Erdbeben in Kroatien – Forderung nach Aus von AKW Kr?ko

29. Dezember 2020, Zagreb/Graz/Krsko
Archivbild es AKW Krsko
 - Krsko, APA/AFP

Nach dem schweren Erdbeben in Kroatien sind in Österreich Rufe nach einem Aus für das slowenische AKW Krško laut geworden. Die steirische Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl betonte, dass der grenznahe „Schrottmeiler“, der bekanntlich ja auf einer Erdbebenlinie liege, „keine Zukunft haben“ dürfe. Auch FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek forderte, die „überaltete Anlage“ herunterzufahren.

„Wir treten schon lange für eine Schließung der überalteten Anlage ein, die Häufigkeit an Beben sollte Anlass genug sein, um den Reaktor ein für alle Mal herunterzufahren“, betonte Kunasek in einer Aussendung. Krautwaschl ergänzte, dass die geplante Laufzeitverlängerung – eigentlich sollte der Reaktor im Jahr 2023 stillgelegt werden – bis 2043 „ein inakzeptables Risiko“ sei. „Noch nie wurde ein AKW so lang betrieben.“

Ein schweres Erdbeben in Zentralkroatien bei Petrinja hat schwere Schäden verursacht. Die Erschütterungen waren auch in Österreich spürbar. Das slowenische AKW liegt etwa 100 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt. In Slowenien, das ein Drittel seines Strombedarfs mit dem AKW deckt, wird unterdessen der Bau eines zweiten Reaktorblocks erwogen. Eine Entscheidung dazu soll spätestens 2027 gefällt werden.

APA

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