14 Prozent mehr Strom für 100 Prozent E-Mobilität

20. Oktober 2021, Wien
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Nach Berechnungen würde selbst eine Umstellung aller zugelassenen Fahrzeuge auf Elektroantrieb den Strombedarf nur um rund 14 Prozent oder 10 Terawattstunden erhöhen, meinte heute Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie. Alleine das im Sommer beschlossene Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz sehe in den kommenden zehn Jahren einen Zubau von erneuerbaren Erzeugungsanlagen im Ausmaß von 27 TWh vor.

APA

Mit Leuchttürmen zur Energieautonomie

20. Oktober 2021

Wolfurt Vorarlbergs Energieautonomie liegt auf den Dächern. Zumindest ist ein massiver Ausbau der Photovoltaik-Flächen notwendig, um bis 2030 den kompletten Vorarlberger Strombedarf aus Erneuerbaren Energiequellen innerhalb des Landes zu decken. Dieses Ziel ist in der Energieautonomie festgeschrieben. Nun hat die zweite Umsetzungsperiode begonnen, was die Verantwortlichen am Dienstag im Kubus in Wolfurt feierten. Das Ziel […]

Vorarlberger Nachrichten

APG steckt mehr Geld in Stromnetzausbau

19. Oktober 2021, Wien
Stromnetz wird für Erneuerbare aufgerüstet
 - Bentwisch, APA/dpa (Archivbild)

Die Umstellung der Stromversorgung auf Erneuerbare und die Dekarbonisierung anderer Sektoren erfordert noch mehr Investitionen ins Hochspannungsnetz. In den nächsten zehn Jahren will die Austrian Power Grid (APG) bis zu 3,5 Mrd. Euro in ihre Netze stecken - um 400 Mio. Euro mehr als 2020 geplant, primär getrieben durch Umspannwerke. Man wünscht sich raschere Genehmigungen, den Schutz bestehender Trassen und eine abgestimmte Gesamtplanung bis hin zu Speichern und Erzeugung.

APA

Kunden waren 2020 knapp 27 Minuten ungeplant ohne Strom

18. Oktober 2021, Wien
Feature zu Stromausfall
 - Salzburg, APA/THEMENBILD

Die österreichischen Stromkundinnen und -kunden waren laut E-Control im Jahr 2020 wegen ungeplanter Ausfälle durchschnittlich knapp 27 Minuten ohne Strom, nach rund 25 Minuten 2019. "Die Zuverlässigkeit der Stromversorgung ist demnach weiterhin auf einem sehr hohen Niveau", so E-Control-Vorstand Alfons Haber am Montag. Gegenüber dem Vorjahr sind die Ausfälle jedoch um über vier Prozentpunkte gestiegen. Grund dafür waren starke Unwetter im Februar und Dezember.

APA

Wie Wien die Energiewende schaffen will

18. Oktober 2021, Wien

Wie Wien bis 2024 klimaneutral werden kann, legt eine Studie dar, die am Donnerstag präsentiert wurde. In dem vom Beratungsunternehmen Compass Lexecon verfassten Papier werden umfangreiche Maßnahmen in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität dargelegt. Der Wiener Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) spricht von einer „unglaublichen Herausforderung“, die aber machbar sei. „Das ist mit einem Systemwechsel […]

Großbritannien will mit neuem AKW Klimaziele erreichen

18. Oktober 2021, London

Die Regierung in London setzt auf Atomkraft, um ihre Klimaziele zu erreichen. Noch vor den Wahlen im Jahr 2024 soll im Rahmen ihrer Klima-Strategie die Finanzierung eines neuen Kernkraftwerks erfolgen, berichtete "The Telegraph". "Wir versuchen, in den nächsten Jahren mindestens ein weiteres großes Atomprojekt zu genehmigen, um die Energiesicherheit zu stärken und Tausende von Arbeitsplätzen zu schaffen", erklärte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

APA/ag

Tinetz rüstet für nächsten harten Winter auf

15. Oktober 2021

Stromausfälle durch Starkschnee sorgten in der Vergangenheit für viel Unruhe in Osttirol. Die Tinetz setzte zahlreiche Maßnahmen um.

Wetterkapriolen im Winter: Diese bescherten dem Bezirk in den vergangenen Jahren Rekorde, die keiner will. Schneemassen und teils viele Tage ohne Strom sorgten für massive Probleme. Einschneidend war der Starkschneefall Anfang Dezember des Vorjahres. Geharnischte Kritik wurde deswegen in Osttirol geübt – vor allem an der Tinetz, die für die Stromleitungen zuständig ist. Bürgermeister stiegen auf die Barrikaden. Am 21. Dezember beschloss der Landtag, dass möglichst viele Stromkabel in Osttirol unter die Erde verlegt werden. Seitens der Tinetz wurde zugesagt, dass Osttirol in ihrer Prioritätenliste für sichere Stromversorgung ganz oben stehe.

