Stromerzeugung aus Wind und Sonne 2020 sprunghaft gestiegen

11. Mai 2021, Wien/Paris
Zuwachs dürfte bei Photovoltaik stärker ausfallen als bei Windkraft
 - Marville, APA/AFP

Die weltweite Kapazität für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen ist 2020 sprunghaft angestiegen und auch 2021 und 2022 dürfte es weiter ein sehr starkes Wachstum geben, erwartet die Internationale Energieagentur IEA. Erneuerbare Energieträger dürften in dieser Zeit 90 Prozent des Kapazitätszuwachses für die Energieerzeugung beisteuern. Der Zuwachs dürfte bei Photovoltaik stärker ausfallen als bei Windkraft.

Alleine 2020 kamen 280 Gigawatt (GW) an neuen Kapazitäten für Strom aus erneuerbaren Quellen weltweit dazu, heißt es in dem IEA-Bericht (Renewable Energy Market Update). Davon entfielen 135 GW auf Solarstrom und 114 GW auf Windkraft, der Rest auf Wasserkraft und Bio-Kraftwerke.

2021 und 2022 wird die Kapazität der Erneuerbaren in der gleichen Größenordnung von rund 280 GW jährlich ausgebaut werden. Dabei dürfte es aber eine Verschiebung geben, weg von Windkraft und hin zur Photovoltaik. Letztere dürfte mit heuer plus 145 GW und 2022 plus 162 GW mehr als die Hälfte der neuen Installationen ausmachen. Dazu tragen sinkende Preise und weitere Förderungen bei. Auch dürfte der Anteil von Großanlagen an der neuen Kapazität von derzeit 55 Prozent bis 2022 auf 70 Prozent zulegen.

Neue Windkraftanlagen dürften in den beiden Jahren um rund 80 GW zulegen. Hier sind Großprojekte in China die treibende Kraft.

Regional lässt das Wachstum in China nach, steigt aber in anderen Regionen. In China entstand 2020 die Hälfte der weltweiten neuen Kapazitäten für Strom aus erneuerbaren Quellen, da mit Jahresende Förderungen ausliefen und es noch einen Boom bei Installationen gab. Das neue Förderschema ist noch nicht veröffentlicht worden, daher lässt sich das weitere Wachstum nicht abschätzen. Auch wie es in den USA weitergeht wird von den Details des Infrastrukturplans von US-Präsident Joe Biden abhängen. In Europa rechnet die IEA mit einem weiteren Anstieg der neuen Kapazitäten auf 44 GW heuer und 49 GW 2022.

APA

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