Spanischer Energiekonzern Iberdrola spürt Coronafolgen

24. Feber 2021, Bilbao

Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat 2020 den geringeren Strom- und Gasverbrauch durch die Coronakrise zu spüren bekommen. In vielen Ländern wurde aufgrund der Lockdowns weniger Energie benötigt. Zudem verzögerten sich einige Projekte, und die zusätzlichen Kosten zur Sicherung der Gesundheit der Mitarbeiter zehrten am Ergebnis, wie Iberdrola in Bilbao mitteilte.

Während der Konzernumsatz um 9 Prozent auf rund 33,1 Mrd. Euro sank, ging das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nur um knapp 1 Prozent auf rund 10 Mrd. Euro zurück. Ohne ungünstige Wechselkurse wäre das Ebitda trotz Covid-19 sogar um rund 4 Prozent gewachsen.

Unter dem Strich erzielte Iberdrola einen um 4 Prozent gestiegenen Nettogewinn von 3,6 Mrd. Euro. Dazu trug ein positiver Einmaleffekt aus dem Verkauf der Beteiligung am Windkraftanlagenhersteller Siemens Gamesa bei. Für 2021 setzte sich Iberdrola nun einen Nettogewinn von 3,7 bis 3,8 Mrd. Euro zum Ziel und lag damit im Rahmen der Erwartungen der Analysten.

Die Aktionäre sollen für 2020 eine Dividende in Höhe von 42 Cent je Anteilsschein erhalten und damit 2 Cent mehr als ein Jahr zuvor. Für 2021 peilt Iberdrola eine weitere Steigerung auf 44 Cent an.

In den wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Coronapandemie kann Iberdrola auf ein sattes Finanzpolster blicken. Die Liquidität lag den Angaben zufolge zuletzt bei knapp 17,4 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Investitionen trotz der Coronakrise auf etwas mehr als 9,2 Mrd. Euro und lagen damit vor allem dank des Geschäfts mit Erneuerbaren Energien rund 13 Prozent über dem Vorjahreswert.

APA/dpa-AFX

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