Erste Zulassung für CO2-Lagerungsprojekt in Dänemark

6. Dezember 2022, Kopenhagen

Ein Pilotprojekt zur Lagerung von bis zu 15.000 Tonnen CO2 in einem früheren Ölfeld in der Nordsee hat in Dänemark die behördliche Zustimmung erhalten. Es sei das erste Mal, dass eine Genehmigung für ein CO2-Speicherprojekt in dem skandinavischen EU-Land erteilt worden sei, erklärte die dänische Energiebehörde (Energistyrelsen) am Dienstag. Die Zulassung stelle somit einen wichtigen Meilenstein für das Land dar.

APA/dpa

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler
 - Prague, APA/AFP

Gewessler: „Müssen Strukturen für Klimaschutz ändern“

28. November 2022, Wien

Viele Menschen wollen sich in Österreich klimafreundlich verhalten, stoßen dabei aber an strukturelle Grenzen, sagte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Montag vor Journalisten. Dies gehe aus dem vom Austrian Panel on Climate Change (APCC) vorgestellten Report "Strukturen für ein klimafreundliches Leben" hervor. "Deshalb müssen wir Strukturen anpassen und ändern", so Gewessler - etwa den Individualverkehr einbremsen, und den öffentlichen Verkehr ausbauen.

APA

Fracking gilt als besonders schmutzig
 - Preston, APA/AFP

Scholz erteilt Fracking in Deutschland klare Absage

25. November 2022, Berlin

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lehnt die Fracking-Methode zur Förderung heimischen Erdgases ab - und stellt sich damit gegen eine Forderung des Koalitionspartners FDP. "Fracking ergibt bei uns wenig Sinn und ist im Übrigen mehrfach in Deutschland diskutiert und verworfen worden", sagte Scholz in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem "Focus". Auch Investoren zeigten kaum Interesse an dem Geschäft, sagte der Kanzler.

APA/ag

1,5-Gad-Ziel im Pariser Klimaabkommen festgelegt
 - Lützerath, APA/AFP

Österreichs Treibhausgas-Budget reicht noch bis Mitte 2025

21. November 2022, Wien/Sharm el-Sheikh

Die UN-Klimakonferenz COP27 hat am Sonntag ihr enttäuschendes Ende gefunden, eines der wenigen Ergebnisse nach zwei Wochen Verhandlungen war ein Festhalten am 1,5-Grad-Ziel. Wie viele Treibhausgase (THG) Österreich noch emittieren darf, ohne so die Obergrenze aufgrund des verbleibenden globalen THG-Budgets zu überschreiten, hat das Climate Change Centre Austria (CCCA) berechnet: 280 Millionen Tonnen bleiben. Bei unveränderten Emissionen reicht das gerade noch bis Mitte 2025.

APA

Klimaforscher: Konferenz nur sehr mäßiger Erfolg fürs Klima

21. November 2022, Sharm el-Sheikh

Nach Einschätzung des Forschers Ottmar Edenhofer brachte die Klimakonferenz in Ägypten nur mäßige Ergebnisse. "In Sharm el-Sheikh wurde ein Scheitern verhindert. Es war kein Durchbruch, und es war ein nur sehr, sehr mäßiger Erfolg für das Klima", sagte der Direktor Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung am Sonntagabend im ZDF-"heute journal". Er appellierte, den Fokus nicht zu sehr auf Klimakonferenzen zu legen.

APA/dpa

UN-Klimakonferenz einigte sich auf Katastrophen-Fonds

21. November 2022, Sharm el-Sheikh
Sameh Shoukry sprach von schwierigen Verhandlungen
 - Sharm el Sheikh, APA/AFP

Die rund 200 Staaten der UN-Klimakonferenz haben am frühen Sonntag auf der COP27 ein hart erkämpftes Abkommen verabschiedet, das den Plan enthält, den viel geforderten "Loss and Damage"-Fonds einzurichten, um armen Ländern zu helfen, die von Klimakatastrophen heimgesucht werden. Die Bemühungen zur Bekämpfung der Emissionen, die sie verursachen, wurden aber nicht verstärkt und viele strittige Punkte auf 2023 verschoben.

