Wintershall bereit für Börsengang

15. Jänner 2021, Kassel

Der deutsche Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea sieht nach den Worten von Vorstandschef Mario Mehren gute Rahmenbedingungen für den heuer geplanten Börsengang. „Wir sind als Unternehmen ‚ready to go‘, um an den Markt zu gehen“, sagte Mehren in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters. „Unsere Eigentümer BASF und LetterOne haben gesagt, dass man den Börsengang 2021 anstrebt, abhängig von den Marktbedingungen“, fügte der Manager hinzu.

Es müsse eine gewisse Sichtbarkeit geben, wie sich die Pandemie und die Wirtschaft entwickeln. Das Interesse für den Börsengang sei da, betonte Mehren. „Wir haben nachrangige Bonds begeben und hatten hervorragende Nachfrage. Wir haben 1,5 Milliarden Euro platziert bei mehr als zweifacher Überzeichnung. Das zeigt, dass unsere Equity-Story gut ist.“

Wintershall Dea hatte im November berichtet, dass die Corona-Krise die Ergebnisse belastet. Kostensenkungen und ein höherer Absatz sollten sich jedoch langfristig auszahlen. Das Unternehmen legt Ende Februar seine Bilanz für 2020 vor. „In den letzten zwei Monaten gab es erfreuliche Entwicklungen beim Gaspreis“, sagte Mehren. Auch die Ölnachfrage in Asien sei wieder stabiler. „Wir wollen aber nicht von der Depression in die Euphorie, Stabilität wäre wünschenswert.“

APA/ag

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