Deutschland und Dänemark wollen Gasabkommen schließen

11. November 2020, Berlin
Widerstandskraft gegen Lieferausfälle soll erhöht werden
 - Hamburg, APA (dpa)

Deutschland und Dänemark wollen ein Abkommen schließen, um sich im Notfall gegenseitig bei der Gasversorgung zu helfen. Die deutsche Regierung habe der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags zugestimmt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Zuvor hatte das Nachrichtenportal „The Pioneer“ darüber berichtet.

Mit dem Vertrag werde ein Teil einer geänderten europäischen Verordnung zur sicheren Gasversorgung umgesetzt, hieß es. Diese ziele darauf ab, die Abhängigkeit einzelner EU-Mitgliedstaaten von Gaslieferungen aus dem außereuropäischen Ausland zu verringern und damit die Widerstandskraft gegen Lieferausfälle zu erhöhen.

Dazu sollen laut Ministerium gemeinsame Präventions- und Notfallpläne ausgearbeitet werden, bis hin zur Erdgasversorgung eines Mitgliedstaates durch einen anderen. Für diesen „Solidaritätsfall“ sollten solidarische Gaslieferungen als letztes Mittel im Fall einer extremen „Gasmangellage“ die Versorgung von Haushalten gewährleisten. Als Konsequenz aus der Novellierung der Verordnung seien sämtliche EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, bilaterale Solidaritätsabkommen abzuschließen. Das deutsch-dänische Solidaritätsabkommen sei das erste Abkommen, das europaweit unterzeichnet werde.

APA/dpa

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