EU-Klimaziele – Gewessler begrüßt Teileinigung bei Umweltrat

23. Oktober 2020, Luxemburg/Wien/EU-weit

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) begrüßt die Teileinigung des EU-Umweltrates in Luxemburg zum EU-Klimagesetz. Damit wird das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 rechtlich verbindlich festgelegt und der Weg dorthin vorgezeichnet, teilte die Ministerin gegen Ende des Treffens mit. Auch „mehr Einsatz im Kampf gegen das dramatische Artensterben“ sei vereinbart worden, hieß es.

„Die Artenvielfalt ist unsere Lebensversicherung und aus diesem Grund haben wir uns heute gemeinsam hinter die Strategie der Kommission gestellt. Damit sollen in Zukunft zum Beispiel 30 Prozent der Fläche Europas unter Schutz gestellt werden“, so Gewessler. Die EU-Biodiversitätsstrategie ist das zweite große Thema des heutigen Umweltrates.

Die Klimakrise ist für Klimaschutzministerin Gewessler „die große Frage unserer Zeit“. „Mit der heutigen Teileinigung ist ein erster wichtiger Schritt geschafft. Im Sinne einer guten Klimaschutzpolitik für Europa gilt es hier nun ambitioniert weiterzugehen“, sagte sie am Rande des Treffens.

Eine Einigung auf ein Zwischenziel auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050 wurde am Freitag noch nicht angestrebt. Dies sollen die EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Gipfel im Dezember festlegen. Gewessler hatte am Freitagmorgen ihre Unterstützung für das von der EU-Kommission vorgeschlagene Ziel von minus 55 Prozent Treibgasreduktion im Vergleich zu den Werten von 1990 ausgesprochen.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

Strategie für klimaneutrales Gesundheitswesen erarbeitet

11. Juli 2024, Wien
Energieverbrauch, nachhaltiger Umgang mit Arzneien und Spitalsessen
 - Wien, APA/EVA MANHART

OECD rät Österreich zu schnellerem Anheben des CO2-Preises

8. Juli 2024, Wien
Präsentation des OECD-"Länderberichts"
 - Wien, APA/HELMUT FOHRINGER

Gemischte Reaktionen auf Aus von Biogas-Gesetz

5. Juli 2024, Wien
In einer Biogas-Anlage werden Abfälle zu Methan vergoren
 - Gévezé, APA/AFP

Nach Warnung zu Gazprom-Pfändung: Wien prüft Möglichkeiten

5. Juli 2024, Wien/Budapest/Bratislava
Gazprom-Geld könnte gepfändet werden
 - Saint Petersburg, APA/AFP