Subventionen für Fossile bremsen Erneuerbare

1. Dezember 2021

Welt. Die Energiepreise sind zuletzt stark gestiegen. Oft wird als Ursache der Umstieg auf teure erneuerbare Energie angeführt, während zum Beispiel günstige Kohlekraftwerke abgeschaltet werden müssen. Die OECD und die internationale Energieagentur zeichnen nun ein anderes Bild und kritisieren, dass "führende Volkswirtschaften nach wie vor Hunderte Milliarden US-Dollar pro Jahr ausgeben, um Produktion und Verbrauch von Kohle, Öl und Erdgas zu subventionieren. Sinnvoller wäre es, dieses Geld in Energieeffizienz und die Entwicklung CO 2-armer Alternativen zu investieren." Die Subventionen in Form von Steuervergünstigungen und öffentlichen Ausgaben - im Vorjahr waren es 351 Milliarden US-Dollar - bremsen den Umstieg auf erneuerbare Energien. Das Geld wäre im Kampf gegen den Klimawandel tatsächlich besser eingesetzt. Um das 1,5-Grad-Ziel bei der Erderwärmung zu erreichen, müssen die privaten und öffentlichen Ausgaben bis 2030 auf über 4.000 Milliarden US-Dollar steigen, so Schätzungen der Climate Policy Initiative. Mit den bisherigen Zuwachsraten geht sich das nicht aus. 2020 erreichten die Investitionen in den Klimaschutz erst 632 Milliarden. 

Gewinn

Energiepreise stiegen im Oktober dramatisch

1. Dezember 2021, Wien

Inflation. Heizöl wurde um 60 Prozent teurer.

Die Energiepreise für die heimischen Haushalte waren im Oktober um 22,8 Prozent höher als ein Jahr davor. Laut der Österreichischen Energieagentur wurden mit 60,8 und knapp 30 Prozent vor allem Heizöl und Sprit teurer. Der Gaspreis stieg um 15,6 Prozent und Strom verteuerte sich um 9,6 Prozent. Für die Inflation von 3,7 Prozent im Oktober waren die Energiepreise wesentlich mitverantwortlich.

Binnen Monatsfrist verteuerten sich im Oktober Heizöl um 12,3 Prozent, Diesel um 7,5 Prozent), Superbenzin um 3,9 Prozent sowie Gas um 3,5 Prozent. Geringer war der Anstieg bei Brennholz, Strom und Holzpellets mit knapp zwei Prozent, Fernwärme blieb preisstabil.

Die Presse

EU-Mittel für Skandal-Kraftwerk

23. November 2021, Brüssel

Energiepolitik. Malta dürfte Millionen aus dem EU-Budget erhalten, um eine Gaspipeline zu bauen - von welcher der Hauptangeklagte im Mordfall Galizia profitiert.

Der Mord an der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia sorgt nach vier Jahren erneut für Schlagzeilen. Am Freitag beschlossen nämlich laut dem britischen "Guardian" die EU-Botschafter, dass Malta und Zypern entgegen den klimapolitischen Zielen der Union weiterhin Subventionen aus dem EU-Haushalt beziehen können, um an das europäische Netz für Gaspipelines angeschlossen zu werden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Maltas einziges Gaskraftwerk nicht mehr mit überteuertem Flüssiggas, sondern künftig billiger per Rohrleitung versorgt werden kann.

Davon wird eine maltesische Energiefirma namens Electro Gas finanziell profitieren - sie gehört zu einem Drittel einer Gruppe einflussreicher maltesischer Geschäftsleute, darunter Yorgen Fenech, der heuer Ende August wegen Anstiftung zum Auftragsmord an Caruana Galizia angeklagt worden ist.

Fenech droht im Fall des Schuldspruchs bis zu lebenslange Haft. Dieser Strafprozess führt direkt zur letzten Recherche der am 16. Oktober 2017 per Autobombe ermordeten Journalistin zurück. Denn nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren es genau diese Erkundungen des Umbaus und der Belieferung des Kraftwerks in Delimara durch Electro Gas, die Daphne Caruana Galizia das Leben gekostet hatten.

