E-Fuel-Autos viel weniger umweltfreundlich als Elektroautos

23. Juni 2022, Berlin

Autos, die mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) betrieben werden, sorgen während ihrer gesamten Lebensdauer im Vergleich zu herkömmlichen Benzin- oder Dieselfahrzeugen nur für minimale Einsparungen an CO2-Emissionen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von der Expertenrunde "Transport and Environment" am Donnerstag veröffentlicht wurde. T&E ist die Dachorganisation von nicht staatlichen 53 europäischen Organisationen, die sich für einen nachhaltigen Verkehr einsetzen.

APA/dpa

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Russland steigt zu Indiens zweitgrößtem Öllieferanten auf

13. Juni 2022, Neu-Delhi/Moskau

Russland ist im Mai zum zweitgrößten Öllieferanten Indiens nach dem Irak aufgestiegen und hat Saudi-Arabien auf den dritten Platz verdrängt. Im vergangenen Monat erhielten die indischen Raffinerien rund 819.000 Barrel pro Tag an russischem Öl, wie aus der am Montag veröffentlichten Handelsstatistik hervorgeht. Das ist der bisher höchste Wert. Zum Vergleich: Noch im April waren es nur rund 277.00 Barrel.

APA/ag

Klimaministerin Gewessler verteidigt Verschiebung der CO2-Bepreisung
 - Wien, APA/HANS KLAUS TECHT

Gewessler verteidigt Verschiebung von CO2-Bepreisung

13. Juni 2022, Wien

Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat am Sonntag in der ORF-"Pressestunde" die Verschiebung der CO2-Bepreisung auf Oktober verteidigt. Es sei "legitim" in einem "Ausnahmejahr mit Preisschocks" diese mit der Auszahlung des Klimabonus zu harmonisieren. Dessen angekündigte Erhöhung auf 250 Euro für alle argumentierte Gewessler damit, dass dies eine Antiteuerungsmaßnahme sei, die "huckepack" auf den Klimabonus gesetzt werde, quasi eine "Basismaßnahme gegen die Teuerung".

APA

Ein AKW in Deutschland
 - Emmerthal, APA/dpa

Energiewende ohne Atom möglich aber nicht realistisch

10. Juni 2022, Bregenz

Die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien könnte selbst ohne die Nutzung von Kernenergie gelingen. Das erklärte am Freitag Nikolaus Müllner vom Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften an der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien im Rahmen des Symposiums "Impact Lech" in Lech am Arlberg. Realistisch sei dieses Szenario aber nicht. Umgekehrt sei auch ein starker Ausbau der Kernenergie in den nächsten Jahren ausgeschlossen, so der Experte.

APA

Abstimmung über Klimaschutz im EU-Parlament gescheitert

9. Juni 2022, Straßburg/Wien/EU-weit
Abstimmung über einige Gesetze wurde verschoben
 - Strasbourg, APA/AFP

Das Europaparlament hat am Mittwoch gegen wichtige Teile des EU-Klimapakets gestimmt. So wurde die Ausweitung des Emissionshandels (ETS) auf Gebäude und Verkehr abgelehnt. Das Gesetz, das Zahlungen für den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) vorsah, wurde zurück an den Umweltausschuss verwiesen. Weitere wichtige Abstimmungen zum EU-Klimapaket wurden nach dem Scheitern der ETS-Reform ebenfalls verschoben.

APA/dpa/AFP

EU-Parlament lehnt geplante Ausweitung des CO2-Handels ab

8. Juni 2022, Straßburg

Das Europaparlament hat am Mittwoch über wichtige Teile des EU-Klimapakets abgestimmt. Die Ausweitung des Emissionshandels (ETS) auf Gebäude und Verkehr wurde abgelehnt. Dabei hätte für den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) gezahlt werden müssen. Das Gesetz wurde zurück an den Umweltausschuss verwiesen. Weitere wichtige Abstimmungen zum EU-Klimapaket wurden nach dem Scheitern der ETS-Reform ebenfalls verschoben.

APA/dpa

Die CO2-Steuer kann warten

8. Juni 2022

Den Klimaeffekt bringen bereits die Energiepreise, wichtiger ist die Langfriststrategie

Die CO₂-Bepreisung ist das wichtigste klimapolitische Projekt der Grünen und war das entscheidende Argument für ihren Eintritt in die Koalition mit einem sicherlich schwierigen Partner. Die Verhandlungen mit der ÖVP über die erste Stufe zogen sich in die Länge und haben aus ökologischer Sicht ein eher mageres Ergebnis gebracht. Kein Wunder, dass die Verschiebung des Starttermins vom 1. Juli auf den 1. Oktober bei Umweltorganisationen und der Parteibasis für Unmut sorgt. Viele sehen darin ein weiteres Abrücken der türkis-grünen Regierung von ihren Klimazielen, an deren Erreichbarkeit ohnehin gezweifelt wird.

Doch die harsche Kritik an den Grünen ist unberechtigt. Die Verschiebung um drei Monate ist ein geringer Preis dafür, dass trotz explodierender Energiepreise die Regierung ihren Klimakurs grundsätzlich beibehält und der Zorn geplagter Bürgerinnen und Bürger sich nicht noch mehr gegen sie richtet. Im Gegenzug hat die Regierung auf gravierendere Maßnahmen wie einen Preisdeckel oder eine Senkung der Mineralölsteuer verzichtet. Letzteres geschah in Deutschland, wo die Grünen ebenfalls mitregieren, und wird sich nicht so leicht rückgängig machen lassen.
Eine Verschiebung der CO₂-Bepreisung um drei Monate spielt für die Frage, ob Österreich im Jahr 2040 die angestrebte Klimaneutralität erreicht, keine Rolle. Außerdem ist das Ziel der CO₂-Steuer ein Lenkungseffekt, der Menschen dazu bringt, weniger Treibhausgase in die Luft zu blasen. Dafür sorgen derzeit ohnehin die hohen Öl- und Gaspreise – auch wenn es jedem im Land lieber wäre, wenn das Geld ins heimische Budget und nicht nach Russland oder Saudi-Arabien fließen würde.

