Blackout – 42 Prozent sehen sich gut vorbereitet

17. Feber 2021, Wien
Coronapandemie hat Bewusstsein für drohende Krisen geschärft
 - Wien, APA (Hochmuth)

Ein Großteil der Österreicher hat sich Gedanken über die Konsequenzen eines Blackouts gemacht. Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) hält Österreich für gut vorbereitet, geht aus einer Marketagent-Umfrage mit rund 500 Teilnehmern hervor. Sich selbst und den eigenen Haushalt sehen rund 42 Prozent gut vorbereitet. Ein Blackout in den nächsten fünf Jahren halten 46 Prozent für wahrscheinlich.

Den Begriff Blackout kennen gut acht von zehn Befragten. Dass dabei jedoch tatsächlich der gesamte Alltag für bis zu zwei Wochen stillstehen würde – von Beleuchtung, Handy und Internet über Ampeln und Bankomaten bis hin zur Abwasserentsorgung – war nur knapp zwei Drittel der heimischen Bevölkerung bewusst, wie es in einer Marketagent-Mitteilung heißt. Über mögliche Konsequenzen eines flächendeckenden Stromausfalls hätten sich 72 Prozent bereits Gedanken gemacht. Der Beinahe-Blackout vom 8. Jänner sei an jedem fünften Befragten gänzlich vorübergegangen.

Rund 42 Prozent sind zuversichtlich, dass die Vorbereitungen im eigenen Haushalt genügen würden, um bis zu zwei Wochen ohne Strom zu überstehen. Insgesamt schätzen die Befragten, durchschnittlich zehn Tage ohne Strom und Hilfe von außen gut über die Runden zu kommen und sich selbst mit lebensnotwendigen Dingen versorgen zu können. Die Hälfte der Befragten rechnet jedoch mit maximal einer Woche. Nur etwas mehr als ein Drittel würde bis zu zwei Wochen oder länger durchhalten.

Zur Ausrüstung gaben 93 Prozent an, eine Alternativbeleuchtung wie eine Kerze oder Taschenlampe zur Hand zu haben, je knapp neun von zehn lagern zudem ausreichend Hygieneartikel und ein Erste-Hilfe-Set bzw. eine Notfallapotheke. Der Vorrat an (haltbaren) Lebensmitteln würde nur bei gut sechs von zehn für zwei Wochen ausreichen, an Trinkwasser bei weniger als der Hälfte. 56 Prozent gaben an, genügend Bargeld im Haus zu haben. Eine Möglichkeit ohne Strom zu kochen, gab jeder Zweite an, beim Heizen waren es rund 46 Prozent. 17 Prozent haben ein Notstromaggregat oder eine Notstromversorgung.

Gut 70 Prozent jener, die noch Defizite in der Versorgung haben, wollen bei Lebensmittel- und Trinkwasservorräten aufrüsten. 65 Prozent möchten ihren Bargeldbestand erweitern und sechs von zehn ausreichend Hygieneartikel lagern.

Die Coronapandemie habe bei gut vier Zehnteln das Bewusstsein für drohende Krisen geschärft. Mehr als ein Drittel treffe seit Covid-19 bessere Vorbereitungen für derartige Ausnahmesituationen, was für den Fall eines Blackouts möglicherweise von Vorteil sein könnte, so Marketagent-Marketingleitern Lisa Patek.

APA

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