OeEB stellte 2019 knapp die Hälfte der internationalen Klimamittel

14. Jänner 2021, Wien

Die Österreichische Entwicklungsbank (OeEB) ist im Jahr 2019 der größte öffentliche Beitragsgeber für die internationale Klimafinanzierung gewesen. Mit rund 167,8 Mio. Euro stellte die OeEB knapp die Hälfte aller Mittel (48 Prozent) zur Verfügung, die Österreich an Entwicklungsländer vergibt, um diese beim Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Insgesamt flossen 2019 aus Österreich 346,4 Mio. Euro, teilte die OeEB am Donnerstag mit.

Das entspricht im Vergleich zum Jahr 2015 in etwa einer Verdoppelung des österreichischen Beitrags zur Klimafinanzierung in Entwicklungsländern von rund 170 auf 346 Mio. Euro. Das „zunehmende Engagement der Entwicklungsbank im Bereich Klimaschutz“ habe wesentlich zu dieser Steigerung beigetragen, heißt es in dem mittlerweile fünften „Bericht zur internationalen Klimafinanzierung“ des Klimaministeriums (BMK).

Nach der Entwicklungsbank war 2019 das Finanzministerium mit 123,1 Mio. Euro der zweitgrößte Geldgeber für internationale Klimafinanzierung, an dritter Stelle lag das BMK mit einem Beitrag von 33,4 Mio. Euro.

Von den bilateralen Zuschüssen Österreichs – sie machten 46 Mio. Euro aus – floss der Großteil (16,8 Mio. Euro oder 36 Prozent) nach Afrika. Nach Asien gingen 16 Prozent oder 7,3 Mio. Euro, 9 Prozent oder 4 Mio. Euro nach Süd-Ost-Europa und 5 Prozent (2,4 Mio. Euro) nach Lateinamerika. Die übrigen 15,5 Mio. Euro gingen an andere Regionen.

„Trotz der aktuellen Covid-Krise darf das Thema Klimaschutz nicht in den Hintergrund rücken“, sagten die Vorstände der Oesterreichischen Entwicklungsbank (OeEB), Sabine Gaber und Michael Wancata, laut einer Aussendung. „Saubere Energie zu forcieren und einen positiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wird weiterhin ein zentraler Schwerpunkt in der Arbeit der OeEB bleiben.“ Die OeEB wolle weiterhin der „österreichische Hauptakteur in der internationalen Klimafinanzierung“ bleiben.

Die Entwicklungsbank habe sich zudem gemeinsam mit 15 anderen europäischen Entwicklungsbanken verpflichtet, ihre Finanzierungsentscheidungen noch stärker an den Pariser Klimazielen auszurichten. So gebe es ab sofort keine Finanzierung von Kohle- und Ölprojekten mehr. Für andere fossile Brennstoffe werde die Finanzierung auf solche Projekte beschränkt, die den Pariser Zielen entsprechen. Bis spätestens 2030 werden auch sie generell aus der Finanzierung ausgeschlossen. „Bis spätestens 2050 sollen die Portfolios der Entwicklungsbanken das Netto-Null-Emissionsziel erreichen“, schreibt die OeEB.

APA

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