EU will Airlines ehrgeizige Vorgaben bei Kraftstoffen machen

10. Dezember 2020, Brüssel
Timmermans stellte die Pläne vorn
 - Brussels, APA/AFP/POOL

Die EU-Kommission will zur Erreichung der Klimaziele den Fluggesellschaften striktere Vorgaben beim Treibstoffverbrauch machen. Die Behörde arbeitet an ambitionierten Vorgaben, wie viel nachhaltigen Treibstoff Airlines künftig mindestens verwenden müssen. Damit man die Klimaziele erreichen könne, müssten die Emissionen aus dem Verkehrssektor deutlich sinken, sagte Kommissions-Vize-Präsident Frans Timmermans, der auch für den „Green Deal“ in der EU zuständig ist, am Mittwoch.

Zuletzt hatte es in einem Entwurf noch geheißen, dass Airlines bis 2030 auf einen Anteil von fünf Prozent bei „erneuerbaren und kohlenstoffarmen Verkehrskraftstoffen“ kommen sollten. Dieser Wert sollte auf rund 60 Prozent bis 2050 steigen. Beide Ziele wurden aus der finalen und veröffentlichten Version gestrichen.

Timmermans sagte, die Kommission beabsichtige nun, sich beim nachhaltigen Flugkraftstoffverbrauch höhere Ziele zu setzen. „Wir werden später mit einem ehrgeizigen Vorschlag herauskommen, weil wir dachten, wir könnten es besser machen als das, was im ursprünglichen Entwurf geschrieben stand“, sagte Timmermans. Nachhaltige Flugkraftstoffe sind deutlich teurer als das herkömmliche Kerosin und haben nur einen Anteil von weniger als einem Prozent am Kraftstoffverbrauch der europäischen Luftfahrt. Timmermans äußerte sich bei der Vorstellung von Plänen der EU-Kommission, wie sich Maßnahmen rund um die Klimapolitik auf den Verkehr auswirken.

APA/Reuters

Ähnliche Artikel weiterlesen

PV-Anlage Airport Wien: Flughafen wird CO2-neutral geführt

9. Jänner 2023, Wien/Schwechat
Bild der PV-Anlage
 - Schwechat, APA/HELMUT FOHRINGER

Flughafen Wien hat eine der größten PV-Anlagen gestartet

9. Jänner 2023, Wien/Schwechat
Bild der PV-Anlage
 - Schwechat, APA/HELMUT FOHRINGER

Airline-Dachverband: Produktion von Biokerosin verdreifacht

7. Dezember 2022, Genf

Europäisches Parlament schafft rechtliche Basis für eFuels

19. September 2022, Wien
Synthetische Alternativen sind nicht unumstritten
 - Berlin, APA/dpa