) setzt stattdessen auf Bewusstseinsbildung. Helfen sollen auch kommende gesetzliche Regelungen.

APA

Zementverbrauch in Österreich eingebrochen

3. Juli 2026, Wien
Austro-Zementproduktion unter emissionsärmsten weltweit
 - Wien, APA/ROLAND SCHLAGER

Der heimische Zementmarkt ist seit dem Ende des Baubooms innerhalb der vergangenen drei bis vier Jahre um rund 25 Prozent eingebrochen. Das gab der Verband der Zementindustrie auf APA-Anfrage bekannt. Trotzdem haben die Werke im Vorjahr mit 4,53 Mio. Tonnen Zement immerhin um 0,4 Prozent mehr produziert als 2024. Obwohl je Tonne Zement erstmals unter 470 Kilogramm CO2 anfielen, stiegen die gesamten CO2-Emissionen der Branche um 2,6 Prozent auf 2,14 Mio. Tonnen.

APA