EU-Veto Österreichs gegen Wasserstoff aus Atomkraft

10. Dezember 2020, Wien
Umweltministerin Leonore Gewessler 

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Österreich hat nach Angaben von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) in der EU verhindert, dass die Produktion von Wasserstoff auch dann mit EU-Geldern gefördert werden kann, wenn er mit Atomstrom produziert wird. „Mit unserem Veto haben wir verhindert, dass Beitragsmilliarden in Atomenergie gepumpt werden“, erklärte Gewessler am Donnerstag in einer Aussendung.

Die Entscheidung erfolgte bei einer EU-Botschaftersitzung in Brüssel, bei der Schlussfolgerungen zum Energiebereich angenommen wurden. Die Nutzung klimafreundlichen Wasserstoffs soll nach dem Willen der Brüsseler EU-Kommission stark ausgebaut werden, um die Energiewende voranzutreiben. Die Behörde hatte im Juli eine Strategie vorgelegt, wonach die Kapazitäten europaweit mit öffentlicher Unterstützung stark wachsen sollen.

Ein strittiger Punkt dabei waren dabei EU-Fördergelder für die Produktion von Wasserstoff. Atomnationen wie Frankreich, Tschechien und Ungarn hätten dafür lobbyiert, dass die Produktion von Wasserstoff unter dem Deckmantel der „Technologieneutralität“ auch dann mit EU-Geldern gefördert werden kann, wenn er mit Atomstrom produziert wird, teilte das Klima- und Umweltministerium mit.

„Unsere Industrie braucht Wasserstoff und sie wird ihn bekommen“, versprach Gewessler „sauberen Wasserstoff aus erneuerbarer Energie“. Die Entscheidung sei ein „großer Erfolg für die Umwelt und den Klimaschutz“.

APA

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