Österreicher mit Qualität der Umwelt zufrieden

18. Dezember 2020, Wien

Der Zustand der Umwelt in Österreich wird von der Bevölkerung überwiegend positiv eingeschätzt. Trotz bestehender Herausforderungen beim Klima- und Umweltschutz sind die Österreicher mit der Qualität der Umwelt hierzulande sehr zufrieden. „87 Prozent sehen diese als gut an“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Freitag in einer Aussendung.

Wie die Erhebung von Statistik Austria im Jahr 2019 ergab, wurden insbesondere die Trinkwasserqualität, die Wasserqualität der Seen und Flüsse, die Verfügbarkeit hochwertiger Lebensmittel sowie die Größe und der Zustand des Grünraums zu jeweils über 90 Prozent als gut beurteilt. Im Vergleich zum Jahr 2015 stieg die Zufriedenheit mit der Trinkwasserqualität von 97,3 Prozent auf 97,7 Prozent, die Zufriedenheit mit der Verfügbarkeit hochwertiger Lebensmittel von 92,9 Prozent auf 94 Prozent und die Zufriedenheit mit der Luftqualität von 85,6 Prozent auf 86,7 Prozent.

Die Zufriedenheit mit der Wasserqualität von Seen und Flüssen nahm sehr gering von 96,5 Prozent auf 96,3 Prozent ab, die mit der Größe und dem Zustand des Grünraums von 92,8 Prozent auf 91,9 Prozent. Die Lärmsituation wurde 2015 noch von 73 Prozent als gut beurteilt, 2019 sank dieser Wert auf 72,3 Prozent. Treibhauseffekt und Klimaveränderung (29,8 Prozent) sowie das steigende Verkehrsaufkommen (21,1 Prozent) stellten anteilsmäßig das größte Problem für die Befragten dar, gefolgt vom zunehmenden Abfallaufkommen (19,6 Prozent) sowie der Zerstörung von Natur und Landschaft (17,4 Prozent).

Zudem gewannen – vor der Coronapandemie – öffentliche Verkehrsmittel immer mehr an Bedeutung: 2011 nutzten 58,2 Prozent der Befragten die Öffis, 2015 waren es bereits 61,9 Prozent und 2019 schon 65,7 Prozent.

Knapp 53 Prozent der Österreicher schätzten ihre Lebensqualität als sehr gut und 45 Prozent als gut ein, wobei für die Befragten die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Lebensqualität der Gesundheitszustand (80,8 Prozent), das soziale Netz (68,4 Prozent), die Wohnsituation und das Wohnumfeld (62,6 Prozent) sowie der Zustand der natürlichen Umwelt (57,4 Prozent) waren.

APA

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