Gewessler: Atomkraft darf nicht die Zukunft sein

14. Dezember 2020, Brüssel/Wien
Gewessler plädiert klarerweise für erneuerbare Energien
 - Alpbach, APA

Nach Ansicht von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) ist die Atomkraft keine Energiequelle der Zukunft. „Für Österreich ist ganz klar – die Zukunft der Energie ist erneuerbar. Und da gehört Atomkraft eindeutig nicht dazu“, teilte Gewessler am Montag nach einem Treffen mit ihren EU-Amtskollegen der APA mit. Dort wurde darüber beraten, wie der Umbau der europäischen Energieversorgung zu 100 Prozent erneuerbaren Energien gelingen kann.

Dabei sei deutlich geworden, dass die Verbindung von Strom, Wärme und Verkehr ein „zentraler Baustein“ sein werde, hieß es in der Aussendung. Für die Industrie werde auch erneuerbarer Wasserstoff eine „wichtige Rolle spielen“. Laut Gewessler sollte Energie aus „Sonne, Wind, Wasser, Geothermie und Biomasse“ gewonnen werden. „Atomkraft ist zu teuer, unsicher und bringt unzählige ungelöste Risiken mit.“

Auch forderte die Klimaschutzministerin eine rasche Umsetzung des jüngst beschlossenen Klimaziels. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich vergangene Woche nach mehrstündigen Verhandlungen darauf geeinigt, dass der Ausstoß von Treibhausgasen in der Europäischen Union um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 sinken soll.

Auf der Tagesordnung stand auch die Gefährdung von EU-Mitgliedstaaten durch ein neues Atomkraftwerk in Weißrussland. Dort seien noch wesentliche Sicherheitsverbesserungen ausständig, die im Zuge des Stresstests nach EU-Vorbild identifiziert wurden, hieß es in der Aussendung weiter. Gewessler drückte den hauptbetroffenen Staaten am Baltikum ihre Unterstützung aus.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

Haushalte bekommen Energiekosten- und Teuerungsausgleich

28. Jänner 2022, Wien

Haushalte bekommen 600 Mio. Euro Energiekosten-Ausgleich

28. Jänner 2022, Wien

Energie-Kostenausgleich für fast alle Haushalte

28. Jänner 2022, Wien

Schweden will Atommüll-Endlager bauen

28. Jänner 2022, Berlin
Schwedens Umweltministerin Annika Strandhall
 - Stockholm, APA/TT News Agency