APA/ag

COP27 – Umgang mit Schäden als zentrale Streitfrage

18. November 2022, Sharm el-Sheikh

Der Umgang mit den enormen Schäden und Verlusten, die der Klimawandel jetzt schon in aller Welt verursacht, zählt bei der UN-Klimakonferenz in Scharm el-Scheikh (COP27) zu den zentralen Streitfragen. Bei den Verhandlungen unter dem Stichwort "Loss and Damage" (L&D) ist dieses Jahr erstmals ein entscheidender Durchbruch in Reichweite. Am Freitag wurde darum allerdings noch hart gerungen, die Beratungen bis Samstag verlängert.

APA/ag

Weiter zähes Ringen im Finale der Klimakonferenz in Ägypten

18. November 2022, Sharm el-Sheikh

Kurz vor dem geplanten Abschluss des Weltklimagipfels COP27 in Ägypten liegt den Vertretern aus rund 200 Staaten erstmals ein offizieller Entwurf für eine Abschlusserklärung vor. In dem zehnseitigen Papier der ägyptischen Konferenzleitung vom Freitagmorgen wird ein schrittweiser Kohleausstieg gefordert. Die Forderung etlicher Staaten und Klimaaktivisten, auch den Abschied von Öl und Gas festzuschreiben, wird aber nicht aufgegriffen.

APA/ag

Kommt es zu einem zufriedenstellenden Ergebnis?
 - Sharm el Sheikh, APA/AFP

Bewegung im Finale der Klimakonferenz in Ägypten

18. November 2022, Sharm el-Sheikh

Bei der Weltklimakonferenz COP27 kommt offenbar Bewegung in den Streit über Ausgleichszahlungen an ärmere Länder für klimabedingte Schäden. Die Teilnehmer der rund 200 Staaten legten nach Beratungen am späten Donnerstagabend einen fünfseitigen Entwurf mit drei möglichen konkreten Schritten bei dem Thema - im UN-Jargon als "Loss and Damage" bezeichnet - vor.

APA/ag

US-Klimabeauftragter John Kerry
 - Sharm el Sheikh, APA/AFP

USA fordern Klimapläne inklusive Methan bis zur COP28

18. November 2022, Sharm el-Sheikh

US-Klimabeauftragter John Kerry hat alle Länder dazu aufgerufen, den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Methan (CH4) rasch zu verringern und bis zur Weltklimakonferenz Ende 2023 in Dubai das Gas in die Klimaschutzziele einbeziehen. "Das ist absolut entscheidend dafür, um das 1,5-Grad-Ziel in Reichweite zu halten", so Kerry auf der COP27 in Sharm el-Sheikh. Die Treibhauswirkung von Methan wird auf 100 Jahre betrachtet rund 28-mal so hoch wie jene von CO2 eingeschätzt.

APA/dpa

Bewegung beim COP27-Streitthema klimabedingte Schäden

18. November 2022, Sharm el-Sheikh/Genf

Auf der UN-Klimakonferenz ist einen Tag vor dem offiziellen Ende am Freitag Bewegung in die Beratungen gekommen: Die EU signalisierte am Donnerstag die Bereitschaft, die Forderung der Entwicklungsländer nach einem Ausgleichsfonds für "Loss and Damage" mitzutragen, wenn sich alle Treibhausgas-Hauptemittenten beteiligen. Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) warnte zuvor, dass die Gefahr bestehe, "bei dieser COP in eine Welt vor der Pariser Vereinbarung zurückfallen".

APA/ag

Gewessler fürchtet mögliche Rückschritte beim Klimaschutz

17. November 2022, Sharm el-Sheikh

Die Welt läuft laut Aussagen von Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) Gefahr, bei der diesjährigen Klimakonferenz COP27 Rückschritte im Klimaschutz zu machen. "Wir könnten bei dieser COP in eine Welt vor der Pariser Vereinbarung zurückfallen", sagte Gewessler Donnerstagmittag in Ägypten am Rande der Verhandlungen. 2015 einigte sich die Staatengemeinschaft in Paris, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf idealerweise 1,5 Grad zu begrenzen.

APA