Landwirtschaftsvertretern fehlt „grünes Gas“ in EAG-Entwurf

5. Oktober 2020, Wien

Das derzeit in Begutachtung befindliche Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) stößt bei Landwirtschaftsvertretern auf grundsätzliche Zustimmung. Die heimischen Agrarlandesräte und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) vermissen aber das Thema „grünes Gas“ im EAG-Entwurf. Das Gas wird aus Reststoffen der Landwirtschaft gewonnen.

„Greening the gas ist ein Schlagwort, das mir im Erneuerbaren Ausbau Gesetz noch komplett fehlt“, so der Vorsitzender der Agrarlandesräte-Konferenz (LARK), Josef Schwaiger, am Montag in einer Ausendung. Dies sei „in vielen Bereichen der einzig logische Weg, um aus fossilen Energieträgern auszusteigen“. Schwaiger appelliert an die Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) das Gesetz noch einmal nachzuschärfen, um „grünes Gas“ zu forcieren. Lobende Worte fand er für die geplanten Erneuerbaren Gemeinschaften und Maßnahmen im Bereich Biomasse. Gewessler hatte Mitte September zugesichert, das Thema „grünes Gas“ als großes, komplexes Thema in einem eigenen Gesetz auf den Weg bringen zu wollen. Das neue Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz war heute Nachmittag Thema bei der heutigen Konferenz der Bundesländer-Agrarlandesräte.

Auch Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sieht Handlungsbedarf. „Biogas und in Zukunft auch Holzgas werden ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg sein. Umso mehr fehlt das Thema ´Greening the gas‘ im Erneuerbaren Ausbau Gesetz“, so Köstinger. Man müsse die bestehende Gas-Infrastruktur nutzen, um mit „grünen Gas“ Haushalte und Firmen zu beliefern.

APA

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