Die Verschiebung scheint mit einigen sinnvollen Korrekturen des ursprünglichen Beschlusses verbunden. Es ist politisch klug, die Einführung zeitlich an die Auszahlung des Klimabonus zu koppeln; das dämpft den Volkszorn. Ein einheitlicher Betrag für alle beseitigt die Bevorzugung ländlicher Gemeinden, für die es zwar ein paar sachliche Argumente gab, die aber vor allem als schwarze Klientelpolitik wahrgenommen wurde. Und wenn es den Grünen gelingt, in den Verhandlungen mit der ÖVP weitere Zugeständnisse wie etwa ein früheres Aus für Gasthermen im Neubau herauszuschlagen, dann zahlt sich das Zugeständnis für sie wirklich aus.

Der Standard

Ein gewaltiges Klima-Paket mit Auswirkungen für alle

8. Juni 2022

EU-Parlament. Abgeordnete stimmen heute über verschärfte Klimavorgaben ab

Das Ziel ist für alle dasselbe: Um das Klima zu schützen, müssen die Treibhausgas-Emissionen in Europa um 55 Prozent gesenkt (seit 1990) werden. Doch welcher Weg zum Ziel führt, darüber scheiden sich in der EU und im speziellen im Europäischen Parlament die Geister.

Heute, Mittwoch, wird im Plenum des EU-Abgeordnetenhauses in Straßburg über eine ganze Serie von Klima-Gesetzen abgestimmt.

„Dieses Paket ist gewaltig, und es wird große Auswirkungen auf die Zukunft haben“, meint ÖVP-EU-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer. Doch im gleichen Atemzug mahnt die Mandatarin aus der Steiermark ein: „Die Ziele müssen realistisch bleiben.“ Und genau darum dreht sich die Debatte bei allen, nun geplanten Vorhaben: Sind sie, wenn auch unter großen Anstrengungen, erreichbar? Oder bedeuten sie untragbare Kostenexplosion und finanzielle Belastungen?

Abgestimmt wird demnach heute über eine Reform des Emissionshandels 11.000 Industriebetriebe in der EU haben bisher Verschmutzungszertifikate für ihre ausgestoßenen Treibhausgase gekauft. Die Idee dahinter: Wer verschmutzt, muss zahlen oder investiert in klimafreundlichere Technologie. Jetzt soll die Zahl der Zertifikate systematisch gesenkt werden – dadurch werden sie teurer. Zudem müssen auch für öffentliche Gebäude, kleinere Unternehmen und den Geschäftsverkehr solche Zertifikate gekauft werden.

Kurier

Weniger Brennen als Motto des Teuerungsausgleichs
 - Wien, APA/THEMENBILD

Teuerungspaket mit CO2-Preis-Verschiebung noch nicht fertig

7. Juni 2022, Wien

Die von der Bundesregierung ventilierte Verschiebung der CO2-Bepreisung im Zuge eines Teuerungsausgleichs ist noch nicht fertig verhandelt. Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) zeigte sich am Rande einer Pressekonferenz noch zurückhaltend. Sie rechne aber damit, dass "in den nächsten Tagen ein Ergebnis erzielt werden kann". Eine ähnliche Rückmeldung kam auf APA-Anfrage aus dem Bundeskanzleramt.

APA

Energiepreise rasen davon
 - Wien, APA/THEMENBILD

CO2-Preis wird verschoben und Klimabonus angehoben

3. Juni 2022, Wien

Die Bundesregierung schnürt angesichts der immens gestiegenen Energie- und Treibstoffpreise ein neues Entlastungspaket. Die Verhandlungen von Türkis-Grün sollen sich in der Zielgeraden befinden. Geplant ist dem Vernehmen nach, dass die CO2-Besteuerung nicht am 1. Juli, sondern erst im Oktober in Kraft tritt und der Klimabonus, der aus dieser Abgabe finanziert wird und diese sozusagen ausgleichen soll, kräftig von 100 auf 250 Euro angehoben wird und das für alle.

APA

Klimaschutzministerin Gewessler will bis 2040 CO2-neutral werden
 - Wien, APA/TOBIAS STEINMAURER

Regierung stellte nationale Wasserstoff-Strategie vor

2. Juni 2022, Wien

Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) haben die Wasserstoff-Strategie der Regierung vorgestellt. Sie sieht bis 2030 über eine halbe Milliarde Euro an Förderungen vor, basiert sowohl auf der Eigenerzeugung als auch auf dem Import und legt fest, dass Wasserstoff in der Industrie, wo andere Energieträger nicht möglich sind, eingesetzt wird. Bis 2030 soll 80 Prozent des fossilen Wasserstoffs durch grünen ersetzt sein.

APA

Verbund netzwerkt zu „grünem Wasserstoff“ in Nord und Süd

30. Mai 2022, Wien
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Weil der Bedarf an "grünem Wasserstoff" nicht allein durch lokale Erzeugung, sondern nur durch nennenswerte Importe gedeckt werden kann, hat sich der österreichische Verbund-Stromkonzern den internationalen Wasserstoff-Netzwerken AquaVentus und Dii Desert Energy angeschlossen. AquaVentus peilt von Helgoland 10 Gigawatt (GW) Erzeugungsleistung für grünen Wasserstoff aus Offshore-Windkraft bis zum Jahr 2035 an, Dii Desert Energy ist von Dubai (VAE) und München aus tätig.

APA