US-Klima-Beauftragter Kerry: USA müssen „mehr leisten“

21. Jänner 2021, Washington
US-Klimabeauftragter John Kerry
 - Washington, APA/AFP/POOL

Die USA stellen mehr Anstrengungen beim Klimaschutz in Aussicht. John Kerry, Klima-Sonderbeauftragter des neuen US-Präsidenten Joe Biden, sagte dem Nachrichtenportal „t-online“ am Donnerstag: „Zuallererst muss unser eigenes Land mehr leisten.“

Biden hatte nach der Amtsübernahme die Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Klimaabkommen von Paris eingeleitet. Nach Eingang des Schreibens bei den Vereinten Nationen sagte Generalsekretär António Guterres, die USA seien vom 19. Februar an wieder Teil des Abkommens.

Kerry, unter Ex-Präsident Barack Obama Außenminister, sagte: „Klima ist die große Herausforderung für uns alle und wir werden dazu sehr bald direkte Gespräche mit den Anführern Europas führen.“ Er lobte Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel in diesem Zusammenhang als „hervorragende Partnerin“.

Die Europäische Union begrüßte Bidens Schritt. „Die Klimakrise ist die entscheidende Herausforderung unserer Zeit und kann nur mit Bündelung aller Kräfte bewältigt werden“, erklärten der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und EU-Kommissionsvize Frans Timmermans.

Ziel der Pariser Vereinbarung aus dem Jahr 2015 ist es, den Klimawandel auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte seit seinem Amtsantritt 2017 viele Vorgaben zum Klima- und Umweltschutz rückgängig gemacht. Das Klimaabkommen nannte er „sehr unfair und einseitig“ sowie schädlich für die amerikanische Wirtschaft.

APA/dpa

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