OMV – Experten erwarten klaren Ergebniseinbruch für Q3

28. Oktober 2020, Wien
OMV-Vorstandssitzender Rainer Seele
 - Wien, APA

Für die am Donnerstag anstehenden Quartalszahlen des Erdöl- und Gaskonzerns OMV sehen die Experten der heimischen Analystenhäuser Raiffeisen Centrobank (RCB) und Erste Group einen massiven Rückgang beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (CCS-EBIT) und beim bereinigten Nettoergebnis. Allerdings sollen die Ergebnisse besser ausfallen als im zweiten Quartal.

Der Erste-Group-Analyst Tamas Pletser schrieb im Kommentar zu seinen Schätzungen, dass er ein „herausforderndes Quartal“ sieht. Allerdings dürften sich die Zahlen im Vergleich zum zweiten Vierteljahr etwas erholt haben. Im Upstream-Geschäft seien zuletzt höhere Ölpreise durch eine geringere Produktion, einen geringeren Absatz und schwächere Gaspreise konterkariert worden. Zudem komme eine 600 Mio. Euro schwere Abschreibung im dritten Quartal zum Tragen, welche sich hauptsächlich in einer Asset-Wertminderung im Upstream-Segment widerspiegle. Überdies nehme die OMV nun an, dass der Rohölpreis langfristig bei 50 US-Dollar je Barrel liegen würde, nach bisher 60 US-Dollar.

Das Mittel der Schätzungen zum Gewinn vor Zinsen und Steuern zu aktuellen Beschaffungskosten (CSS-EBIT) liegt bei 283 Mio. Euro und damit drastisch unter dem Vorjahresergebnis von 949 Mio. Zum Vergleich: Im Vorquartal lag es bei 145 Mio. Euro.

Für den bereinigten Nettogewinn errechnete die APA im Schnitt einen Wert von 66 Mio. Euro. Zum Vorjahresquartal entspräche dies einem Rückgang von 86 Prozent. Das nicht zu aktuellen Beschaffungskosten berechnete Nettoergebnis soll indes klar in die Verlustzone drehen. Nach einem positiven Ertrag von 425 Mio. Euro im Vorjahr belaufen sich die Schätzungen beider Analystenhäuser diesbezüglich auf minus 551 Mio. Euro.

OMV – Analystenschätzungen für das 3. Quartal 2020 (in Mio. Euro):

* nach Minderheiten

APA

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