Deutsche Netz-Behörde kürzt Renditen

20. Oktober 2021, Düsseldorf

Deutsche Betreiber von Strom- und Gasnetzen bekommen nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur ihre Investitionen künftig mit einem niedrigeren Zinssatz vergütet als bisher. Der Regulierer gab am Mittwoch die neuen Eigenkapitalzinssätze bekannt, die für die Gasnetzbetreiber im Jahr 2023 beginnt, und für Stromnetzbetreiber im Jahr 2024. EnBW könnte klagen.

APA/ag

Wien ernennt eigenen Bereichsleiter für Klimaangelegenheiten

20. Oktober 2021, Wien

In Wien wird morgen, Donnerstag, ein eigener Bereichsleiter für Klimaangelegenheiten ernannt. Künftig wird der derzeitige Forstdirektor der Stadt, Andreas Januskovecz, die in diesem Zusammenhang gesetzten Maßnahmen koordinieren. Das teilte Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) nach der am Mittwoch zu Ende gegangenen Tagung des Wiener Klimarats - ein beratendes, mit Fachleuten besetztes Gremium - im Interview mit der APA mit.

APA

Stromnetz-Ausbau verläuft nur schleppend

20. Oktober 2021

Die Stromnetze sind noch nicht bereit für die Energiewende. Betreiber APG beklagt einen zu langsamen Ausbau. Der Strom kommt aus der Steckdose. Zu jeder Tageszeit, egal ob Sommer oder Winter. Wir erachten es als selbstverständlich. Woher der Strom kommt, ob importierter Atomstrom oder grüner Strom von heimischen Windrädern, ist den meisten Verbrauchern vermutlich egal. Dem […]

Wiener Zeitung

Energiepreise belasten deutsche Industrie

20. Oktober 2021, Berlin

Der schnelle Anstieg der Energiepreise schlägt voll auf die deutsche Industrie durch. Im September haben die Hersteller ihre Preise nach neuen Zahlen des deutschen Statistischen Bundesamts so stark erhöht wie seit fast 50 Jahren nicht mehr. Im Jahresvergleich stiegen die Erzeugerpreise um 14,2 Prozent, so schnell wie seit Oktober 1974 nicht mehr. Hauptursache der Entwicklung sind die Preissprünge bei Energie.

APA/dpa

UN: Staaten wollen mehr verbrennen als 1,5-Grad-Ziel erlaubt

20. Oktober 2021, Nairobi
Kohlekraftwerk in China
 - Dangjin, APA/AFP

Die nationalen Pläne zur Förderung von fossilen Brennstoffen sind laut einem UN-Bericht bei weitem nicht mit den im Pariser Abkommen festgeschriebenen Klimazielen vereinbar. Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) kommt zu dem Ergebnis, dass die Unterzeichnerstaaten des Abkommens in diesem Jahrzehnt mehr als doppelt so viel Kohle, Gas und Öl fördern wollen als eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad eigentlich zuließe.

APA/dpa

Logo des Unternehmens
 - La Défense, APA/AFP

Total hat Klimawandel lange bewusst heruntergespielt

20. Oktober 2021, Paris

Der französische Energiekonzern Total hat nach einer wissenschaftlichen Studie schon in den 70er Jahren von den schädlichen Auswirkungen der fossilen Energien auf das Klima gewusst. Später habe der Konzern versucht, politische Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu verhindern. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftern aus Frankreich und den USA, die die Zeitschrift "Global Environmental Change" am Mittwoch veröffentlichte.

APA/ag

Noch erhebliches Einsparungspotenzial
 - Hamburg, APA/dpa

Spritverbrauch pro Auto – Vorarlberger sind die Sparmeister

20. Oktober 2021, Wien

Steile Berge, hohe Pässe - und trotzdem den niedrigsten Spritverbrauch von allen Bundesländern. Laut Berechnungen des VCÖ haben die Vorarlberger Autofahrer den geringsten Diesel- und Benzinkonsum im Ländervergleich, am anderen Ende stehen die Burgenländer (Diesel) und Salzburger (Benzin). Mit Ausnahme von Wien gibt es ein Ost-West-Gefälle, zeigen Daten der Statistik Austria vom Zeitraum 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020.

