Türkei weist Drohung der EU im Gasstreit zurück

2. Oktober 2020, Ankara/Brüssel/Athen

Die Türkei hat die Sanktionsdrohung der EU im Streit um die Gasvorkommen im Mittelmeer zurückgewiesen. „Die Sprache der Sanktionen zu verwenden ist nicht konstruktiv“, erklärte das türkische Außenministerium am Freitag. Die EU müsse begreifen, dass sie auf diese Weise nichts erreichen werde.

Die Staats- und Regierungschefs in Brüssel hatten in der Nacht zum Freitag der Türkei in einer gemeinsamen Stellungnahme gedroht, „alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente“ zu nutzen, wenn Ankara im Gasstreit nicht zum Dialog bereit sei. Das Wort „Sanktionen“ kommt darin nicht vor, es werden aber zwei Artikel aus den EU-Verträgen genannt, die Grundlage für die Verhängung von Strafmaßnahmen sind.

Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Sowohl Griechenland und Zypern als auch die Türkei erheben Anspruch auf die betreffenden Seegebiete.

APA/ag

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