Gewessler und Schallenberg klar gegen Atomkraft

11. März 2021, Wien

Anlässlich des zehnten Jahrestages des Atom-Unfalls in Fukushima hat Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) einmal mehr die ablehnende Haltung Österreichs gegen die Atomkraft deponiert. Diese sei nicht nur gefährlich und zu teuer, sie schade auch der Umwelt und der Gesundheit. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) stieß am Donnerstag in das gleiche Horn. Die Beherrschbarkeit der Nukleartechnik sei „nicht existent“. Atomkraftwerke seien „tickende Zeitbomben“.

Laut Gewessler zeigt die Katastrophe, welche fatalen Auswirkungen Atomkraft für Mensch und Umwelt hat. „In Österreich haben wir bereits vor 40 Jahren „nein“ zu Atomkraft gesagt. Und das zu recht: die Atomkraft ist eine Hochrisiko-Technologie. Sie ist gefährlich, zu langsam und zu teuer. Sie schadet unserer Umwelt und unserer Gesundheit.“

Die Energie-Zukunft Österreichs und Europas liegt laut Gewessler ganz klar im Ausbau der Erneuerbaren Energien: „Die Klimakrise ist die große Herausforderung unserer Zeit. Damit wir sie meistern, müssen wir unser Energiesystem umbauen und auf saubere Energie aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse setzen.“

Mit der Präsentation des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EGA) habe man einen weiteren Meilenstein für Österreich gesetzt. „Das EAG ist unser Gesetz für die Energiewende. Damit ebnen wir den Weg für Österreich zu 100 Prozent grünem Strom aus sauberer Energie bis 2030“, so Gewessler.

„Die fürchterlichen Ereignisse in Fukushima im Jahr 2011 haben uns vor Augen geführt, dass die Beherrschbarkeit der Nukleartechnik sowie absolute Sicherheit selbst im Falle ausgeklügelter Schutzmaßnahmen nicht existieren“, meinte auch Schallenberg in einer Aussendung. „Kernreaktoren bleiben kostenintensive, tickende Zeitbomben, die verschiedenste Sicherheitsrisiken – darunter Umweltkatastrophen, Cyber- und Terrorattacken – in sich bergen.“

Daher werde Österreich sein langjähriges Engagement für eine Welt ohne Atomkraft auf internationaler Ebene konsequent fortsetzen. Es müsse ein Umdenken hin zu nachhaltigen und erneuerbaren Energieformen erfolgen, so Schallenberg.

APA

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