Die Presse

Unabhängiger Regulator ohne Gehalt

23. November 2021, Wien

E-Control. Neun Monate ohne Geld: Die beiden Energie-Regulatoren warten seit März auf ihre Verträge. Im Streit mit Aufsichtsrat und Klima-Ministerium geht es um Geld, Macht und Freiheit.

Zehn Wochen noch. Dann schmückt Edith Hlawati ihre Karriere mit dem Aufstieg zur Hüterin des heimischen Staatsschatzes. Als künftige Chefin der Österreichischen Beteiligungs AG (Öbag) überblickt die renommierte Juristin ab Februar die 30 Milliarden Euro schweren Beteiligungen der Republik an elf Unternehmen - von der OMV über den Verbund bis zur Telekom. Nach dem turbulenten Abgang ihres Vorgängers Thomas Schmid soll sie Vertrauen schaffen, Ruhe und Stabilität in die Öbag zurückbringen. Doch von Ruhe und Stabilität ist die 64-Jährige heute weit entfernt. Im Gegenteil: Sie hat alle Hände voll zu tun, um im Februar keine gewaltige Baustelle zu hinterlassen.
Dabei trifft es nicht ihre Kanzlei, sondern den heimischen Energieregulator E-Control, wo Hlawati als Vorsitzende des Aufsichtsrats fungiert. Die Rolle des unabhängigen Regulators ist oft sensibel und in Zeiten des Energiepreisschocks und der grünen Wende wichtiger denn je. Zwei Vorstände sind dort am Werk, Wolfgang Urbantschitsch und seit heuer auch der Universitätsprofessor Alfons Haber. Beide Fachleute mit gutem Ruf, das Problem: Beide verrichten ihren Dienst seit März ohne gültige Verträge - und ohne Bezahlung.

Die Presse

Wer von den Investitionen in die Stromnetze profitiert

23. November 2021


Energiewende. Gewinner sind vor allem Wien und Oberösterreich Thomas Karall APG-Vorstand

Ohne den weiteren Ausbau der Stromnetze wird es keine Energiewende geben. Der Betreiber der Übertragungsnetze, die Austrian Power Grid (APG), wird daher bis 2031 rund 3,5 Milliarden Euro in die heimischen Stromnetze investieren.
Da stellt sich auch die Frage, welche ökonomischen Folgen die Ausbaupläne haben. Der Ökonom Christian Helmenstein hat dazu eine Studie des Economica Instituts vorgelegt. Untersucht wurden „wertschöpfungsrelevante Investitionen“.

Von den 3,5 Milliarden Euro wird ein Teil für den Ankauf von Grundstücken ausgegeben. Bleiben also 3,1 Milliarden Euro. Rund eine Milliarde fließt ins Ausland und 2,1 Milliarden an Wertschöpfung bleiben in Österreich.
In der Studie wird diese Wertschöpfung auf die Bundesländer aufgeteilt. Das Ergebnis sagt nichts darüber aus, in welchem Bundesland der Leitungsausbau stattfindet. Es geht lediglich um die Frage, wo die Unternehmen angesiedelt sind, die Aufträge bekommen.

Kurier

Warnung vor EU-Energiemarktreform

18. November 2021

Kommissar skeptisch zu gemeinsamem Einkauf von Erdgas

Dass die Energiewende kommt steht fest, doch EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni hat vor übereilten Reformen des EU-Energiemarktes gewarnt. „Die französische Regierung hat vorgeschlagen, die EU-Energiemärkte zu reformieren. Das diskutieren wir, aber mit Eingriffen in die EU-Energiemärkte sollten wir sehr vorsichtig sein“, wird der italienische Politiker in der „Welt“ zitiert. „Wir laufen sonst Gefahr, mit Änderungen in einen Markt einzugreifen, der normalerweise hervorragend funktioniert.“

Wegen des Preisanstiegs sei der politische Druck gerade sehr hoch, aber das sollte nicht zu überstürzten Reaktionen führen, auch weil die Preisentwicklung vermutlich nur vorübergehend ist, so Gentiloni. Frankreich dringt vor allem darauf, die Preisfindung beim Strom von den stark gestiegenen Gaspreisen zu entkoppeln.

