Exxon kündigt nach Kritik neue Klimaziele an

15. Dezember 2020, Irving (Texas)

Der größte US-Ölkonzern ExxonMobil hat sich unter dem Druck von Umweltschützern und kritischen Investoren striktere Klimaziele verschrieben. Bis zum Jahr 2025 solle der Treibhausgasausstoß um 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Niveau von 2016 reduziert werden, kündigte Exxon am Montag an. Damit stünden die Vorgaben im Einklang mit dem internationalen Klimaabkommen von Paris.

Exxons Ziele beziehen sich jedoch wie in der Branche üblich auf die sogenannte Emissionsintensität, bei der es um geringere Verschmutzung pro produziertem Barrel Öl und nicht um eine absolute Senkung von Treibhausgasen geht. Somit könnte der Ausstoß an umweltschädlichen Emissionen bei einer steigenden Ölproduktion in Zukunft zunächst durchaus weiter zunehmen.

Exxon ist schon lange mit heftiger Kritik von Umweltaktivisten konfrontiert, die dem Unternehmen unter anderem falsche Angaben zum Klimawandel vorwerfen. Auch einflussreiche Aktionäre hatten zuletzt dahin gehend Druck gemacht, dass Exxon umweltfreundlicher wird. Der Konzern steckt derzeit aufgrund der Coronapandemie, die die Nachfrage nach Öl und Gas stark gedämpft hat, in einer tiefen Krise.

APA/dpa

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