Deutschland und Dänemark wollen Gasabkommen schließen

11. November 2020, Berlin
Widerstandskraft gegen Lieferausfälle soll erhöht werden
 - Hamburg, APA (dpa)

Deutschland und Dänemark wollen ein Abkommen schließen, um sich im Notfall gegenseitig bei der Gasversorgung zu helfen. Die deutsche Regierung habe der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags zugestimmt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Zuvor hatte das Nachrichtenportal „The Pioneer“ darüber berichtet.

Mit dem Vertrag werde ein Teil einer geänderten europäischen Verordnung zur sicheren Gasversorgung umgesetzt, hieß es. Diese ziele darauf ab, die Abhängigkeit einzelner EU-Mitgliedstaaten von Gaslieferungen aus dem außereuropäischen Ausland zu verringern und damit die Widerstandskraft gegen Lieferausfälle zu erhöhen.

Dazu sollen laut Ministerium gemeinsame Präventions- und Notfallpläne ausgearbeitet werden, bis hin zur Erdgasversorgung eines Mitgliedstaates durch einen anderen. Für diesen „Solidaritätsfall“ sollten solidarische Gaslieferungen als letztes Mittel im Fall einer extremen „Gasmangellage“ die Versorgung von Haushalten gewährleisten. Als Konsequenz aus der Novellierung der Verordnung seien sämtliche EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, bilaterale Solidaritätsabkommen abzuschließen. Das deutsch-dänische Solidaritätsabkommen sei das erste Abkommen, das europaweit unterzeichnet werde.

APA/dpa

Ähnliche Artikel weiterlesen

Energiekostenausgleich kann bis März 2023 eingelöst werden

26. September 2022, Wien
Die Jahresabrechnung vom Stromanbieter reduziert sich um 150 Euro
 - Berlin, APA/dpa

Wien Energie wandelt überschüssigen Ökostrom in Fernwärme um

26. September 2022, Wien
Die Produktion erfolgt in der Spittelau
 - Wien, APA/THEMENBILD

Gefüllte Speicher und drohende Rezession dämpfen Gaspreis

23. September 2022, Frankfurt
Der Gaspreis dürfte weiter sinken
 - Wien, APA/THEMENBILD

Großbritannien schnürt Paket gegen hohe Energiepreise

23. September 2022, London
Britischer Finanzminister plant rund 60 Mrd