Der EU-Politiker ist auch skeptisch hinsichtlich eines gemeinsamen EU-Einkaufs von Erdgas, wie ihn Spanien vorgeschlagen hat. Das sei nicht so einfach. „Wir müssen mit Ländern in Nordafrika, Norwegen und vor allem mit Russland verhandeln. Wir brauchen eine gemeinsame europäische Haltung gegenüber anderen Ländern, aber das in eine gemeinsame Beschaffung zu überführen, liegt nicht auf der Hand“, führte er weiter aus.
Die Energiewende sorgt sorgt für Diskussionen auch in der Europäischen Union.

Oberösterreichisches Volksblatt

6.808 wechselten Energieanbieter

18. November 2021

Laut der Energieregulierungsbehörde

E-Control haben in den ersten drei Quartalen 2021 insgesamt 6.508 burgenländische Kundinnen oder Kunden ihren Strom- oder Gasanbieter gewechselt. Das ist etwas weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (6.765). In Summe wechselten 4.873 Kunden ihren Strom- und 1.635 ihren Gasversorger – das entspricht Wechselraten von 2,2 (Strom) beziehungsweise 3,1 Prozent (Gas). Die günstigsten Lieferanten für Strom und Gas findet man online auf der Homepage tarifkalkulator.

Kurier

Klimaschutz an der Autobahn

18. November 2021

Nachhaltig. Wie man an Österreichs Straßen jetzt auf erneuerbare Energiequellen setzt

Dass sich auch im Mobilitätssektor einiges in Richtung Klima- und Umweltschutz bewegt, beweist nicht nur die stetig
voranschreitende Entwicklung von E-Autos, sondern auch ein neues Projekt des österreichischen Autobahnbetreibers ASFINAG: Der Standort in Klagenfurt wird bereits seit dem Frühjahr von einer Fotovoltaik-Anlage mit dem nötigen Strom versorgt, jetzt stieg man auf Smart Grid um.

Blackout-Sicher

Der Vorteil des Projekts liegt auf der Hand: Die Anlage, die jetzt über ein intelligentes Stromnetz mit Batteriespeicher verfügt, ist nun in der Lage den Standort durchgehend mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Auch vor einem Blackout ist der Standort Klagenfurt jetzt gefeit, da die Steuerung des Stromnetzes innerhalb von Sekunden darüber entscheiden kann, woher der Strom bezogen werden soll: Zur Auswahl stehen die Fotovoltaik-Anlage selbst, der Batteriespeicher und, sollte nicht genug Sonnenstrom vorhanden und die Batterie schon leer sein, das Notstromaggregat und das öffentliche Netz. Die Autobahnmeisterei mit zugehöriger Verkehrsmanagement-Zentrale und E-Ladestationen ist österreichweit die erste Smart Grid-Anlage des Autobahnbetreibers. Auch Umweltministerin Leonore Gewessler äußert sich zu dem Projekt: „Energieautarke Lösungen, wie es die Klagenfurter Smart Grid-Anlage vorzeigt, werden wir auch weiterhin brauchen. Sie sind ein wichtiges Werkzeug auf dem Weg Österreichs zur Klimaneutralität bis 2040. Wir versorgen so Bürgerinnen und Bürger und unsere Infrastruktur klimafreundlich mit sauberem Strom. Es freut mich daher auch sehr, dass Unternehmen wie die ASFINAG mit gutem Beispiel vorangehen und mit Projekten wie diesen an einer klimafreundlichen Zukunft mitarbeiten.“

Kurier

Hoffnungsträger New Energy

18. November 2021

Effizient. Wie österreichische Projekte eine Vorreiterrolle bei nachhaltiger Energiegewinnung einnehmen.

