Iberdrola will Milliarden in erneuerbare Energien stecken

5. November 2020, Madrid
Ibedrola-Logo
 - Bilbao, APA/AFP

Im hart umkämpften Markt für Erneuerbare Energien will der führende spanische Windenenergiekonzern Iberdrola tief in die Tasche greifen. Bis 2025 plant der Versorger, 75 Mrd. Euro unter anderem in den Ausbau der Netze und den Handel mit Erneuerbaren Energien zu investieren, kündigte Iberdrola am Donnerstag an.

Ziel sei es, die Chancen der Energiewende zu nutzen und so 2025 einen Nettogewinn von 5 Mrd. Euro zu erreichen. 2019 erzielte der Konzern unter dem Strich einen Gewinn von 3,4 Mrd. Euro.

Der Markt für grüne Energie erhält immer mehr Zulauf, denn Ölmultis wie BP, Royal Dutch Shell oder Total drängen in den Markt. Sie wollen in den nächsten Jahren ebenfalls Milliarden in saubere Energien investieren. Iberdrola und auch dem in dem Geschäft vorgepreschten Essener Energiekonzern RWE droht damit mehr Konkurrenz und ein härterer Preiskampf.

Iberdrola will den Löwenanteil seiner Investitionen – 50 Prozent der Gesamtsumme – je zur Hälfte in die USA und Großbritannien stecken. Auf dem spanischen Heimatmarkt will der Vorstand die Investitionen um 60 Prozent auf 14,35 Mrd. Euro anheben. Als weiteres Ziel gab er aus, bis 2030 die Solar- und Onshore-Windproduktionskapazität um das 2,5-fache und die Offshore-Windkraft um das 4,5-fache zu erhöhen. Die Gesamterzeugung soll dann 95 Gigawatt (GW) erreichen.

Iberdrola beliefert mehr als 30 Millionen Haushalte und Unternehmen in Spanien, den USA, Brasilien und Großbritannien. Der Konzern hat seine Expansion bereits gestartet und zuletzt mitgeteilt, die US-Tochter Avangrid wolle den Wettbewerber PNM Resources für rund 4,3 Mrd. Dollar (3,7 Mrd. Euro) schlucken. Das fusionierte Unternehmen wird Firmenangaben zufolge einen Nettogewinn von 850 Mio. Dollar verbuchen.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

Verbund und Borealis errichten Photovoltaikpark

22. November 2022, Wien

WIFO und BOKU liefern tagesaktuelle Energiedaten

21. November 2022, Wien

Anteil des erneuerbaren Stroms leicht gesunken

21. November 2022, Wien
Mehr als 85 Prozent des Stroms stammen von Erneuerbaren
 - FEISTRITZ/ROSENTAL, APA/GINDLFOTO

Wifo: Energiepreise dämpfen Wirtschaftswachstum

16. November 2022, Wien
Energiepreise als Bremser
 - Magdeburg, APA/ZB