Burgenländische Cleen Energy will 2020 Verlust reduzieren

29. September 2020, Wien/St. Margarethen

Die burgenländische Cleen Energy AG, die ihren Jahresabschluss für 2019 mehrmals verschoben hat, will 2020 ihren Verlust reduzieren. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll sich um 50 Prozent verbessern, die Betriebsleistung um mindestens 30 Prozent wachsen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im März 2020 sei das Eigenkapital nicht mehr negativ gewesen, hieß es auf APA-Anfrage.

Nach vorläufigen, am 21. August veröffentlichten Zahlen betrug das Ebitda für das Jahr 2019 minus 1,28 Mio. Euro. Heuer, 2020, soll das Minus also nur mehr rund 640.000 Euro ausmachen. Der Verlust werde überproportional reduziert, sagte Sprecher Stefan Muntean. Unterm Strich dürfte das Unternehmen auch heuer in den roten Zahlen bleiben.

Die Bilanz für 2019 wollen man bis Anfang Dezember 2020 vorlegen, bekräftigte das auf LED- und Photovoltaiktechnik spezialisierte Unternehmen. Dass das buchmäßige Eigenkapital im Vorjahr negativ war – laut Angaben von August betrug es minus 408.200 Euro -, liege an der bilanziellen Darstellung einer Wandelschuldverschreibung, so Muntean. Diese sei im März 2020 gewandelt worden. „Dadurch ist viel Eigenkapital in die Firma gekommen.“ Ob es aktuell positiv ist, sagte Muntean nicht.

Seit Ende des ersten Quartals 2020 vermerkt Cleen Energy nach Angaben vom Dienstag eine stetige Steigerung von Kundenanfragen. Besonders beliebt sei das Contracting-Modell, bei dem Cleen Energy die Anlagen nicht nur plant und errichtet, sondern auch finanziert und 20 bis 40 Jahre betreibt. Dass ab 2021 der Zugang zu Finanzierungen für Contracting-Projekte deutlich erleichtert und vereinfacht werde, werde dem Geschäftsmodell der Cleen Energy weiter Auftrieb geben. Künftig könne die staatliche Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) für Bankkredite bis zu einer Milliarde Euro haften. „Wir wollen 2021 noch stärker wachsen, die Voraussetzungen am Markt sind dafür mehr als positiv“, so Cleen-Energy-Chef Lukas Scherzenlehner in einer Aussendung.

APA

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