Der Klimagipfel in Glasgow macht die Thematiken Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie und ihre Relevanz für eine breite Öffentlichkeit wieder sichtbar. So auch in Österreich: Verschiedenste Forschungs- und Leuchtturmprojekte rücken mehr denn je in den Vordergrund.

Plus-Energie-Quartiere

Vor allem bei in puncto Energieeffizienz geplanten Infrastrukturnetzen, wie beispielsweise der Ausschöpfung des geothermischen Potenzials von Tunnelsystemen, ist die Forschung auf dem Vormarsch.

In diesem Bereich beeindruckt ein besonders innovatives Forschungsprojekt, das sich auf den Brenner Basistunnel fokussiert: Das Projekt „ThermoCluster“ beschäftigt sich mit der integrativen Betrachtung des geothermischen Potenzials des Brenner Basistunnels und der Verteilung der daraus gewonnenen Wärme hin zu potenziellen Plus-Energie-Quartieren der Stadt Innsbruck. Obwohl es sich um ein hochwissenschaftliches Konzept handelt, lässt es sich auf einen simplen Nenner bringen, wie Thomas Geisler vom Institut für Felsmechanik und Tunnelbau der TU Graz erklärt: „Vereinfacht gesagt geht es darum, ob und wie das Drainagewasser aus dem Brenner Basistunnel zum klimafreundlichen Heizen von Häusern in Innsbruck genutzt werden kann.“

Kurier

Atomkraft, ja bitte!

10. November 2021

Um ihre CO2-Bilanz zu senken, setzen einige Staaten weiter auf Kernenergie. Die Probleme bleiben aber.

Atomkraft? Nein danke!“ Das ist seit den 1970er-Jahren in Österreich Common Sense. Jede Schülerin der achten Schulstufe lernt im Physikunterricht, dass das AKW Zwentendorf quasi umsonst gebaut und nie aktiviert wurde. Österreich kommt dank Wasserkraft ohne Atomstrom aus und seit 1969 ist auch niemand mehr auf die Idee gekommen, ein Atomkraftwerk zu bauen. Und auch in Deutschland soll im kommenden Jahr der letzte Atomreaktor vom Netz gehen. Nach der Havarie in Fukushima hat das Land 2011 den Atomausstieg beschlossen.
In zahlreichen anderen EU-Ländern sieht es aber anders aus. Rund um die EU-Klimaziele – die Staatengemeinschaft will ab 2050 CO2-neutral wirtschaften – ist eine hitzige Diskussion darüber entstanden, ob und wie geeignet die Atomkraft ist, den Treibhausgasausstoß zu senken. Um das 1,5-Grad-Ziel und den CO2-Reduktionspfad zu erreichen, setzten deshalb manche auf Kernenergie als Brückentechnologie. Atomstrom als grüne, saubere Energiequelle neben Wasser, Sonne und Wind also?

14 EU-Staaten betreiben derzeit (noch) Atomkraftwerke. Einige von ihnen – allen voran Frankreich, aber auch Polen, Ungarn, Finnland oder Schweden – setzten sich nun auf EU-Ebene dafür ein, dass Atomkraft im Zuge der EU-Klimastrategie „Fit for 55“ als grün angerechnet werden kann und Atomstrom gefördert werden soll. Frankreich deckt 70 Prozent seines Strombedarfs aus Atomkraft. Eigentlich sollte dieser Wert bis 2025 auf 50 sinken, aber erst vor kurzem hat Präsident Emmanuel Macron das auf 2035 verschoben.