APA

Russland ruft zu Verhandlungen über EU-Gasversorgung auf

20. Oktober 2021

Moskau warnt vor Gaskrise in Europa

Droht eine neue Gaskrise in Europa? Russland hält das für möglich. „Ich schließe nicht aus, dass sich eine solche Situation wiederholt“, sagte der für Energiefragen zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak am Samstag im Staatsfernsehen. Er rief deshalb die Verantwortlichen in der EU zu Verhandlungen auf. „Wir sind zu einem Dialog bereit“, wurde betont. Russland hatte weitere Lieferungen in Aussicht gestellt. Es gebe aber keine Anfragen dazu, so Nowak.

Seinen Angaben zufolge fehlen in den europäischen Speichern rund 25 Millionen Kubikmeter Gas. „Dagegen sollte etwas unternommen werden.“ Russland erfülle seine Vertragsverpflichtungen vollständig, wehrte der Vize-Regierungschef Vorwürfe ab, an den Preissteigerungen der vergangenen Monate Mitschuld zu tragen. Die Lieferungen an die Weltmärkte seien im Vergleich zum Vorjahr sogar um 15 Prozent erhöht worden. Russland selbst habe 2021 so viel Gas verbraucht wie lange nicht mehr. Nowak führte das auf den kalten Winter und die Erholung der Wirtschaft zurück. Zuletzt hatte Staatschef Wladimir Putin für eine rasche Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2 geworben, die Erdgas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland bringen soll.

Es bleibt ein Stretthema: Es gibt eine praktisch fertige Pipeline, aber wird Nord Stream 2 auch genützt?

Oberösterreichisches Volksblatt

Wie werden wir heizen?

20. Oktober 2021

Die Energiekosten sind hoch und werden voraussichtlich im Laufe der Jahre weiter steigen. Weil Kohle, Öl und Gas als Heizmittel langsam abgelöst werden sollen. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen macht Alternativen notwendig: Womit wir in Zukunft unsere Häuser und Wohnungen heizen werden.

Bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden. Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen soll in zwei Schritten erfolgen: Kohle und Öl dürfen nur mehr bis 2035 für die Raumheizung eingesetzt werden, Erdgas bis 2040.
Ein Ziel, das mit Blick auf die aktuellen Heizformen der österreichischen Haushalte noch in weiter Ferne liegt. Der Status quo sieht nämlich so aus: Mehr als 900.000 Haushalte in Österreich heizen laut Statistik Austria aktuell mit Erdgas, über 600.000 mit Heizöl. In Summe sorgen also immer noch in fast 40 Prozent der Haushalte fossile Brennstoffe für die notwendige Wärme. Wie also soll man die Wende schaffen?

Ganz so einfach ist das nicht, weiß Elisabeth Berger von der Vereinigung österreichischer Kessellieferanten: „Gerade im städtischen Bereich, wo in den meisten mehrgeschossigen Wohnungen Gasthermen eingebaut sind, ist es extrem aufwendig, auf neue Technologien umzusteigen.“ Um in bestehenden Wohnungen neue Energiesysteme zu installieren, wäre eine Komplettsanierung nötig. Abgesehen davon ist so ein Technologie-Wechsel mit hohen Kosten verbunden. Berger ist der Ansicht, dass man hier auf erneuerbare Energieträger setzen sollte, statt die Menschen zum Kauf neuer Systeme zu zwingen. „Auch für Erdgas gibt es eine klimaneutrale Alternative: Grünes Gas“, erklärt Berger. Darunter fällt zum einen aufbereitetes Biogas, das aus Pflanzen, aber auch aus tierischen Ausscheidungen und Bio-Abfall gewonnen wird. Zum anderen gehört dazu auch Wasserstoff. Dieser wird mithilfe von Strom, möglichst aus erneuerbaren Quellen, aus Wasser abgespalten und kann danach wieder in elektrische Energie umgewandelt werden.

Kurier