IEA erhöhte Prognose für weltweite Ölnachfrage

14. April 2021, Paris
Plus 5,7 Millionen Barrel pro Tag
 - Ponca City, APA/dpa

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat mit der Aussicht auf eine Erholung der Weltwirtschaft die Prognose für die globale Nachfrage nach Rohöl erhöht. Die Corona-Impfkampagnen kämen in Fahrt und die Weltwirtschaft gewinne an Schwung, hieß es in dem in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA. Für 2021 rechnet der Interessenverband führender Industriestaaten mit einer Zunahme der weltweiten Ölnachfrage um etwa 5,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag.

Im Vergleich zur vorangegangenen Prognose erhöhte die IEA die Schätzung für den Anstieg der Nachfrage um 230.000 Barrel pro Tag, wie aus dem Monatsbericht weiter hervorgeht. Die Aussichten für die beiden größten Volkswirtschaften USA und China hätten sich verbessert, hieß es. Zudem sei ein Rückgang des in der Coronakrise aufgebauten Überhangs bei den weltweiten Ölreserven zu beobachten.

Zuvor hatte bereits die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) die Nachfrageprognose erhöht. Das Ölkartell geht laut dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht davon aus, dass die Nachfrage in diesem Jahr um etwa 6 Millionen Barrel pro Tag höher ausfallen werde als 2020 – dem Jahr, das stark von der Coronakrise geprägt wurde. Die OPEC erhöhte damit ihre Wachstumsprognose um 190.000 Barrel pro Tag.

Anfang April hatte die OPEC gemeinsam mit verbündeten Ölstaaten, die sich in der OPEC+ zusammengeschlossen haben, höhere Fördermengen vereinbart. Für die Monate Mai, Juni und Juli will die aus 23 Staaten bestehende Öl-Allianz trotz der Unwägbarkeiten der Coronakrise ihre Produktion steigern. Im Mai und Juni sollen 350.000 Barrel am Tag mehr auf den Markt gebracht werden als aktuell. Im Juli solle die Steigerung 450.000 Barrel am Tag betragen.

APA/dpa-AFX

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