Wiener Zeitung

Grünes Licht für grünen Wasserstoff

10. November 2021

Energie Steiermark will noch heuer mit dem Bau einer zehn Millionen Euro teuren Produktion für grünen Wasserstoff beginnen, Österreichs erstes kommerzielles Projekt. Weitere Initiativen zur Dekarbonisierung sind im Rollen.
Wasserstoff (H2) gilt als Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende. Gerade dort, wo Energieeffizienz und die direkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen nicht ausreichen, um die CO2-Emissionen signifikant zu senken, könnte klimafreundlich hergestellter Wasserstoff die Lösung sein. Das zumindest sagen Experten unter Hinweis auf Sektoren wie Industrie und Verkehr seit vielen Jahren schon. Außer diversen Forschungsprojekten gibt es in Österreich bis jetzt noch wenig Herzeigbares. Das soll sich nun ändern.

Ein Energieerzeuger im Süden des Landes ist drauf und dran, das erste kommerzielle Wasserstoffprojekt Österreichs auf die Beine zu stellen. Noch heuer will Energie Steiermark mit dem Bau einer Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff beginnen. „Geredet wird viel, was denn nicht alles zu tun wäre für eine saubere Umwelt. Worauf es aber ankommt, ist, Projekte auf den Boden zu bringen. Genau das machen wir jetzt“, sagte Martin Graf, Vorstandsdirektor der Energie Steiermark, dem STANDARD.

Gebaut wird im südsteirischen Gabersdorf (Bezirk Leibnitz) auf einem 10.000 Quadratmeter (m2) großen Areal. Die Gesamtkosten beziffert Graf mit gut zehn Millionen Euro, wovon rund 2,6 Millionen Euro durch Klima- und Energiefonds, FFG, Kommunalkredit Public Consulting gefördert werden, Covid-Investitionsprämie inklusive.
Teil des Projekts ist auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Kollektorfläche von 6000 m2, die mit den Ressourcen einer bereits bestehenden Biogasanlage zusammengespannt werden soll. Im ersten vollen Produktionsjahr 2023 will man 160 Tonnen grünen Wasserstoff herstellen.

Der Standard

Stabilitätsmechanismus: Regierung schärft beim CO2-Preis nach

10. November 2021, Wien

Steuerreform. Das türkis-grüne Prestigeprojekt geht in Begutachtung. Neu im Entwurf: Der CO2-Preis wird an die Energiepreise gekoppelt.

Das Prestigeprojekt der türkis-grünen Bundesregierung, die ökosoziale Steuerreform, geht heute, Montag, in eine vierwöchige Begutachtung. Kernpunkt ist der Einstieg in die CO2-Bepreisung ab 1. Juli 2022. Im Gegenzug gibt es einen regional gestaffelten Klimabonus für die Bevölkerung. Der Einstiegspreis beträgt 30 Euro pro Tonne, er steigt bis 2025 auf 55 Euro.

Neu dazugekommen im Gesetzesentwurf ist - seit der Präsentation der Steuerreform vor einem Monat - ein Preisstabilitätsmechanismus. Er soll ab 2023 gelten und Ausschläge der fossilen Energiepreise abfedern. Steigen die Energiepreise für private Haushalte im laufenden Jahr um mehr als 12,5 Prozent, so soll sich die Erhöhung des CO2-Preises im Folgejahr halbieren. Sinken die fossilen Energiepreise dagegen, steigt der CO2-Preis im Folgejahr um 50 Prozent. Damit sei ein Mechanismus geschaffen worden, der Schwankungen der Energiepreise insbesondere für Privathaushalte abfedere, heißt es im Finanzministerium.

Die Einnahmen aus der CO2-Steuer sollen kumuliert bis 2025 rund fünf Milliarden Euro betragen, wobei sie 2022 nur rund eine halbe Milliarde ausmachen werden (die Reform kommt ja erst Mitte des Jahres). Der CO2-Preis fließt dann - je nach Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel - als regionaler Klimabonus an die Bevölkerung zurück. Dabei gibt es vier Stufen: Nur in Wien sind es 100 Euro, in allen anderen Gemeinden bekommt man 133, 167 oder 200 Euro pro Jahr und Person. Für Kinder gibt es die Hälfte des regionalen Klimabonus. Ab 2026 soll es einen EU-weiten CO2-Emissionshandel für sämtliche Lebensbereiche geben.

Die Presse