82 Prozent des Stroms 2019 mit Grünstrom-Nachweis: Etwas mehr

13. November 2020, Wien
Windstrom im Fokus
 - Renzow, APA/dpa

In der heimischen Stromversorgung ist im vergangenen Jahr der Anteil der Ökostrom-Nachweise gestiegen und im Gegenzug der Anteil der Nachweise fossiler Energieträger gesunken. Im Rahmen der Stromkennzeichnung wurden 2019 81,83 Prozent der Nachweise aus erneuerbaren Energieträgern eingesetzt, im Jahr davor waren es 76,75 Prozent gewesen, geht aus dem aktuellen Stromkennzeichnungsbericht der E-Control hervor. Der Erneuerbaren-Anteil war in früheren Jahren aber schon höher.

„Der Anstieg ist auf den hohen Wert an Erzeugung aus Wasserkraft und Windenergie im Jahr 2019 zurückzuführen“, sagte E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch am Freitag laut Mitteilung. „Dadurch wurden entsprechend viele Nachweise erzeugt. Die Anteile der eingesetzten Nachweise liegen somit bereits zum zweiten Mal in Folge dicht an der Zusammensetzung der physikalischen Erzeugung in Österreich.“

Nachweise aus fossilen Energieträgern – Erdgas, Kohle und Erdöl – wurden im vergangenen Jahr weniger häufig eingesetzt, ihr Anteil sank von 23 auf 18,6 Prozent, jener der bekannten sonstigen Energieträger ist von 0,42 Prozent leicht auf 0,47 Prozent gestiegen.

„Der Einsatz von ausländischen Nachweisen ist annähernd gleich geblieben und lag bei rund 30 Prozent, 70 Prozent stammen demnach aus Österreich“, berichtete Urbantschitsch. „Norwegen bleibt mit 13,26 Prozent der Hauptlieferant für ausländische Nachweise in Österreich, gefolgt von den Niederlanden mit knapp acht Prozent.“

Derzeit werde an eine Reform der Stromkennzeichnung diskutiert, die untere anderem eine Vereinfachung der Darstellung bringen soll, heißt es aus der E-Control. Kritisiert wurde in der Vergangenheit immer wieder die getrennte Handelbarkeit des Stroms und der Nachweise.

APA

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