Tschechien schließt Rossatom aus Dukovany-Ausschreibung aus

20. April 2021, Prag
Kontrollraum des AKW Dukovany
 - Dukovany, APA/AFP

Der russische Konzern Rossatom wird nicht an der Ausschreibung zu dem Ausbau des tschechischen Atomkraftwerkes Dukovany teilnehmen dürfen. Dies hat die tschechische Regierung am Montag beschlossen. Der Grund ist die jüngste Affäre um die Explosionen im Munitionslager im südmährischen Vrbetice 2014, in die der russische Geheimdienst GRU verwickelt sein soll.

Industrie- und Handelsminister Karel Havlicek teilte nach der Regierungssitzung mit, Tschechien werde den entsprechenden Sicherheits-Fragebogen nur an drei Bewerber schicken: an den US-Konzern Westinghouse, die französische EdF und die südkoreanische KNHP. Damit ist Rossatom in dem Verfahren praktisch aus dem Rennen.

Tschechien will in Dukovany einen fünften Reaktorblock errichten. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2029 beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2036 geplant. Der gesamte Prozess verzögert sich dabei immer wieder. Die Ausschreibung im Wert von rund 7,5 Mrd. Euro hätte ursprünglich bis Ende 2020 gestartet werden sollen.

APA

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