Kärntner Energiepionier macht Wasserstoff mit Sonnenlicht

9. Dezember 2022, Frantschach-St. Gertraud

Die Energiewende braucht mutige Menschen, die mit Idealismus Ideen in Taten umsetzen und nicht müde werden, jede sich aufbauende Hürde zu nehmen. Einer davon ist Franz Dorner. Der Kärntner Landwirt hat sich als "Energiepionier" einen Namen gemacht, weil er 580 Haushalte mit Sonnenstrom versorgt. Nun will er die Stromproduktion erweitern und damit Wasserstoff erzeugen. Beim APA-Lokalaugenschein zeigte er seinen Betrieb in der Gemeinde Frantschach-Sankt Gertraud her.

APA

Wind- und Solarstrom boomen
 - Leuna, APA/dpa

Erneuerbare Energie boomt nicht genug für EU-Ziele

6. Dezember 2022, Wien/Paris

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat Europa seine Abhängigkeit von Öl und Gas bewusst gemacht und in Europa - wie auch weltweit - einen Boom beim Ausbau erneuerbarer Energie ausgelöst. Die EU hat sich das Ziel gesetzt, bis 2027 unabhängig von russischem Öl und Gas zu werden. Die am Weg dorthin im Programm REPowerEU festgelegten Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energie werden jedoch laut Prognose der Internationalen Energieagentur IEA deutlich verfehlt.

APA

Mehr Tempo soll in die Sache kommen
 - Nieder-Olm, APA/dpa

Onlineportal soll PV-Anträge in Tirol rascher abarbeiten

30. November 2022, Innsbruck

Nachdem ein großer Anstieg an Photovoltaik-Anträgen in Tirol zu massiven Verzögerungen bei der Bearbeitung und Erstellung von Netzzugängen geführt hatte, hat der landeseigene Energieversorger Tinetz Anfang des Monats ein neues Onlineportal eingerichtet. Dieses sollte für eine raschere Abarbeitung sorgen. Knapp einen Monat später zogen die beiden Geschäftsführer eine positive erste Bilanz. Es seien seither bereits 1.000 neue PV-Anfragen eingelangt.

APA

17,2 MW-Photovoltaik-Anlage in der Steiermark in Betrieb

30. November 2022, Bärnbach/Graz

Die Energie Steiermark hat am Mittwoch in den weststeirischen Gemeinden Bärnbach und Rosental an der Kainach die größte Photovoltaik-Anlage Österreichs mit direkter Netzeinspeisung in Betrieb genommen. Es sollen im Vollbetrieb von den rund 38.000 Kollektoren etwa 18 Mio. Kilowattstunden (kWh) Sonnenstrom pro Jahr ins öffentliche Netz eingespeist werden. Umgerechnet können damit etwa 5.700 Haushalte versorgt werden, hieß es seitens der Energie Steiermark.

APA

Deutsche Solarwirtschaft hält Gewinnabschöpfung für illegal

30. November 2022, Berlin

Der deutsche Bundesverband Solarwirtschaft hat die Regierung zu Nachbesserungen an der geplanten Strompreisbremse aufgefordert. Andernfalls sei mit einer Welle von Klagen zu rechnen. Ein Gutachten im Auftrag des Verbandes komme zum Ergebnis, dass die Pläne zur Erlösabschöpfung rechtswidrig seien. Die Abschöpfung stelle eine unzulässige Sonderabgabe dar. Zuvor waren auch Gutachten im Auftrag anderer Verbände zu dem Schluss gekommen, die Abschöpfung sei verfassungswidrig.

APA/dpa

Verbund und Borealis errichten Photovoltaikpark

22. November 2022, Wien

Der Versorger Verbund und der Kunststoffkonzern Borealis errichten in Schwechat, am Borealis-Standort, gemeinsam einen neuen Photovoltaikpark, teilten beide Unternehmen in einer Aussendung mit. Dieser PV-Park sei bereits der zweite, der von den beiden Unternehmen gemeinsam geplant und realisiert wurde.

APA

Berlin will Ökostrom-Projekte ankurbeln

21. November 2022, Berlin
Deutschlands Wirtschaftsminister Robert Habeck
 - Berlin, APA/dpa

Angesichts eines stockenden Ausbaus der erneuerbaren Energien erwägt der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Staatsgarantien für die Wind- oder Solarbranche. Denkbar seien Produktions- oder Abnahmegarantien, sagte er am Montag nach einem Branchengipfel und griff damit einen Vorschlag aus der Runde auf, "den wir bewerten werden". Knackpunkt sind die langen Genehmigungsverfahren - sie bremsen den Ausbau aus. "Der Markt ist sehr verunsichert", sagte Habeck.

APA/ag

Anteil des erneuerbaren Stroms leicht gesunken

21. November 2022, Wien
Mehr als 85 Prozent des Stroms stammen von Erneuerbaren
 - FEISTRITZ/ROSENTAL, APA/GINDLFOTO

Im Vorjahr ist der Anteil der erneuerbaren Energie bei Strom leicht gesunken: Laut der Regulierungsbehörde E-Control hat sich gezeigt, dass im Vorjahr 85,39 Prozent der Nachweise aus erneuerbaren Energieträgern stammen, geht aus einer Mitteilung der E-Control hervor.

APA

Oekostrom AG will 2 Prozent der Flächen für Windräder widmen

9. November 2022

IG Windkraft unterstützt den Vorschlag. Kärntner Seilbahnen wollen Strom direkt an der Piste produzieren.

Der Grünstrom-Produzent und Energiehändler Oekostrom AG fordert, dass künftig jede Gemeinde in Österreich zwei Prozent ihrer Flächen verpflichtend für Windkraftwerke zur Verfügung stellt. Auf dieser Fläche – die einer Verzehnfachung des Status quo entspricht – könnte Österreich zu 100 Prozent mit erneuerbarem, regionalen Strom versorgt werden. Die gleiche Forderung hatte die IG Windkraft im Frühjahr erhoben.

Derzeit gibt es 1.300 Windräder in Österreich, die auf 0,2 Prozent der Landesfläche (171 km2), vor allem im Osten Österreichs, etwa 7,6 TWh Strom erzeugen. Wenn die Anzahl auf 5.400 – größere und leistungsstärkere – Windräder erhöht würde, könnten 83 TWh Strom jährlich erzeugt werden, argumentieren die Oekostrom AG und IG Windkraft.
Mit einem massiv forcierten Ausbau, der die Gemeinden verpflichten würde, bis 2024 zwei Prozent der Fläche für Windkraft zu widmen oder allenfalls Kompensationsflächen in anderen Gemeinden zu kaufen und dann Genehmigungen innerhalb von zwei Jahren zu erteilen, könnte schon 2027 der österreichische Strombedarf zur Gänze aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.

Der im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) vorgesehene Windkraft-Ausbau sieht hingegen lediglich die Steigerung der Stromproduktion aus Windkraft bis 2030 auf 17,3 TWh vor, wobei die Zahl der Windräder nur von 1.300 auf 1.700 steigen würde, weil alte Anlagen durch effizientere ersetzt würden. Die dann erzeugte Strommenge sollte etwa einem Viertel des heimischen Stromverbrauchs entsprechen.

Wiener Zeitung