Klimawandel: Südafrikas Präsident für Solidarität mit armen Ländern

23. April 2021, Pretoria

Im Kampf gegen die Erderwärmung hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa die reichen Länder aufgefordert, mehr Verantwortung zu übernehmen. Beim virtuellen Klimagipfel, zu dem US-Präsident Joe Biden 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt geladen hatte, sagte er am Donnerstag: „Es ist ein globales Phänomen, für das Schwellenländer besonders anfällig sind – gerade auf unserem afrikanischen Kontinent.“

Ein ungebremster Klimawandel habe das Potenzial, Entwicklungsfortschritte vieler Länder auf dem Kontinent zunichtezumachen und Millionen Menschen weiter in die Armut zu drücken. Die reicheren Länder stünden in der Verantwortung.

„Wir rufen die Industrieländer, die historisch gesehen die größte Verantwortung haben, dazu auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen“, forderte der südafrikanische Präsident. Solidarität mit Entwicklungsländern sei im Kampf gegen den Klimawandel ein zentrales Element. Afrikas Emissionen begännen ab 2025 zu sinken, sagte er.

Bis 2030 muss sich allen Experten zufolge weltweit viel mehr tun, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Denn schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad erwärmt, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Die zehn Jahre von 2011 bis 2020 waren das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die fatalen Folgen, je nach Region: mehr Hitzewellen und Dürren sowie Starkregen, Stürme, Unwetter und Überschwemmungen.

APA/dpa

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