Athen und Ankara setzen Gespräche um Erdgasstreit fort

11. März 2021, Athen/Ankara/Nikosia

Griechenland und die Türkei werden am 16. März ihre Sondierungsgespräche zur Beilegung des Erdgasstreits im östlichen Mittelmeer fortsetzen. Diese insgesamt 62. Runde der Gespräche zwischen den Delegationen beider Länder wird in Athen stattfinden. Dies teilte am Mittwoch das griechische Außenministerium mit.

Zwischen den beiden Nachbarländern schwelt seit Monaten ein Konflikt um Erdgas. Im vergangenen Jahr wäre er fast militärisch eskaliert. EU-Mitglied Griechenland wirft der Türkei vor, in Meeresgebieten nach Erdgas zu suchen, die nach internationalem Seerecht nur von Griechenland ausgebeutet werden dürften. Nach Lesart Ankaras gehören diese Gebiete zum türkischen Festlandsockel.

Erste Sondierungsgespräche zwischen Ankara und Athen wurden im Februar 2002 geführt. Anschließend gab es rund 60 Treffen bis zum Jahr 2016. Nach langen Vermittlungen – darunter auch der deutschen Bundesregierung – nahmen die beiden Nachbarstaaten die Gespräche Ende Jänner wieder auf. Das 61. Treffen fand in Istanbul statt. Üblicherweise geben beide Seiten offiziell nichts von Stand und Entwicklung der Gespräche preis.

APA/dpa

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