Stromverbrauch in Wien gestern auf bisherigem Jahreshoch

16. Feber 2021, Wien
Kälte erhöhte Energieverbrauch
 - Wien, APA (Jäger)

Die niedrigen Temperaturen trieben den Energieverbrauch nach oben. In Wien hat der Stromverbrauch gestern abend den bisher höchsten Wert des heurigen Jahres erreicht. Bei Gas hat die Kälte in der Vorwoche das bisherige Jahreshoch gebracht. Die Spitzenwerte des Vorjahres wurden nach Angaben der Wiener Netze aber noch nicht erreicht. Auch der Fernwärmeverbrauch war in der Vorwoche laut Wien Energie heuer bisher am höchsten.

Der Gasverbrauch schwankt laut den Experten der Wiener Netze eher durch Temperaturen als durch den Lockdown. Bei der Stromabgabe sei im Netzgebiet Wien, das auch Teile von Niederösterreich und dem Burgenland umfasst, vor allem im ersten Lockdwon ein Rückgang (minus 9 Prozent) bemerkt worden, der im Lockdown zwei (minus 3 Prozent) und drei nicht mehr so stark ausgeprägt war.

Bei der Fernwärme sei im heurigen Winter witterungsbedingt etwas mehr verbraucht worden, Corona-Effekt sei bisher aber keiner zu sehen, so die Wien Energie Ende der Vorwoche in einer Aussendung. Von Beginn der Heizsaison bis Mitte Februar sei der Verbrauch um rund 6 Prozent höher gewesen als in der Vorjahresperiode. Die Heizsaison geht bis Ende März. Wie viel Energie tatsächlich verbraucht werde, hänge vom individuellen Verhalten, Heizungsart und -einstellungen und auch vom Gebäude ab.

Die bisherige Strom-Jahreshöchstlast wurde gestern gegen 18 Uhr gemessen und betrug 1.872 Megawatt (MW), hieß es aus den Wiener Netzen zur APA. Das war weniger als der Spitzenwert 2020 (Jänner) von 1.897 MW. Die Höchstwerte insgesamt liegen bei über 2000 MW (gemessen 2017 und 2000). Bei Gas gab es die größte Stundenabgabe an Haushalte und Kleinbetriebe am 11. Februar um 8 Uhr mit rund 292.400 Normkubikmetern (Nm3). Der höchste Gasstundenwert im Vorjahr wurde am 23. Jänner mit 316.663 Nm3 gemessen.

Der bisherige Fernwärmerekord wurde laut Wien Energie ebenfalls am 11. Februar mit einer Leistungsspitze von 2.086 MW verzeichnet. An einem durchschnittlichen Wintertag liegt die Wärmeleistungsspitze bei etwa 1.600 MW. Der historische Heizrekord wurde am 3. März 2018 mit 2.414 MW erreicht.

APA

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