Jetzt gibt die Tinetz einen Überblick über ihre heurigen Projekte. Planmäßig vorangehen demnach die Arbeiten für die Wiederherstellung und Verbesserung des Stromnetzes nach den massiven Niederschlägen im vergangenen Winter. Dabei werden von den Tinetz-Monteuren störungsanfällige Freileitungen in die Erde gebracht sowie ferngesteuerte Ortsnetzstationen errichtet.

Zuletztwurde die 30-kV-Freileitung im Bereich des Kartitscher Sattels unter die Erde verlegt. Zum Einsatz kam modernste Verlegepflugtechnik. Im Lesachtal habe man kritische Bereiche weitgehend entschärfen können. „Durch das Fortschreiten der Verkabelungsprojekte sowie die Umrüstung der abgelegenen Netzstationen auf Fernsteuerung wollen wir zukünftig stabiler werden“, informiert Osttirols Tinetz-Netzmeister Johann Fronthaler.

Im Leschtal erfolgte die Verlegung eines Leitungskabels (Mittelspannung) von 2,3 Kilometern Länge mit Kabelpflug. In zwei Tagen war diese Arbeit erledigt. Mittels Bagger hätte man zwei Wochen gebraucht.
Größere Mittelspannungsprojekte wurden auch im Virgental, Defereggental und Kalsertal umgesetzt und in Betrieb genommen. Weitere Baumaßnahmen im Lesach- und Villgratental sind aktuell im Gange und sollen noch dieses Jahr in Betrieb gehen. „Die umgesetzten Projekte erhöhen die Versorgungssicherheit nicht nur in der jeweiligen Gemeinde, sondern auch im Umfeld und in den Nachbargemeinden“, unterstreicht Fronthaler. Im Niederspannungsnetz wurde bereits ein Großteil der knapp 50 geplanten Maßnahmen wiederhergestellt. Dabei wurden auch Verbesserungen erzielt, indem Freileitungen durch ISO-Leitungen ersetzt wurden.

„Eine verlässliche und störungsfreie Stromversorgung bis hinauf zu den letzten Höfen ist uns als Netzbetreiber sehr wichtig. Deshalb haben wir in enger Abstimmung mit den besonders betroffenen Gemeinden dieses Sonderinvestitionspaket für Osttirol auf die Beine gestellt“, berichten die beiden Tinetz-Geschäftsführer Thomas Trattler und Thomas Rieder über den Zwischenstand.

Kleine Zeitung

Produktionen pausieren wegen Energieknappheit

15. Oktober 2021

Strommangel.

Die derzeit weltweit hohen Energiepreise treffen China hart. Das Land hat nicht nur 1,4 Milliarden Einwohner, sondern auch enorme industrielle Kapazitäten und ist der größte Energieverbraucher der Welt.
In mehreren Provinzen kommt es bereits zu Stromausfällen, energieintensive Industrien mussten die Produktion anhalten. Trotz Rekordzuwächsen bei erneuerbaren Energien ist China stark von Kohle abhängig. Etwa die Hälfte des Stroms in dem Land wird daraus gewonnen. Da die Strompreise staatlich festgelegt sind, schreiben derzeit viele Kraftwerksbetreiber Verluste, so Yan Qin vom Beratungsunternehmen Refinitiv.

Entgegen Plänen zur CO₂-Reduktion hat der Staat mehrere Regionen aufgefordert, die Förderkapazitäten zu erhöhen, um die Versorgung im Winter aufrechtzuerhalten. Das ist auch eine soziale Frage, denn viele Haushalte heizen mit Kohle. Banken wurden angehalten, Energieunternehmen die notwendigen Kredite zu geben. Sogar das Importverbot für Kohle aus Australien gilt nicht mehr.

Kurier

360 Millionen Euro für ein stärkeres Stromnetz

15. Oktober 2021

Projekt Weinviertel. EVN sorgt für Verteilung der Energie aus Wind und Sonne

Was es bedeutet, wenn in Zukunft aus Klimaschutzgründen nur noch auf erneuerbare Energie aus Windkraft und Fotovoltaik gesetzt wird, haben elf Bürgermeister aus dem Weinviertel am Montag präsentiert bekommen. Ihnen wurden vom niederösterreichischen Energieversorger EVN, konkret von der Tochterfirma NÖ Netz, die Ausbaupläne für ein leistungsstarkes Stromnetz präsentiert. Damit soll gelingen, dass überschüssiger regionaler Strom in die überregionalen Netze der APG (Austrian Power Grid) eingespeist wird.

360 Millionen Euro werden in das Projekt investiert, um Wind- und Sonnenenergie österreichweit verteilen zu können. Vorgesehen ist der Strom – wenn notwendig – hauptsächlich für den Ballungsraum Wien und das südliche Niederösterreich. Das östliche Weinviertel wird durch den Ausbau von Fotovoltaik und Windkraft zu einem „Flächenkraftwerk“ mit 2.700 Megawatt erneuerbarer Energie auf einer Fläche von 50 mal 50 Kilometer. Das entspricht der Stromproduktion von umgerechnet zehn Donaukraftwerken.

Kurier